Hiobs Verlust, Gelassenheit H i o h 1. 2.
und Krankheit.
493
5. Und wenn ein Tag des Wohllebens umwar, sandte Hiob hin, und heiligte sie, undmachte sich des Morgens frühe auf, und opferteBrandopfer nach ihrer aller Zahl. Denn Hiobgedachte: Meine Söhne möchten gefündiget,und Gott gesegnet (hintangesetzt) haben in ihren Her-zen. Also that Hiob alle Tage.
6 . Es begab sich aber auf einen Tag, da die*Kinder Gottes kamen und vor den Herrn traten;kam der Satan auch unter ihnen. * c. 2,1.
7. Der Herr aber sprach zu dem Satan: Wo
kommst du her? Satan antwortete dem Herrnund sprach: Ich habe * das Land umher durch-zogen. * 1 Pet. 3, 8.
8 . Der Herr sprach zum Satan: Hast du
nicht Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob?Denn es ist seines gleichen nicht im Lande,* schlecht und recht, gottesfürchtig, und meidetdas Böse. *<.2,3.
9. Satan antwortete dem Herrn, und sprach:Meinest du, daß Hiob umsonst Gott fürchtet?
10. Hast Du doch ihn, sein Haus und alles,was er hat, rings umher verwahret. Du Haftdas Werk seiner Hände gesegnet, und sein Guthat sich ausgebreitet im Lande.
11. Aber recke deine Hand aus, und taste analles, was er hat; was gilts, er wird dich in
das Angesicht segnen? (Dir in das Angesicht den Gehorsamaufsagen?)
12. Der Herr sprach zum Satan: Siehe,alles, was er hat, sey in deiner Hand ; ohneallein an ihn selbst lege deine Hand nicht. Daging der Satan aus von dem Herrn.
13. Des Tages aber, da seine Söhne und Töch-ter aßen und tranken Wein in ihres BrudersHause, des Erstgebornen;
1^. Kam " ein Bothe zu Hiob, und sprach:Die Rinder pflügten, und die Eselinnen gingenneben ihnen auf der Weide; *1 Sam. 4/ 12.
15. Da fielen die aus dem Reich Arabien her-ein, und nahmen sie, und schlugen die Knabenmit der Schärfe des Schwerts; und ich bin alleinentronnen, daß ich dirs ansagte.
16. Da der noch redete, kam ein anderer undsprach: Das Feuer Gottes siel vom Himmel,und verbrannte Schafe und Knaben, und ver-zehrte sie; und ich bin allein entronnen, daßich dirs ansagte.
17. Da der noch redete, kam einer und sprach:Die Chaldäer machten drey Spitzen, und über-fielen die Kameele, und nahmen sie, und schlugendie Knaben mit der Schärfe des Schwerts; und
ich bin allein entronnen, daß ich dirs ansagte.
18. Da der noch redete, kam einer und sprach:Deine Söhne und Töchter aßen und tranken imHause ihres Bruders, des Erstgebornen;
19. Und siehe, da kam ein großer Wind vonder Wüste her, und stieß auf die vier Ecken desHauses, und warf es auf die Knaben, daß siestarben; und ich bin allein entronnen, daß ichdirs ansagte.
20. Da stand Hiob auf, und "zerriß sein Kleid,
und raufte sein Haupt, und fiel auf die Erde,und bethete an, * Eft« 9,3.
21. Und sprach: Ich bin nackend * von meiner
Mutter Leibe gekommen, nackend werde ich wie-der dahin fahren. Der Herr hat es gegeben,der Herr hat es genommen; der Nähme desHerrn sey gelobet! * Prcd. 3 /14. 1 Nm. 6 ,7.
22. In allem diesem sündigte Hiob nicht, undthat nichts Thörichtes wider Gott.
Das 2. Capitel.
Hiob am Leibe geplagct/ wird verachtet und besucht.
i.l^s begab sich aber des Tages, da die Kin-^ der Gottes kamen und traten vor denHerrn, daß Satan auch unter ihnen kam, undvor den Herrn trat.
2. Da sprach der Herr zu dem Satan: Wokommst du her? Satan antwortete dem Herrn,und sprach: Ich habe das Land * umher durchzogen.
* 1 Pet. 3, 8.
3. Der Herr sprach zu dem Satan : Hast dunicht Acht auf meinen Knecht Hiob gehabt?Denn es ist seines gleichen im Lande nicht, *schlecht und recht, gottesfürchtig, und meidetdas Böse, und hält noch fest an seiner Fröm-migkeit; du aber hast mich bewogen, daß ichihn ohne Ursach verderbet habe. * c. 1,1. 8 .
Satan antwortete dem Herrn, und sprach:Haut für Haut; und alles, was ein Mann hat,läßt er für sein Leben.
5. Aber recke deine Hand aus, und taste seinGebein und Fleisch an; was gilts, er wirddich in das Angesicht segnen?
6 . Der Herr sprach zu dem Satan: Sieheda, er sey in deiner Hand; doch schone seines
7 . Da fuhr der Satan aus vom Angesichtdes Herrn, und schlug Hiob mit bösen Schwären* von der Fußsohle an bis auf seine Scheitel.
* Esai. 1/ 6.
8 . Und er nahm eine Scherbe, und schabtesich, und saß in der Asche.