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Bildads zweyte Rede. ' H i o b 48 . 49 .
Hiobs Elend.
Das 48 . Capitel.
Vrldad mischet Hiob unter die Gottlosen.
1. ^a antwortete Bildad von Suah, und^ sprach:
2. Wann wollt ihr der Rede ein Ende machen?Merket doch, darnach wollen wir reden.
3. Warum werden wir geachtet wie Vieh, undsind so unrein vor euern Augen?
Willst du vor Bosheit bersten? Meinest du,daß um deinet willen die Erde verlassen werde,und der Fels von seinem Ort versetzet werde?
s. Auch * wird das Licht der Gottlosen ver-löschen, und der Funke seines Feuers wird nicht
leuchten. * c. 21,17.
6 . Das Licht wird finster werden in seinerHütte, und seine Leuchte über ihm verlöschen.
7 . Die Zugänge seiner Habe werden schmalwerden, und sein Anschlag wird ihn fällen.
8 . Denn er ist mit seinen Füßen in Strickgebracht, und wandelt im Netz.
9. Der Strick wird seine Fersen halten, unddie Durstigen werden ihn erhaschen.
10. Sein Strick ist gelegt in die Erde, undseine Falle auf seinen Gang.
11. Um und um wird ihn * schrecken plötzlicheFurcht, daß er nicht weiß, wo er hinaus soll.
* 3 Mos. 26, 36 .
12. Hunger wird seine Habe seyn, und Unglückwird ihm bereitet seyn und anhangen.
13. Die Stärke seiner Haut wird verzehretwerden, und seine Stärke wird verzehren derFürst des Todes.
1^. Seine Hoffnung wird aus seiner Hüttegerottet werden, und sie werden ihn treiben zumKönige des Schreckens.
15. In seiner Hütte wird nichts bleiben, überseine Hütte wird Schwefel geftreuet werden.
16. Von unten werden verdorren seine Wur-zeln , und von oben abgeschnitten seine Ernte.
17. Sein * Gedächtniß wird vergehen im Lande,und wird keinen Nahmen haben auf der Gasse.
* Ps. S, 7 . Sprnchw. 10, 7 .
1 8 . Er wird vom * Licht in die Finsterniß ver-trieben werden, und vom Erdboden verstoßen
werden. *c. 3 «, i§.
19. Er wird keine Kinder haben, und keineNeffen unter seinem Volk; es wird ihm keinerüberbleiben in seinen Gütern.
20. Die nach ihm kommen, werden sich überseinen Tag entsetzen; und die vor ihm sind,wird eine Furcht ankommen.
21. * Das ist die Wohnung des Ungerechten;und dieß ist die Stätte deß, der Gott nicht achtet.
* c. 20, 29.
Das 49. Capitel.
Hiob redet von seinem Elend, und seinem Trost von der Auferstehung.
i.^iob antwortete, und sprach:
2. Was plaget ihr doch meine Seele,und peiniget mich mit Worten?
3 . Ihr habt mich nun zehnmahl gehöhnet,und schämet euch nicht, daß ihr mich also um-treibet.-
Irre ich, so irre ich mir.
5 . Aber ihr erhebet euch wahrlich wider mich,und scheltet mich zu meiner Schmach.
6 . Merket doch einst, daß mir Gott Unrechtthut, und hat mich mit seinem Jagestrick um-geben.
7 . Siehe, * ob ich schon schreye über Frevel,so werde ich doch nicht erhöret; ich rufe, undist kein Recht da. * c. M, 20. Ps. 69,4.
8. Er hat meinen Weg verzäunet, daß ich nichtkann hinüber gehen, und hat Finsterniß aufmeinen Steig gestellet.
9. Er hat meine Ehre mir ausgezogen, unddie Krone von meinem Haupt genommen.
10. Er hat mich zerbrochen um und um, undläßt mich gehen, und hat ausgerissen meineHoffnung wie einen Baum.
11. Sein Zorn ist über mich ergrimmet, und* er achtet mich für seinen Feind. * c. 33,10.
12. Seine Kriegsleute sind mit einander ge-kommen, und haben ihren Weg über mich ge-pflastert, und haben sich um meine Hütte hergelagert.
13. Er hat meine Brüder ferne von mir gethan-und meine Verwandten sind mir fremde geworden.
1^. Meine Nächsten haben sich entzogen, undmeine Freunde haben meiner vergessen.
15. Meine Hausgenossen und meine Mägdeachten mich für fremd, ich bin unbekannt ge-worden vor ihren Augen.
16. Ich rief meinen Knecht, und er antwortetemir nicht; ich mußte ihm flehen mit eigenemMunde.
17. Mein * Weib stellet sich fremd, wenn ich sierufe; ich muß flehen den Kindern meines Leibes.
* c. 2, 9.
18. Auch die jungen Kinder geben nichts aufmich; wenn ich mich wider sie setze, so gebensie mir böse Worte.
19 . Alle meine Getreuen haben Gräuel an mir;
und