Druckschrift 
[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
500
Einzelbild herunterladen
 

/

500

Hiobs Antwort.

Hiob 11. 12. 13. Hiob bestraft seine Freunde.

17. Und die Zeit deines Lebens würde aufge-hen, wie der Mittag; und das Finstere würdeein lichter Morgen werden.

18. Und dürftest dich deß trösten, daß Hoff-nung da sey; und würdest mit Ruhe in dasGrab kommen.

19. Und " würdest dich legen, und Niemand

würde dich anfschrecken; und viele würden vordir flehen. * 3 Mos. 26,6. Ps 3,6.

20. Aber die Augen der Gottlosen werdenverschmachten, und werden nicht entrinnen mö-gen ; denn ihre" Hoffnung wird ihrer Seele fehlen.

* c. 8/ 13.

Das 12. Capitel.

Hiob fängt an sich widcr Zophar und die andern Trcunde zu der-antworten.

antwortete Hiob, und sprach:

2. Ja, ihr ftyd die Leute, n?it euchwird die Weisheit sterben!

3. Ich habe so wohl ein Herz, als ihr, undbin * nicht geringer, denn ihr; und wer ist es,der solches nicht wisse? * c. 13,2.

Wer von seinem Nächsten verlachet wird,der wird Gott anrufen, der wird ihn erhören."Der Gerechte und Fromme muß verlachet seyn,

* c. 17/ 6.

5. Und ist ein verachtetes Lichtlein vor denGedanken der Stolzen; stehet aber, daß ße sichdaran ärgern.

6. Der Verstörer Hütten haben die Fülle, undtoben frech wider Gott; wiewohl es ihnen Gottin ihre Hände gegeben hat.

7. Frage doch das Vieh, das wird dichs leh-ren , und die Vögel unter dem Himmel, diewerden dirs sagen.

8. Oder rede mit der Erde, die wird dichslehren, und die Fische im Meer werden dirserzählen.

9. Wer weiß solches alles nicht, daß des HerrnHand das gemacht hat?

10. Daß in seiner Hand ist" die Seele alles

deß, das da lebet, und der Geist alles Fleischeseines Jeglichen? * Ap. Gesth. 17/ 23.

11. "Prüfet nicht das Ohr die Rede? Undder Mund schmecket die Speise? " c. 3^ 3.

12. Ja, bey den Großvätern ist die Weisheit ,nnd der Verstand bey den Alten.

13. Bey * Ihm ist Weisheit und Gewalt,

Rath und Verstand. " Svr. 8/ n.

1^. Siehe, wenn er zerbricht, so hilft keinBguen; wenn " er Jemand verschließt, kannNiemand aufmachen. * Es«. 22,22.. Offcnb. 3 / 7.

15. Siehe, wenn er das Wasser verschließt,so wird alles dürre; und wenn er es ausläßt,so kehret er das Land um.

16. Er ist stark, und führet es aus. Sein ist,der da irret, und der da verführet.

17. Er führet die Klugen, wie einen Raub,und machet die Richter toll.

18. Er löset auf der Könige Zwang, und gür-tet mit einem Gürtel ihre Lenden.

19. Er führet die Priester, wie einen Raub",und lasset es fehlen den Festen.

20. Er wendet weg die Lippen der Wahrhaf-tigen , und nimmt weg die Sitten der Alten.

21. Er schüttet Verachtung auf die Fürsten,und macht den Bund der Gewaltigen los.

22. Er öffnet die finstern Gründe, und bringetheraus das Dunkle an das Licht.

23. Er macht Etliche zum großen Volk, undbringet fie wieder um. Er breitet ein Volk aus,und treibet es wieder weg.

22,. Er nimmt weg den Muth der Oberstendes Volks im Lande, und macht fie irre aufeinem Umwege, da kein Weg ist,

25. Daß sie in der Finsterniß tappen ohne Licht,und macht fie irre, wie die Trunkenen.

Das 13. Capitel.

Hiob führet in seiner Verantwortung fort.

1. Aiehe, das hat alles mein Aug gesehen,^ und mein Ohr gehöret; und habe es

verstanden.

2. Was ihr wisset, das weiß ich auch; undbin " nicht geringer, denn ihr. " 12/ 3.

3. Doch wollte ich gern wider den Allmächti-gen reden, und wollte gern mit Gott rechten.

>1. Denn ihr deutet es fälschlich, und ftyd alleunnütze Aerzte.

5. Wollte Gott, ihr schwieget; so würdet ihrweift.

6. Höret doch meine Strafe, und merket aufdie Sache, davon ich rede.

7. Wollt ihr Gott vertheidigen mit Unrecht,und vor ihm List brauchen?

8. Wollt ihr seine Person anfthen? Wollt ihrGott vertreten?

9. Wird es euch auch wohl gehen, wenn ereuch richten wird? Meinet ihr, daß ihr ihntäuschen werdet, wie man einen Menschen täu-schet ?

10. Er wird euch strafen, wo ihr Person anfthetheimlich.