Verlorene Eselinnen. 275
Samuel zeiget dessen Recht an. 1 Samuelis 8. 9.
8. Sie thun dir, wie sie immer gethan habenvon dem Tage an, da ich sie aus Egypten füh-rete, bis auf diesen Tag, und haben mich ver-lassen, und andern Göttern gedienet.
9. So gehorche nun ihrer Stimme. Dochbezeuge ihnen und verkündige ihnen das Rechtdes Königs, der über sie herrschen wird.
10. Und Samuel sagte alle Worte des Herrndem Volk, das von ihm einen König forderte.
11. Das wird des Königs Recht seyn, derüber euch herrschen wird: Eure Söhne wird ernehmen zu seinem Wagen, und Reitern, dievor seinem Wagen hertraben;
12. Und zu Hauptleuten über tausend, undüber fünfzig, und zu Ackerleuten, die ihm seinenAcker bauen, und zu Schnittern in seiner Ernte,und daß sie seinen Harnisch, und was zu seinemWagen gehöret, machen.
13. Eure Töchter aber wird er nehmen, daßsie Apothekerinnen, Köchinnen und Beckerinnenseyen.
i^. Eure besten Aecker und Weinberge undOelgärten wird er nehmen, und seinen Knechtengeben.
is. Dazu von eurer Saat und Weinbergenwird er den Zehnten nehmen, und seinen Käm-merern und Knechten geben.
16. Und eure Knechte und Mägde, und eurefeinsten Jünglinge, und eure Esel wird er neh-men, und seine Geschäfte damit ansrichten.
17. Von euern Herden wird er den Zehntennehmen, und ihr müßet seine Knechte seyn.
18. Wenn ihr dann schreyen werdet zu derZeit über euern König, den ihr euch erwählethabt; so wird euch der Herr zu derjenigen Zeitnicht erhören.
is. Aber das Volk wegerte sich zu gehorchender Stimme Samuels, und sprachen: MitNichten, sondern es soll ein König über unsseyn;
20. Daß wir auch seyen wie alle andere Hei-den , daß uns unser König richte und * vor unsher ausziehe, wenn wir unsere Kriege führen.
* 4 Mos. 27, 17.
21. Da gehorchte Samuel allem dem, das dasVolk sagte, und sagte es vor den Ohren desHerrn.
22. Der Herr aber sprach zu Samuel: * Ge-horche ihrer Stimme, und mache ihnen einenKönig. Und Samuel sprach zu den MännernIsrael: Gehet hin, ein Jeglicher in seine Stadt.
* vers' 7. S.
Das 9. Capitel.
Saul, der ernannte König in Israel, ist Samuels Gast.
1. f^s war aber ein Mann von Benjamin,^ mit Nahmen Kis, ein Sohn AbiEls,
des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechoraths,des Sohnes Apiah, des Sohnes eines MannesJemini; * ein weidlicher (begüterter) Mann.
* Ruth 2, 1.
2. Der hatte einen Sohn, mit Nahmen Saul;der war ein junger * feiner Mann, und es warkein feinerer unter den Kindern Israel, eines-!- Haupts länger, denn alles Volk.
* 2 Sam. 14, 2 L. -s i Sam. 10 , 2 Z.
3. Es hatte aber Kis, der Vater Sauls,seine Eselinnen verloren, und er sprach zu sei-nem Sohne Saul: Nimm der Knaben einenmit dir, mache dich auf, gehe hin, und suchedie Eselinnen.
-4. Und er ging durch das Gebirge Ephraim,und durch das Land Salisa, und sie fanden sienicht; sie gingen durch das Land Saalim, undsie waren nicht da; sie gingen durch das LandJemini, und fanden sie nicht,s. Da sie aber kamen ins Land Zuph, sprachSaul zu dem Knaben, der mit ihm war: Komm,laß uns wieder heim gehen; mein ' Vater möchtevon den Eselinnen lassen, und für Uns sorgen.
* c, io, 2 .
6. Er aber sprach: Siche, es ist ein berühm-ter Mann Gottes in dieser Stadt; alles, waser sagt, das geschiehst. Nun laß uns dahingehen; vielleicht sagt er uns unfern Weg, denwir gehen.
7. Saul aber sprach zu seinem Knaben: Wennwir schon hingchen, was bringen wir dem Man-ne? Denn das Brot ist dahin aus unserm Sack,so haben wir sonst keine Gabe, die wir demManne Gottes bringen. Was haben wir?
8. Der Knabe antwortete Saul wieder, undsprach: Siehe, ich habe ein Viertheil eines sil-bernen Sekels bey mir; den wollen wir demManne Gottes geben, daß er uns unfern Wegsage.
9. Vorzeiten in Israel, wenn man ging Gottzu fragen, sprach man: Kommt, laßt uns gehenzu dem Seher. Denn die man jetzt Prophetenheißt, die hieß man vorzeiten Seher.
10. Saul sprach zu seinem Knaben : Du hastwohl geredet; komm, laß uns gehen. Und dasie hingingen zu der Stadt, da der MannGottes war,
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