556 Anfechtung und Trost.
Psalm 76. 77. 78.
Wohlthaten Gottes.
7. Von deinem Schelten, Gott Jakobs, sinketin Schlaf beydes Roß und Wagen.
8. Du bist erschrecklich. " Wer kann vor dir
stehen, wenn du zörnest? ' Ps. so, 7.
9. Wenn du das Urtheil lassest hören vomHimmel, so erschrickt das Erdreich, und wirdstille.
10. Wenn Gott sich aufmacht' zu richten , daßer helfe allen Elenden auf Erden, Sela.
' Esaj. 34, 8.
i i. Wenn Menschen wider dich wüthen, solegest du Ehre ein; und wenn sie noch mehrwüthen, bist du auch noch gerüstet.
12. Gelobet und haltet dem Herrn, euermGott, alle, die ihr um ihn her seyd; bringetGeschenke dem Schrecklichen,
13. Der den Fürsten den Muth nimmt, undschrecklich ist unter den Königen auf Erden.
Der 77. Psalm.
Der Frommen Anfechtung und Trost.
1. Ein Psalm Assaphs für "Jeduthun, vor-zusingen. * Ps. 62, 1.
2. ^ch schreye mit meiner Stimme zu Gott,^ zu Gott schreye ich, und er erhöret mich.
3. ' In der Zeit meiner Noth suche ich den
Herrn, meine Hand ist des Nachts ausgereckt,und läßt nicht ab; denn meine Seele will sich nichttrösten lassen. ' Ps. n, 13.
Wenn * ich betrübt bin, so denke ich anGott; wenn mein Herz in Aengsten ist, so redeich, Sela. '«sa,.-6,16.
5. Meine Augen hältst du, daß sie wachen;ich bin so ohnmächtig, daß ich nicht reden kann.
0. Ich "denke der alten Zeit, der vorigen Jahre.
' Ps. 143, 3. e«ai. 43, 18.
Ich "denke des Nachts an mein Saitenspiel,und rede mit meinem Herzen, mein Geist mußforschen. " Ps.
8. Wird denn der Herr ewiglich verstoßen,und keine Gnade mehr erzeigen?
9. Jfts denn ganz und gar aus mit seiner Güte?Und hat die Verheissung ein Ende?
10. Hat denn Gott vergessen gnädig zu seyn,und seine Barmherzigkeit vor Zorn verschlossen?Sela.
11. Aber doch sprach ichIch muß das leiden;die rechte Hand des Höchsten kann alles ändern.
' Ps. 16, 2.
12. Darum gedenke ich an die Thaten desHerrn, ja ich " gedenke an deine vorigen Wunder,
' Ps. 71, 17. Ps. 103, 2.
13. Und rede von allen deinen Werken, undsage von deinem Thun.
i^i. Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist so einmächtiger Gott, als du, Gott, bist?
15. Du bist der Gott," der Wunder thut; duhast deine Macht bewiesen unter den Völkern.
* Ps. S8, 1.
16. Du hast dein Volk erlöset gewaltiglich,die Kinder Jakobs und Josephs, Sela.
17. Die Wasser " sahen dich, Gott, die Was-
ser sahen dich, und ängsteten sich, und die Tie-fen tobten. "Ps. 97, 4.
18. Die dicken Wolken gossen Wasser, die "
Wolken donnerten, und die Strahlen fuhrendaher. * Ps. 18,14.13. Ps. 29,3.
19. Es donnerte im Himmel, deine Blitzeleuchteten auf dem Erdboden; das Erdreichregte sich, und bebte davon.
20. Dein Weg war im Meer, und dein Pfadin großen Wassern, und man spürete doch dei-nen Fuß nicht.
21. Du " führetest dein Volk, wie eine HeerdeSchafe, durch Mosen und Aaron.
* 2 Mos. 12, 37. k. 14, 22.
Der 78. Psalm.
Erzählung der Wohlthaten und Strafe Gottes, seinem Volk erzeigt.
1. Eine Unterweisung Assaphs.öre, mein Volk mein Gesetz, neiget eure
Ohren zu der" Rede meines Mundes.
' Ps. 19, 13.
2. Ich will " meinen Mund aufthun zu Sprü-chen , und alte Geschichten aussprechen,
* Ps. 49, 4. 3. Matth. 13, 33.
3 . Die wir gehöret haben und wissen, undunsere Väter uns erzählet haben,
Daß wir es nicht verhalten sollen ihrenKindern, die hernach kommen, und verkündigenden Ruhm des Herrn, und seine Macht undWunder, die er gethan hat.
5 . Er richtete ein Zeugniß auf in Jakob, undgab ein Gesetz in Israel, das er unfern Väterngeboth zu lehren ihre Kinder,
6 . Auf daß die Nachkommen lerneten, und dieKinder, die noch sollten geboren werden, wennsie aufkämen, daß sie es auch ihren Kindernverkündigten;
7 . Daß sie setzten auf Gott ihre Hoffnung,und nicht vergäßen der Thaten Gottes, undfeine Gebothe hielten,
8 . Und nicht würden wie ihre Väter, eine *abtrünnige und ungehorsame Art, welchen ihr