520 Ferner vom Leviathan.
Hiob 41. 42. Hiobs Buße und neue Glückseligkeit.
es ihm vergelte? Es ist mein, was unter allenHimmeln ist. *Röm. ii, n.
3. Dazu muß ich nun sagen, wie groß, wiemächtig und wohl geschaffen er ist.
Wer kann ihm sein Kleid aufdecken? Undwer darf es wagen, ihm zwischen die Zähne zugreifen?
5. Wer kann die Kinnbacken seines Antlitzesaufthun? Schrecklich stehen seine Zähne umher.
6. Seine stolze Schuppen find wie feste Schil-der , fest und enge in einander.
7. Eine rührt an die andere, daß nicht einLüftlein dazwischen gehet.
8. Es hangt eine an der andern, und haltenfich zusammen, daß fie fich nicht von einandertrennen.
9. Sein Niesen glänzet wie ein Licht; seine Au-gen find wie die Augenlieder der Morgenröthe.
10. Aus seinem Munde fahren Fackeln, undfeurige Funken schießen heraus.
i i. Aus seiner Nase gehet Rauch, wie vonheissen Töpfen und Kesseln.
12 . Sein Odem ist wie lichte Lohe, und ausseinem Munde gehen Flammen.
1 3. Er hat einen starken Hals und ist seine Lust,wo er etwas verderbet.
i^. Die Gliedmaßen seines Fleisches hangenan einander, und halten hart an ihm, daß ernicht zerfallen kann.
i Z. Sein Herz ist so hart wie ein Stein, undso fest, wie ein Stück vom untersten Mühlstein.
16 . Wenn er sich erhebet, so entsetzen sich dieStarken; und wenn er daher bricht, so ist keineGnade da.
17. Wenn man zu ihm will mit dem Schwert,so regt er fich nicht; oder mit Spieß, Geschoßund Panzer.
18 . Er achtet Eisen wie Stroh, und Erz wiefaules Holz.
19 . Kein Pfeil wird ihn verjagen, die Schleu-dersteiue find ihm wie Stoppeln.
20 . Den Hammer achtet er wie Stoppeln; erspottet der bebenden Lanze.
21 . Unter ihm liegen scharfe Steine, und fährtüber die scharfen Felsen, wie über Koth.
22 . Er macht, daß das tiefe Meer siedet wieein Topf, und rührt es in einander, wie maneine Salbe menget.
23. Nach ihm leuchtet der Weg, er macht dieTiefe ganz grau.
2 ^. Auf Erden ist ihm Niemand zu gleichen;er ist gemacht, ohne Furcht zu seyn.
25. Er verachtet alles, was hoch ist, er ist einKönig über alle Stolzen.
Das 42. Capitel.
Hiob wird auf rechte Buße vo» Gott wiederum glückselig gemacht.
1. Nnd Hiob antwortete dem Herrn, und^ sprach:
2 . Ich erkenne, daß du alles vermagst, undkein Gedanke ist dir verborgen.
3. Es ist ein unbesonnener Mann, der seinenRath meinet zu verbergen. Darum bekenne ich,daß ich habe unweislich geredet, das mir zu hochist, und nicht verstehe.
So erhöre nun, laß mich reden; ich will* dich fragen, lehre mich. * c. 38, s.
5. Ich habe dich mit den Ohren gehöret, undmein Auge stehet dich auch nun.
6. Darum schuldige ich mich, und thue Bußeim Staube und Asche.
7. Da nun der Herr diese Worte mit Hiobgeredet harte, sprach er zu * Eliphas von The-ma« : Mein Zorn ist ergrimmet über dich, undüber deine zween Freunde; denn ihr habt nichtrecht von mir geredet, wie mein Knecht Hiob.
* 0 . 4 , 1 .
8. So nehmet nun sieben Farren und siebenWidder, und gehet hin zu meinem Knechte Hiob,und opfert Brandopfer für euch, und laßt mei-nen Knecht Hiob für euch bitten. Denn ihn willich ansehen, daß ich euch nicht sehen lasse, wieihr Thorheil begangen habt: denn ihr habt nichtrecht von mir geredet, wie mein Knecht Hiob.
9. Da gingen hin Eliphas von Theman, Bit-dad von Suah, und Zophar von Naema, undthaten, wie der Herr ihnen gesagt hatte. Undder Herr sah an Hiob.
10. Und der Herr wandte das Gefängniß
Hiobs, da er bath für seine Freunde. Und derHerr gab Hiob * zweyfältig so viel, als er gehabtharte. * c. 8, 7 .
11. Und es kamen zu ihm alle seine Brüderund alle seine Schwestern, und alle, die ihn vor-hin kannten, und aßen mit ihm in seinem Hause,und kehreten sich zu ihm, und trösteten ihn überallem Nebel, das der Herr über ihn hatte kom-men lassen. Und ein Jeglicher gab ihm einenschönen Groschen, und ein golden Stirnband.
12 . Und der Herr segnete hernach Hiob mehr,denn vorhin, daß er kriegre vierzehn tausendSchafe, und sechs tausend Kameete, und tau-send Joch Rinder, und tausend Esel.
13. Und