266 Ruth liefet wieder Aehren, R u tchen, so ich doch nicht bin als deiner Mägde
eine. * 1 Mos. 30/ 27. -i- Nicht. 19/ 3.
1^. Boas sprach zu ihr: Wenn es Essens Zeitist, so mache dich hier herzu, und iß des Brots,und tunke deinen Bissen in den Eßig. Und siesetzte sich zur Seite der Schnitter. Er aberlegte ihr Sangen vor; und sie "aß, und wardsatt, und ließ übrig. "2 K»„. .§/
15. Und da sie sich aufmachte zu lesen, gebothBoas seinen Knaben, und sprach: Lasset sie auchzwischen den Garben lesen, und beschämet sienicht;
16. Auch von den "Hausen lasset überbleiben,und lasset liegen, daß sie es auflese; und Nie-mand schelte sie darum. * 3 Mos. 23/ 22.
17. Also las sie auf dem Felds bis zu Abend,und schlug es aus, was sie aufgelesen hatte;und es war bey einem Epha Gerste.
18. Und sie hob es auf, und kam in dieStadt; und ihre Schwieger sah es, was siegelesen hatte. Da zog sie hervor, und gab ihr,was ihr übrig geblieben war, davon sie satt wargeworden.
19. Da sprach ihre Schwieger zu ihr: Wohast du heute gelesen, und wo hast du gearbei-tet ? Gesegnet sey, der dich erkannt hat. Sieaber sagte es ihrer Schwieger, bey wem siegearbeitet hätte, und sprach: Der Mann, beydem ich heute gearbeitet habe, heisset Boas.
20. Naemi aber sprach zu ihrer Schnur: Ge-segnet sey er dem Herrn, denn er hat seineBarmherzigkeit nicht gelassen, beydes an denLebendigen und an den Todten. Und Naemisprach zu ihr: Der Mann gehöret uns zu, undist unser Erbe.
21. Ruth, die Moabitinn, sprach: Er sprachauch das zu mir: Du sollst dich zu meinenKnaben halten, bis sie mir alles eingeerntet haben.
22. Naemi sprach zu Ruth, ihrer Schnur:Es ist besser, meine Tochter, daß du mit seinenDirnen ausgehest, auf daß nicht Jemand dirdarein rede auf einem andern Acker.
23. Also hielt sie sich zu den Dirnen Boas,daß sie las, bis daß die Gerftenernte und Wei-zenernte aus war; und kam wieder zu ihrerSchwieger.
Das 3. Capitel.
Ruth bekommt wegen künftiger Heirath guten Bescheid.
i.Nnd Naemi, ihre Schwieger, sprach zu ihr:^ Meine Tochter, ich will dir" Ruhe schas-sen , daß dirs wohl gehe. ' c. i, s.
h 2 . 3 . leget sich zu Boas Füßen.
2. Nun der Boas, unser Freund, bey deß* Dirnen du gewesen bist, worfelt diese NachtGerste auf seiner Tenne. * c. 2/ 8 .
3. So bade dich, und salbe dich, und legedein Kleid an, und gehe hinab auf die Tenne,daß dich Niemand kenne, bis man ganz gegessenund getrunken hat.
-ä. Wenn er sich dann leget, so merke den Ort,da er sich hinlegt; und komm, und decke auf zuseinen Füßen, und lege dich; so wird er dirwohl sagen, was du thun sollst.
5. Sie sprach zu ihr: * Alles, was du mirsagest, will ich thun. *2 Mos. 19 /8.
6 . Sie ging hinab zur Tenne, und that alles,wie ihre Schwieger gebothen hatte.
7. Und da Boas gegessen und getrunken hatte,ward sein Herz guter Dinge, und kam und legtesich hinter eine Mandel (Haufen Garben) ; und siekam leise, und deckte auf zu seinen Füßen, undlegte sich.
8. Da es nun Mitternacht ward, erschrak derMann, und erschütterte; und siehe, ein Weiblag zu seinen Füßen.
9. Und er sprach: Wer bist du? Sie antwor-
tete: Ich bin Ruth, deine Magd. " Breitedeinen Flügel über deine Magd, denn du bistder Erbe. "Ez. 16,«.
10. Er aber sprach: " Gesegnet seyst du demHerrn, meine Tochter; du Haft eine bessere Barm-herzigkeit hernach gethan, denn vorhin, daß dunicht bist den Jünglingen nachgegangen, wederreich, noch arm. * Nicht. 17/ 2. 1 Sam. i^ 13.
11. Nun, meine Tochter, fürchte dich nicht.Alles, was du sagst, will ich dir thun; denndie ganze Stadt meines Volks weiß, daß duein tugendsames Weib bist.
12. Nun, es ist wahr, daß ich der Erbe bin,aber es ist einer näher, denn ich.
1 3 . Bleibe über Nacht. Morgen, so er dichnimmt, wohl; gelüstet es ihn aber nicht dich zunehmen, so will ich dich nehmen, so "wahr derHerr lebet. Schlaf bis Morgen. ' 1 Sam. 14 / 43.
1^. Und sie schlief bis Morgen zu seinen Fü-ßen. Und sie stand auf, ehe denn Einer denAndern kennen mochte; und er gedachte, daßnur Niemand inne werde, daß ein Weib in dieTenne gekommen sey.
15. Und sprach: Lange her den Mantel, dendu anhaft, und halt ihn zu. Und sie hielt ihnzu. Und er maß sechs Maß Gerste, und legtees auf sie. Und er kam in die Stadt.
16. Sie aber kam zu ihrer Schwieger, die