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[1] (1821) [Altes Testament]
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502
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Rede.

HioV 15.

502 Eliphas zweyte

er nicht; oder ob sie geringe sind, deß wird ernicht gewahr.

22. Weil er das Fleisch an sich trägt, muß erSchmerzen haben; und weil seine Seele nochbey ihm ist, muß er leidetragen.

Das 15. Capitel.

EiiphaS will aus Hiob einen Heuchler machet».

1. ^>a antwortete Eliphas von Theman, und^ sprach:

2. Soll ein weiser Mann so aufgeblasene Wortereden, und seinen Bauch so blähen mit losenReden?

3. Du strafest mit Worten, die nicht taugen,und dein Reden ist kein nütze.

4. Du hast die Furcht fahren lassen, und redestzu verächtlich vor Gott.

s. Denn deine Missethat lehret deinen Mundalso, und hast erwählet eine schalkhaftige Zunge.

6. Dein Mund wird * dich verdammen, undnicht ich; deine Lippen sollen dir antworten.

' Matth. 12, 37.

7. Bist du der erste Mensch geboren? Bist duvor allen Hügeln empfangen?

8. * Hast du Gottes heimlichen Rath gehöret?Und ist die Weisheit selbst geringer, denn du?

* Esaj. 4o, 1Z. Rom. 11, 33. 34.

9. Was * weißt du, das wir nicht wissen?Was verstehest du, das nicht bey uns sey.

* c. 13, 2.

10. Es sind Graue und Alte unter uns, dielänger gelebet haben, denn deine Väter.

t i. Sollten Gottes Tröstungen so gering vordir gelten? Aber du hast irgend noch ein heim-liches Stück bey dir.

12. Was nimmt dein Herz vor? Was fiehestdu so stolz?

13. Was setzet sich dein Muth wider Gott,daß du solche Rede aus deinem Munde lässest?

14. Was ist ein Mensch, daß er sollte reinseyn, und daß der sollte gerecht seyn, der vomWeibe geboren ist?

16. Siehe, "unter seinen Heiligen ist keinerohne Tadel, und die Himmel sind nicht -k- rein

vor ihm. * c. 4, 18. H «. 23, 3.

16. Wie vielmehr ein Mensch, der ein Gräuelund schnöde ist, der Unrecht * säuft wie Wasser.

* «. 34, 7.

17. Ich will dirs zeigen, höre mir zu; undwill dir erzählen, was ich gesehen habe;

18. Was die Weisen gesagt haben, und ihrenVätern nicht verhohlen gewesen ist,

19. Welchen allein das Land gegeben ist, daßkein Fremder durch sie gehen muß.

20. )>er ' Gottlose bebet sein Lebenlang, unddem Tyrannen ist die Zahl seiner Jahre verborgen.

* Esaj. 48, 22.

21. Was er höret, das schrecket ihn; und wennes gleich Friede ist, fürchtet er sich, der Verder-ber komme;

22. Glaubet nicht, daß er möge dem Unglückentrinnen, und verstehet sich immer des Schwerts.

23. Er ziehet hin und her nach * Brot, und

dünket ihn immer, die Zeit seines Unglücks seyvorhanden. *«. i8,12.

24. Angst und Noth schrecken ihn, und * schlagenihn nieder, als ein König mit einem Heer.

* 3 Mos. 26, 21.

25. Denn er hat seine Hand wider Gott ge-strecket, und wider den Allmächtigen sich ge-sträubet.

26. Er läuft mit dem Kopf an ihn, und fichthalsstarrig wider ihn.

27. Er brüstet sich * wie ein fetter Wanst, undmacht sich fett und dick. * Ps. 73,7.

28. Er wird aber wohnen in verstörten Städ-ten , da keine Häuser sind, sondern auf einemHaufen liegen.

29. Er wird nicht reich bleiben, und sein Gutwird nicht bestehen, und sein Glück wird sichnicht ausbreiten im Lande.

- 30. Unfall wird nicht von ihm lassen. DieFlamme wird seine Zweige verdorren, und durchden Odem ihres Mundes ihn wegfressen.

31. Er wird nicht bestehen, denn er ist in sei-nem eiteln Dünkel betrogen, und eitel wird seinLohn werden.

32. Er wird * ein Ende nehmen, wann es ihmuneben ist; und sein Zweig wird nicht grünen.

* e. 22,16.

33. Er wird abgerissen werden, wie eine un-zeitige Traube vom Weinstock, und wie einOehlbaum seine Blüthe abwirft.

34. Denn der Heuchler Versammlung wirdeinsam bleiben; und das Feuer wird die Hüttenfressen, die Geschenke nehmen.

35. Er * gehet schwanger mit Unglück, undgebieret Mühe, und ihr Bauch bringet Fehl.

' Ps. 7, 13. Esaj. 39, 4.

Das 16. Capitel.

Hiob bezeuget seine Unschuld.

i.^>iob antwortete, und sprach:

2. Ich habe solches oft gehöret. Ihrseyd allzumahl leidige Tröster.