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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
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514
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514 Elihu vertheidigt Hiob 33. 34. Gottes Gerechtigkeit.

8. Du hast geredet vor meinen Ohren, dieStimme deiner Rede mußte ich hören:

9. Ich bin "rein, ohne Missethat, unschuldig,und habe keine Sünde; *<§br. 7,26.

10. Siehe, er hat eine Sache wider mich

gefunden, darum * achtet er mich für seinenFeind ; * c. 19/ n.

11. Er * hat meinen Fuß in Stock gelegt,und hat alle meine Wege verwahret.

* c. 13, 27. Ps. 103, 18 .

12. Siehe, eben daraus schließe ich widerdich, daß du nicht recht bist; denn Gott istmehr, weder ein Mensch.

13. Warum willst du mit ihm zanken, daß erdir nicht Rechenschaft gibt alles seines Thuns?

i^i. Denn wenn Gott einmahl etwas beschlie-ßet, so bedenket er es nicht erst hernach.

15. Im Traum des Gesichts in der Nacht,wenn der Schlaf auf die Leute fällt, wenn sieschlafen auf dem Bette;

16. Da " öffnet er das Ohr der Leute, und

schrecket sie, und züchtiget sie, * c. 36, io.

17. Daß er den Menschen von seinem Vorneh-men wende, und beschirme ihn vor Hoffart,

18. Und verschonet seiner Seele vor dem Ver-derben , und seines Lebens, daß es nicht insSchwert falle.

19. Er straft ihn mit Schmerzen auf seinemBette, und alle seine Gebeine heftig;

20. Und richtet ihm sein Leben so zu, daß ihmvor der Speise ekelt, und seine Seele, daß sienicht Lust zu essen hat.

21. Sein Fleisch verschwindet, daß er nichtwohl sehen mag; und seine Beine werden zer-schlagen, daß man sie nicht gerne ansiehet,

22. Daß seine Seele nahet zum Verderben,und sein Leben zu den Todten.

23. So dann ein Engel, Einer aus tausend,mit ihm redet, zu verkündigen dem Menschen,wie er solle recht thun;

2^. So wird er ihm gnädig seyn, und sagen:Er soll erlöset werden, daß er nicht hinunterfahre in das Verderben; denn ich habe eineVersöhnung gefunden.

25. Sein Fleisch grünet wieder, wie in derJugend; und' laß ihn wieder jung werden.

26. Er wird Gott bitten; der wird ihm Gnadeerzeigen, und wird sein Antlitz sehen lassen mitFreuden, und wird dem Menschen nach seinerGerechtigkeit vergelten.

27. Er wird vor den Leuten bekennen, undsagen: Ich wollte gesündiget, und das Recht

verkehret haben, aber es hätte mir nichts ge-nützet.

28. Er hat meine Seele erlöset, daß sie nichtführe in das Verderben, sondern mein Leben dasLicht sehe.

29. Siehe, das alles thut Gott zwey oderdrey Mahl mit einem Jeglichen,

30. Daß er * seine Seele herum hohle aus

dem Verderben, und erleuchte ihn mit dem Lichtder Lebendigen. * Ps. 103,4.

31 . Merke auf, Hiob, und höre mir zu, undschweige, daß ich rede.

32. Hast du aber was zu sagen, so antwortemir; sage her, bist du recht, ich wills gernehören.

33 . Hast du aber nichts, so höre mir zu, undschweige, ich will dich die Weisheit lehren.

Das 34. Capitel.

Elihu schilt die Reden HiobS, und fahrt fort Gottes Gerechtigkeit zuvertheidigen.

i.Nnd Elihu antwortete und sprach:

^ 2. Höret, ihr Weisen, meine Rede, undihr Verständigen, merket auf mich.

3 . Denn * das Ohr prüfet die Rede, und derMund schmecket die Speise. * c. 12,11.

Laßt uns ein Urtheil erwählen, daß wirerkennen unter uns, was gut sey.

5. Denn Hiob hat gesagt: Ich bin gerecht,und Gott wegert mir mein Recht;

6. Ich muß lügen, ob ich wohl Recht habe,und bin gequälet von meinen * Pfeilen, ob ichwohl nichts verschuldet habe. * c. 6/1.

7. Wer ist ein solcher wie Hiob, der * da Spöt-

terey trinket wie Wasser? * c. 13,16.

8. Und auf dem Wege gehet mit den Uebel-thätern, und * wandelt mit den gottlosen Leuten?

* Ps. 1, 1.

9. Denn er hat gesagt: Wenn Jemand schonfromm ist, so gilt er doch nichts bey Gott.

10. Darum höret mir zu, ihr weisen Leute:Es sey * ferne, daß Gott sollte ungöttlich han-deln , und der Allmächtige ungerecht;

* c. 8, 3. Rom. 3, 3. c. 9/ 14.

11. Sondern er * vergilt dem Menschen, dar-

nach er verdienet hat, und trifft einen Jeglichennach seinem Thun. * Ps. 62,13.

12. Ohne Zweifel, Gott verdammt Niemandmit Unrecht, und der Allmächtige beuget dasRecht nicht.

13. Wer hat, das auf Erden ist, verordnet?Und wer ' hat den ganzen Erdboden gesetzet ?

»«.38/4. Ps. 119/90.