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[1] (1821) [Altes Testament]
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594
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Spr ü ch e 6. 7.

594 Warnung vor Faulheit.

3. So thue doch, mein Kind, also, und errettedich; denn du bist deinem Nächsten in die Händegekommen; eile, dränge und treibe deinenNächsten.

Laß deine Augen nicht schlafen, noch deineAugenlieder schlummern.

5. Errette dich wie ein Reh von der Hand,und " wie ein Vogel aus der Hand des Voglers.

* Ps. 124, 7.

6. Gehe hin zur Ameise, du Fauler, flehe ihreWeise an, und lerne.

7 . Ob fle wohl keinen Fürsten, noch Haupt-mann, noch Herrn hat;

8. Bereitet fle doch ihr Brot im Sommer,und sammelt ihre Speise in der Ernte.

9. Wie lange liegst du, Fauler? Wenn willstdu aufstehen von deinem Schlaf?

10. Ja * schlafe noch ein wenig, schlummere ein

wenig, schlage die Hände in einander ein wenig,daß du schlafest : * 20,13. c. 24,33.

11. So wird dich die Armuth übereilen, wieein Fußgänger, und der Mangel, wie ein ge-wafneter Mann.

12. Ein loser Mensch, ein schädlicher Mann,gehet mit verkehrtem Munde,

13. Winket * mit Augen, deutet mit Füßen ,

zeiget mit Fingern, *«. 10,10.

1^. Trachtet allezeit Böses und Verkehrtes inseinem Herzen, und richtet Hader an.

15. Darum wird ihm plötzlich sein Unfall kom-men , und wird schnell zerbrochen werden, daßkeine Hülfe da seyn wird.

16. Diese sechs Stücke hasset der Herr, undam siebenten hat er einen Gräuel:

17. * Hohe Augen, falsche Zungen, Hände,die unschuldiges Blut vergießen; * e. 21, 4 .

18. Herz, das mit bösen Tücken umgehet;Füße, die behende find, Schaden zu thun;

19. Falscher Zeuge, der frech Lügen redet; undder Hader zwischen Brüdern anrichtet.

20. Mein * Kind, bewahre die Gebothe deines

Vaters, und laß nicht fahren das Gesetz deinerMutter. * c. i, 8.

21. Binde fle zusammen auf dein Herz alle-wege, und hänge fle an deinen Hals,

22. Wenn du gehest, daß fle dich geleiten;wenn du dich legest, daß fle dich bewahren; wenndu aufwachest, * daß sie dein Gespräch seyen.

' Ps. 1 , 2 .

23. Denn ' das Geboth ist eine Leuchte, unddas Gesetz ein Licht; und die Strafe der Zuchtist ein Weg des Lebens, *Ps. 119,10-.

Schande des Ehebruchs.

2^. Auf daß * du bewahret werdest vor dembösen Weibe, vor derglatten Zunge der Frem-den. * c. 7, -s c. 2, 16.

25. Laß * dich ihre Schöne nicht gelüsten indeinem Herzen, und verfange dich nicht anihren Augenliedern. * 2 Sam. n, 2.4.

26. Denn eine Hure bringet einen um dasBrot; aber ein Eheweib fanget das edle Leben.

27. Kann auch Jemand ein Feuer im Busenbehalten, daß seine Kleider nicht brennen?

28. Wie sollte Jemand auf Kohlen gehen,daß seine Füße nicht verbrannt würden?

29. Also gehet es, wer zu seines Nächsten Weibegehet; es bleibet keiner ungestraft, der sie be-rühret.

30. Es ist einem Dieb nicht so große Schmach,ob er stiehlt, seine Seele zu sättigen, weil ihnhungert.

31. Und ob er begriffen wird; "gibt er es sieben-

fältig wieder, und legt dar alles Gut in seinemHaufe. * 2 Ms. 22,1.4.

32. Aber der mit einem Weibe die Ehe bricht,der ist ein Narr, der bringet sein Leben in dasVerderben.

33. Dazu trifft ihn Plage und Schande, undseine Schande wird nicht ausgetilget.

3^. Denn der Grimm des Mannes eifert, undschonet nicht zur Zeit der Rache.

35. Und flehet keine Person an, die da ver-söhne, und nimmt es nicht an, ob du viel schenkenwolltest.

Das 7. Capitel.

Beschreibung des Ehebruchs, und Warnung davor.

.i.HVZein Kind, behalte meine Rede, und ver-birg meine Gebothe bey dir.

2. Behalte meine Gebothe, so wirst du leben,und mein Gesetz wie deinen Augapfel.

3. * Binde sie an deine Finger, schreibe fle aufdie Tafel deines Herzens. * c. 6,21.

-l. Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwe-ster, und nenne die Klugheit deine Freundin» ,

5. Daß * du behüthet werdest vor dem fremdenWeibe, vor einer Andern, die glatte Worte gibt.

* c. 2, 16. c. 6^ 24.

6. Denn am Fenster meines Hauses guckte ichdurch das Gitter, und sähe unter die Albernen,

7. Und ward gewahr unter den Albernen einesnärrischen Jünglings;

8. Der ging auf der Gasse an einer Ecke, undtrat daher auf dem Wege an ihrem Hause;

9. In der Dämmerung, am Abend des Tages,da es Nacht ward und dunkel war.