Mäßigkeit. Sprü ch e 23. 24. Saufen. 60?
nickt haben kannst; denn dasselbe macht ihmFlügel, wie ein Adler, und stiegt gen Himmel.
6. Iß nickt Brot bey einem Neidischen, undwünsche dir seine Speise nicht.
7. Denn wie ein Gespenst ist er inwendig. Erspricht: Iß und trink; und sein Herz ist dochnicht an dir.
8. Deine Bissen, die du gegessen hast, mußtdu ausspeyen, und mußt deine freundliche Worteverloren haben.
9. Rede nicht vor des Narren Ohren; denner verachtet die Klugheit deiner Rede.
10. Treibe * nicht zurück die vorigen Grenzen,und gehe nicht auf der Waisen Acker.
* e. 22/ 28. 6 Mos. 19/ 14. Hof. 5/ 10.
11. Denn ihr Erlöser ist mächtig; der wirdihre Sache wider dich ausführen.
12. Gib dein Herz zur Zucht, und deine Ohrenzu vernünftiger Rede.
iz. Laß " nicht ab den Knaben zu züchtigen;denn wo du ihn mit der Ruthe hauest, so darfman ihn nicht tödten. * c. 13,24. c. 29/13.17.
14. Du hauest ihn mit der * Ruthe; aber duerrettest seine Seele von der Hölle. * c. 22,13.
15. Mein Sohn, "so du weise bist, so freuet
sich auch mein Herz, ' 27,11.
16. Und meine Nieren sind froh, wenn deineLippen reden, was recht ist.
17. Dein * Herz folge nicht den Sündern, son-dern sey täglich in der Furcht des Herrn.
* c. 1/ 10. c. 24/ 1. Ps. 1/ 1. 2.
18. Denn es wird dir hernach gut seyn, unddein Warten wird nicht fehlen.
19. Höre, mein Sohn, und sey weise, undrichte dein Herz in den Weg.
20. * Sey nicht unter den Säufern und Schlem-mern. * Luc. 2l/ 34.
21. Denn die Säufer und Schlemmer * ver-
armen, und ein Schläfer muß zerrissene Kleidertragen. * Luc. 15,13.17.
22. Gehorche * deinem Vater, der dich gezeuget
hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn siealt wird. * c. i, 8.
23. Kaufe Wahrheit, und verkaufe sie nicht,Weisheit, Zucht und Verstand.
24. Ein * Vater des Gerechten freuet sich, und
wer einen Weisen gezeuget hat, ist fröhlich dar-über. * c. 10/ 1. e. 15/ 20.
25. Laß sich deinen Vater und deine Mutterfreuen, und fröhlich seyn, die dich gezeuget hat.
26. Gib mir, mein Sohn, dein Herz;und laß deinen Augen meine Wege wohlgefallen.
27. Denn * eine Hure ist eine tiefe Grube, unddie Ehebrechcrinn ist eine enge Grube. * c. 22,14.
28. Auch * lauert sie, wie ein Räuber, unddie Frechen unter den Menschen sammelt sie zu sich.
* c. 7 / 12.
29. Wo ist Weh? Wo ist Leid? Wo ist Zank?Wo ist Klage? Wo sind Wunden ohne Ursach?Wo sind rothe Augen?
30. Nähmlich, * wo man beym Wein liegt,und kommt auszusaufen, was eingeschenket ist.
' Esoj. 5, 11. 12.
31. Siehe den Wein nicht an, daß er so rothist und im Glase so schön stehet. Er gehet glattein;
32. Aber darnach beißt er wie eine Schlangeund sticht wie eine Otter.
33. So werden deine Augen nach andern Wei-bern sehen; und dein Herz wird verkehrte Dingereden,
34 . Und wirst seyn, wie einer, der mitten imMeer schläft, und wie einer schläft oben aufdem Mastbaum.
35 . Sie schlagen mich, aber es thut mir nichtwehe; sie klopfen mich, aber ich fühle es nicht.
* Wenn will ich aufwachen, daß ich es mehr
treibe? *Efaj. 56 , 12 .
Das 24. Capitel.
Von Geduld und Verträglichkeit.
1. ^olge * nicht bösen Leuten, und wünscheo nicht bey ihnen zu seyn.
* c. 1 / 10. c. 23 / 17. Ps. 1, 1. 2.1
2. Denn ihr Herz trachtet nach Schaden, undihre Lippen rathen zum Unglück.
3. " Durch Weisheit wird ein Haus gebauet,und durch Verstand erhalten. * c. 3,19.
4. Durch ordentliches Haushalten werden die
* Kammern voll aller köstlicher lieblicher Reich-
thÜMer. * c. 8/ 21. Ps. 144/ 13.
5. Ein weiser Mann ist stark; und ein "ver-nünftiger Mann ist mächtig von Kräften.
* c. 21/ 22.
6 . Denn mit ' Rath muß man Krieg führen;und wo 1 - viele Rathgeber sind, da ist der Sieg.
* c. 20 / 18. 7- c. 11 / 14 . c. 15 , 22.
7. Weisheit ist dem Narren zu hoch; er darfseinen Mund im Thor nicht anfchun.
8. Wer ihm selbst Schaden thut, den heißtman billig einen Erzbösewicht.
9. Des Narren Tücke ist Sünde; und derSpötter ist ein Gräuel vor den Leuten.
10. Der ist nicht stark, der in der Noth nichtfest ist.