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Hiob verflucht feinen
Hioh 2. 3. 4.
Geburtstag aus Ungeduld.
9. Und sein * Weib sprach zu ihm: Hältst dunoch fest an deiner Frömmigkeit? Ja, segne Gott
(gieb Gott den Abschied) Uttd stirb. * c. -9/ 17.
10. Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie dienärrischen Weiber reden. Haben wir Gutesempfangen von Gott; und sollten das Böse nichtauch annehmen? In * diesem allen versündigtefich Hiob nicht mit seinen Lippen. ' e. i, 22 .
11. Da aber die drey Freunde Hiobs höretenalles das Unglück, das über ihn gekommen war,kamen sie, ein Jeglicher aus seinem Ort, * Eli-phas von Theman, Bildad von Suah, undZophar von Naema. Denn fie wurden eins,daß fie kämen ihn zu klagen und zu trösten.
* 1 Mos. 36, 4. 15.
12. Und da ste ihre Augen aufhoben von ferne,
kannten fie ihn nicht, und hoben auf ihre Stimmeund weineten; und ein Jeglicher' zerriß seinKleid, und sprengeten Erde auf ihr Haupt genHimmel; * Esaj. 37 , 1 .
13. Und saßen mit ihm auf der Erde siebenTage und sieben Nächte, und redeten nichts mitihm; denn sie sahen, daß der Schmerz sehrgroß war.
Das 3. Capitel.
Hiobs Wehklage und Ungeduld.
1. Darnach that Hiob seinen Mund auf, und^ verfluchte seinen Tag.
2. Und Hiob sprach:
3. Der * Tag müße verloren seyn, darinnenich geboren bin, und die Nacht, da man sprach:Es ist ein Männlein empfangen.
* c. 10 , 18 . Zer. 20 , 14.
4 . Derselbe Tag müße finster seyn, und Gottvon oben herab müße nicht nach , ihm fragen,kein Glanz müße über ihn scheinen.
s. Finsterniß und Dunkel müßen ihn überwäl-tigen , und dicke Wolken müßen über ihm blei-ben, und der Dampf am Tage mache ihn gräßlich.
6. Die Nacht müße ein Dunkel einnehmen,und müße fich nicht unter den Tagen des Jah-res freuen, noch in die Zahl der Monathekommen.
7. Siehe, die Nacht müße einsam seyn undkein Jauchzen darinnen seyn.
8. Es verfluchen sie die Verflucher des Tages,und die da bereit sind zu erwecken den Levia-than.
9. Ihre Sterne müßen finster seyn in ihrerDämmerung; sie hoffe auf das Licht, und kommenicht, und müße nicht sehen die Augenbraunender Morgenröthe,
10. Daß sie nicht verschlossen hat die Thürmeines Leibes, und nicht verborgen das Unglückvor meinen Augen.
11. Warum bin ich nicht gestorben von Mut-terleibe an? Warum bin ich nicht umgekvmmen,da ich aus dem Leibe kam?
12. Warum hat man mich auf den Schooßgesetzet? Warum bin ich mit Brüsten gesäuget?
13. So läge ich doch nun und wäre stille,schliefe und hätte Ruhe,
14. Mit den Königen und Rathsherren aufErden, die das Wüste bauen;
15 . Oder mit den Fürsten, die Gold haben undihre Häuser voll Silber sind;
16. Oder wie eine unzeitige Geburt verborgen,und nichts wäre, wie die jungen Kinder, die dasLicht nie gesehen haben.
17. Daselbst müßen doch aufhören die Gottlo,sen mit Toben; daselbst ruhen doch, die vieleMühe gehabt haben.
18. Da haben doch mit einander Frieden dieGefangenen, und hören nicht die Stimme desDrängers.
19. Da find beyde, Klein und Groß; Knechtund der von seinem Herrn frey gelassen ist.
20. Warum ist das Licht gegeben dem Müh-seligen, und das Leben den betrübten Herzen?
21. (Die des Todes "warten, und kommt nicht,und grüben ihn wohl aus dem Verborgenen,
* Offenb. 9, 6.
22. Die sich sehr freuen, und sind fröhlich,daß sie das Grab bekommen,)
23. Und dem Manne, deß Weg verborgen istund Gott vor ihm denselben bedecket?
24 . Denn " wann ich essen soll, muß ich seuf-zen, und mein Heulen führet heraus wie Wasser.
* Ps. 102/ 10.
25. Denn das ich gefürchtet habe, ist über michgekommen, und das ich besorgte, hat mich ge-troffen.
26. War ich nicht glückselig? War ich nichtfein stille? Hatte ich nicht gute Ruhe? Undkommt solche Unruhe.
Das 4. Capitel.
Elipba- fängt an Hiob zu bestrafen.
1. Z>a antwortete Eliphas von Theman, und
sprach:
2. Du hast es vielleicht nicht gern, so man ver-sucht mit dir zu reden; aber wer kann sichs ent-halten ?
3. Stehe, du hast Viele unterwiesen und"
lasse Hände gestartet; * Ebr. 12,12.