Druckschrift 
[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
276
Einzelbild herunterladen
 

/

276 Saul suchet Samuel, 1 Samuelis 9. 10. speiset mit ihm, und wir-gesalbet.

1 i. Und zur Stadt hinauf kamen, fanden sieDirnen, die heraus gingen, Wasser zu schöpfen.Zu denselben sprachen sie: Ist der * Seher hier?

* 1 Chr. 10/ 22 .

12. Sie antworteten ihnen, und sprachen:Ja, siehe, da ist er; eile, denn er ist heute indie Stadt gekommen, weil das Volk heute zuopfern hat auf der Höhe.

13. Wenn ihr in die Stadt kommt, so werdetihr ihn finden, ehe denn er hinauf gehet auf dieHöhe zu essen. Denn das Volk wird nicht essen,bis er komme; sintemahl er segnet das Opfer,darnach essen die, so geladen sind. Darum sogehet hinauf, denn jetzt werdet ihr ihn eben an-tressen.

i^. Und da sie hinauf zur Stadt kamen,und mitten in der Stadt waren; siehe, daging Samuel heraus ihnen entgegen, undwollte auf die Höhe gehen.

15. Aber der Herr hatte Samuel seinen Oh-ren geoffenbaret einen Tag zuvor, ehe dennSaul kam, und gesagt:

16. Morgen um diese Zeit will ich * einen

Mann zu dir senden, aus dem Lande Benja-min ; den sollst du zum Fürsten salben, übermein Volk Israel, daß er mein Volk erlöse vonder Philister Hand. Denn ich habe mein Volkaugesehen, und sein Geschrey ist vor mich ge-kommen. * Ap. Gesch. 13/ 21 .

17. Da nun Samuel Saul ansah, antwor-tete ihm der Herr: Siehe, das ist der Mann,davon ich dir gesagt habe, daß er über meinVolk herrsche.

18. Da trat Saul zu Samuel unter demThor, und sprach: Sage mir, wo ist hier desSehers Haus?

19. Samuel antwortete Saul, und sprach:Ich bin der Seher; gehe vor mir hinauf aufdie Höhe, denn ihr sollt heute mit mir esseu;Morgen will ich dich lassen gehen, und alles,was in deinem Herzen ist, will ich dir sagen.

20. Und um die Eselinnen, die du vor dreyenTagen verloren Haft, bekümmere dich jetzt nicht;sie sind gefunden. Und weß wird seyn alles,was das Beste ist in Israel? Wirds nicht deinund deines Vaters ganzen Hauses seyn?

2 i. Saul autwortete: Bin ich nicht ein Sohnvon Jemini, und von den geringsten Stäm-men Israels, und mein Geschlecht das * kleinsteunter allen Geschlechtern der Stämme Benja-mins ? Warum sagst du denn mir solches?

* c. 12/ 17.

22. Samuel aber nahm Saul und seinen Kna-ben , und führete sie in die Eßlaube, und setztesie oben an unter die, so geladen waren, dererwaren bey dreyßig Mann.

23. Und Samuel sprach zu dem Koch: Gibher das Stück, das ich dir gab und befahl, dusolltest es bey dir behalten.

2^1. Da trug der Koch eine Schulter auf, unddas daran hing. Und er legte es Saul vor,und sprach: Siehe, das ist übergeblieben, legevor dich, und; denn es ist auf dich behalten ,eben auf diese Zeit, da ich das Volk lud. Also Saul mit Samuel des Tages.

25. Und da sie hinab gingen von der Höhezur Stadt, redete er mit Saul auf dem Dache.

26. Und standen frühe auf; und da die Mor-genröthe aufging, rief Samuel den Saul aufdem Dache und sprach: Auf! daß ich dich gehenlasse. Und Saul machte sich auf, und diebeyde gingen mit einander hinaus, er und Sa-muel.

27. Und da sie kamen hinab an der StadtEnde, sprach Samuel zu Saul: Sage demKnaben, daß er vor uns hingehe (und er gingvorhin); du aber stehe jetzt stille, daß ich dirkund thue, was Gott gefaget hat.

Das 10. Capitel.

Saul zum Könige gesalbet und vorgestcllct.

1. ^>a nahm * Samuel ein Oehlglas, und goß^ auf sein Haupt, und küssete ihn, und

sprach: Siehest du, i- daß dich der Herr zumFürsten über sein Erbtheil gesalbet hat?

* e. 12/ i. 1- Ap. Gesch. 13 / 21.

2. Wenn du jetzt von mir gehest , so wirst duzweeu Männer finden bey dem * Grabe Rahels,in der Grenze Benjamin, zu Zelzah, die werdenzu dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden, diedu zu suchen bist gegangen; und siehe, -!- deinVater hat die Esel aus der Acht gelassen, undsorget um Euch und spricht: Was soll ich ummeinen Sohn thun ? * i M»s. 33/19. i-1 Sam. 9/ 2.

3. Und wenn du dich von dannen weiter wen-dest, so wirft du kommen zu der Eiche Thabor;daselbst werden dich antreffen drey Männer, diehinauf gehen zu Gott gen BethEl. Einer trägtdrey Böcklein, der andere drey Stücke Brot,der dritte eine Flasche mit Wein.

Und sie werden dich freundlich grüßen, unddir zwey Brote geben. Die sollst du von ihrenHänden nehmen.