Druckschrift 
[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
593
Einzelbild herunterladen
 

Warnung vor

Sprüche 4. 5. 6.

Hurerey.

593

11. Ich * will dich den Weg der Weisheitführen, ich will dich t auf rechter Bahn leiten,

* Ps. 32, 8. -i- Ps. 27, 11.

12. Daß, wenn du gehest, dein Gang dirnicht sauer werde, und wenn du läufst, daß dudich nicht anstößest.

13. Fasse die Zucht, laß nicht davon; bewahresie, denn sie ist dein Leben.

14. Komm nicht auf-er Gottlosen Pfad, undtritt nicht auf den Weg der Bösen.

15. Laß ihn fahren, und gehe nicht darinnen;weiche von ihm, und gehe vorüber.

16. Denn sie schlafen nicht, sie haben dennUebel gethan, und sie ruhen nicht, sie habendenn Schaden gethan.

17. Denn sie nähren sich von gottlosem Brot,und trinken vom Wein des Frevels.

18. Aber der Gerechten Pfad glänzet wie einLicht, das da fortgeht, und leuchtet bis auf denvollen Tag.

19. Der Gottlosen Weg aber ist wie Dunkel,und wissen nicht, wo sie fallen werden.

20. Mein Sohn, merke auf mein Wort, undneige dein Ohr zu meiner Rede.

21. Laß sie nicht von deinen Augen fahren,behalte sie in deinem Herzen.

22. Denn sie sind das Leben denen, die siefinden, und gesund ihrem ganzen Leibe.

23. Behüthe dein Herz mit allem Fleiß; denndaraus gehet das Leben.

24. Thue von dir den verkehrten Mund; undlaß das Lästermaul ferne von dir seyn.

25. Laß deine Augen stracks vor sich sehen,und deine Augenlieder richtig vor dir Hinsehen.

26. Laß deinen Fuß gleich vor sich gehen 7so gehest du gewiß.

27. Wanke weder zur Rechten noch zur Lin-ken; wende deinen Fuß vom Bösen.

Das 5. Capitel.

Warnung vor Hurerey. Vermahnung zur Keuschheit.

1. Mein Kind, * merke auf meine Weisheit;

neige dein Ohr zu meiner Lehre,

* c. 4, 20. -h Ps. 43, 11.

2. Daß du behaltest guten Rath, und deinMund wisse Unterschied zu haben.

3. Denn die Lippen der Hure sind süße wieHonigseim, und ihre Kehle ist * glätter, denn

Oehl ; * Ps. 35, 22.

4. Aber hernach bitter wie Wermuth, undscharf wie ein zweyschneidig Schwert.

6. Ihre Füße laufen zum' Tode hinunter, ihreGänge erlangen die Hölle. ' c. 2 , i«.

6. Sie gehet nicht stracks auf dem Wege desLebens; unstät sind ihre Tritte, daß sie nichtweiß, wo sie gehet.

7. So gehorchet mir nun, meine Kinder, undweichet nicht von der Rede meines Mundes.

8. Laß deine Wege ferne von ihr seyn, un-nahe nicht zur Thür ihres Hauses,

9. Daß du nicht den Fremden gebest deineEhre, und deine Jahre dem Grausamen;

10. Daß sich nicht Fremde von deinem Vermö-gen sättigen, und deine Arbeit nicht sey in einesandern Hause:

11. Und müssest hernach seufzen, wenn du dei-nen Leib und Gut verzehret hast,

12. Und sprechen: Ach wie habe ich die Zuchtgehastet, und mein Herz die Strafe verschmähet;

13. Und habe nicht gehorchet der Stimmemeiner Lehrer; und mein Ohr nicht geneiget zudenen, die mich lehreten;

14. Ich bin schier in alles Unglück gekommen,vor allen Leuten und allem Volk.

is. Trink Wasser aus deiner Grube, undFlüsse aus deinem Brunnen.

16. Laß deine Brunnen heraus fließen, unddie Wafferbäche auf die Gassen.

17. Habe du aber sie allein, und kein Fremdermit dir.

18. Dein Born sey gesegnet, und * freue dichdes Weibes deiner Jugend. ' Prer>. 9 , 9 .

19. Sie ist lieblich wie eine Hindinn, und hold-selig wie ein Reh. Laß dich ihre Liebe allezeitsättigen, und ergötze dich allewege in ihrer Liebe.

20. Mein Kind, warum willst du dich an de»Fremden ergötzen, und herzest dich mit einerandern?

21. Denn * Jedermanns Wege find stracks vordem Herrn, und er misset gleich alle ihre Gänge.

* Hiob 34, 21 . Jer. 10 , 23 .

22. Die Missethat des Gottlosen wird ihn fan-gen; und er wird mit dem Strick seiner Sündegehalten werden.

23. Er wird sterben, daß er sich nicht will zie-hen lassen, und um seiner großen Thorheit willenwird es ihm nicht wohl gehen.

Das 6. Capitel.

Warnung vor Untreue im Handel.

1. TMein Kind, * wirst du Bürge für -einen

Nächsten, und hast deine Hand bey einemFremden verhaftet: ' c. n, i§. «. 17, is.

2. So bist du verknüpft mit der Rede deinesMundes, und gefangen mit den Reden deinesMundes.

Ffff