316 Absalom 2 Samuelis 14. wiedergebracht.
zu viel werden, M verderben, und meinen Sohnnicht vertilgen. Er sprach: So wahr der Herrlebet, * es soll kein Haar von deinem Sohneauf die Erde fallen. * i Sam. 14,45. 1 Kon. i, 32.
12. Und das Weib sprach: Laß deine Magdmeinem Herrn Könige etwas sagen. Er sprach:Sage her.
4 3. Das Weib sprach: Warum hast du einsolches gedacht wider Gottes Volk, daß derKönig ein solches geredet hat, daß er sich ver-schuldige, und seinen Verstoßenen nicht wiederhohlen lasset?
1^. Denn * wir sterben des Todes, und wiedas Wasser in die Erde verschliefet, das mannicht aufhält; und -k Gott will nicht das Lebenwegnehmen, sondern bedenket sich, daß nicht dasVerstoßene auch von ihm verstoßen werde.
* Ps. 89/ 49. 1- Ezech. 18/ 23.
15. So bin ich nun gekommen, mit meinemHerrn Könige solches zu reden; denn das Volkmacht mir bange. Denn deine Magd gedachte:Ich will mit dem Könige reden; vielleicht wirder thun, was seine Magd saget.
16. Denn er wird seine Magd erhören, daßer mich errette von der Hand aller, die michsammt meinem Sohne vertilgen wollen vomErbe Gottes.
17. Und deine Magd gedachte: Meines Herrn,des Königs, Wort soll mir ein Trost seyn;denn mein Herr, der König, ist * wie ein EngelGottes, daß er Gutes und Böses hören kann.Darum wird der Herr, dein Gott, mit dir seyn.
* c. 19, 27.
18. Der König antwortete, und sprach zumWeibe: Läugne mir nicht, was ich dich frage.Das Weib sprach: Mein Herr, der König,rede.
is. Der König sprach: Ist nicht die HandIoabs mit dir in diesem allem? Das Weibantwortete und sprach: So wahr deine Seelelebet, mein Herr König, es ist Niemand anders,weder zur Rechten noch zur Linken, denn wiemein Herr, der König, geredet hat. Denn deinKnecht Joab hat mirs gebothen, und er hatsolches alles deiner Magd eingegeben;
20. Daß ich diese Sache also wenden sollte,das hat dein Knecht Joab gemacht. Aber meinHerr ist weise, wie die Weisheit eines EngelsGottes, daß er merket alles auf Erden.
21. Da sprach der König zu Joab : Siehe, ichhabe solches gethan; so gehe hin, und bringeden Knaben Absalom wieder.
22. Da fiel * Joab auf sein Antlitz zur Erden,und bethete an, und dankte dem Könige, undsprach: Heute merket dein Knecht, daß ich Gnadegefunden habe vor deinen Augen, mein HerrKönig; daß der König thut, was sein Knecht sagt.
* c. 9/ 6.
23. Also machte sich Joab auf, und zog gen*Gesur; und brachte Absalom gen Jerusalem.
* c. 3/ 3. e. 13/ 37.
27,. Aber der König sprach: Laß ihn wiederin sein Haus gehen, und mein Angesicht nichtsehen. Also kam Absalom wieder in sein Haus,und sah des Königs Angesicht nicht.
25. Es war aber in ganz Israel kein Mannso' schön als Absalom, und hatte dieses Lob vorallen; von seiner Fußsohle an, bis auf seineScheitel, war nicht ein Fehler an ihm.
* 1 Mos. 39/ 6.
26. Und wenn man sein Haupt beschor, (dasgeschah gemeiniglich alle Jahre, denn es warihm zu schwer, daß mans abscheren mußte)so wog sein Haupthaar zwey hundert Sekel,nach dem königlichen Gewicht.
27. Und Absalom wurden drey Söhne gebo-ren, und eine Tochter, die hieß Thamar, undwar ein Weib schön von Gestalt.
28. Also blieb Absalom zwey Jahre zu Jeru-salem , daß er des Kömgs Angesicht nicht sah.
29. Und Absalom sandte nach Joab, daß erihn zum Könige sendete, und er wollte nichtzu ihm kommen. Er aber sandte zum andernMahl, noch wollte er nicht kommen.
30. Da sprach er zu seinen Knechten: Sehetdas Stück Acker Ioabs neben meinem, und erhat Gerste darauf; so gehet hin, und stecket esmit Feuer an. Da steckten die Knechte Absa-loms das Stück mit Feuer an.
31. Da machte sich Joab auf, und kam zuAbsalom ins Haus, und sprach zu ihm: Warumhaben deine Knechte mein Stück mit Feuerangesteckt?
32. Absalom sprach zu Joab: Siehe, ich sandtenach dir und ließ dir sagen: Komm her, daßich dich zum Könige sende, und sagen lasse:Warum bin ich von Gesur gekommen? Es wäremir besser, daß ich noch da wäre. So laß michnun das Angesicht des Königs sehen: Ist abereine Missethat an mir, so tödte mich.
33. Und Joab ging hinein zum Könige, undsagte es ihm an. Und er rief den Absalom,daß er hinein zum Könige kam: Und er bethetean auf seinem Antlitz zur Erde vor dem Könige;und der König * küssete Absalom. * Luc. i-, -o.