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Naemi und Ruth
reisen gen Bethlehem.
N u t l) 4.
is. Da reuete es das Volk über Benjamin,daß der Herr einen Riß gemacht hatte in denStämmen Israels.
16. Und die Aelteften der Gemeine sprachen:Was wollen wir thun, daß die Uebrigen auchWeiber kriegen? Denn die Weiber in Benja-min find vertilget.
17 . Und sprachen: Die Uebrigen von Benja-min mäßen ja ihr Erbe behalten, daß nichtein Stamm ausgetilget werde von Israel.
18. Und wir können ihnen unsere Töchter nichtzu Weibern geben. Denn die Kinder Israelhaben * geschworen, und gesagt: Verflucht sey,der den Benjaminitern ein Weib gibt. * v. i. 7.
19. Und sie sprachen: Siehe, es ist ein Jahrs-fcst des Herrn zu Silo, die zu Mittcrnacht-wärts liegt gegen BethTl, gegen der SonnenAufgang, auf der Straße; da man hinaufgehet, von BethEl gen Sichern ; und vonMittagwärts liegt sie gegen Libona.
20. Und sie gebothen den Kindern Benjamin,und sprachen: Gehet hin, und lauert in denWeinbergen. -
21. Wenn ihr dann sehet, daß die TöchterSilo heraus mit Reigen zum Tanz gehen, sofahret hervor aus den Weinbergen, und nehmeein Jeglicher ihm ein Weib von den TöchternSilo, und gehet hin ins Land Benjamin.
22. Wenn aber ihre Väter oder Brüder kom-men mit uns zu rechten, wollen wir zu ihnensagen: Seyd ihnen gnädig, denn wir haben sienicht genommen mit Streit; sondern ihr wolltetsie ihnen nicht geben, die Schuld ist jetzt euer.
23 . Die Kinder Benjamin thaten also, und
nahmen Weiber nach ihrer Zahl, von den Rei-gen , die sie raubten, und zogen hin, und woh-neten in ihrem Erbtheil, und baueten Städte,und wohncten darinnen. '
2^. Auch die Kinder Israel machten sich vondannen zu der Zeit, ein Jeglicher zu seinemStamm, und zu seinem Geschlecht, und zogenvon dannen aus, ein Jeglicher zu seinem Erb-theil.
25 . Zu der Zeit * war kein König in Israel:ein Jeglicher that, was. ihm recht däuchte.
* k. 17/ 6. c. 18/ i. c. 19/ 1.
Das V u
Das 1. Capitel.
Ruth reiset mit Naemi nach Bethlehem.
1. Hu der Zeit, da die Richter regiereten,^ ward eine Theurnng im Lande. Und
ein Mann von Bethlehem Juda zog zu wallenin der Moabiter Land, mit seinem Weibe undzween Söhnen.
2. Der hieß EliMelech, und sein Weib Nae-mi, und seine zween Söhne, Mahlon und Chil-Jon, die waren Ephrater, von Bethlehem Juda.Und da sie kamen ins Land der Moabiter,blieben sie daselbst.
3 . Und EliMelech, der Naemi Mann, starb,und sie blieb übrig mit ihren zween Söhnen.
Die nahmen Maobitische Weiber. Einehieß Arpa, die andere Ruth. Und da sie da-selbst gewöhnet hatten bey zehn Jahre;
5 . Starben sie alle beyde, Mahlon und Chil-Jon, daß das Weib überblieb den beyden Söh-nen und ihrem Manne.
6. Da machte sie sich auf mit ihren zwo Schnü-ren, und zog * wieder aus der Moabiter Land,denn sie hatte erfahren im Moabiter Lande, daß
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der Herr sein Volk hatte heimgesucht und ihnenBrot gegeben. ' 2 Kön. 8 / 3.
7. Und ging aus von dem Ort, da sie gewesenwar, und ihre beyde Schnüre mir ihr. Undda sie ging auf dem Wege, daß sie wieder kämein das Land Juda;
8 . Sprach sie zu ihren beyden Schnüren: Gehet
hin und kehret um , eine Jegliche zu ihrer Mut-ter Haus; der * Herr thue an euch Barmher-zigkeit, wie ihr an den Todten und an mirgethan habt. * 1 Mos. ^/14.
9. Der Herr gebe euch, daß ihr Ruhe findet,eine Jegliche in ihres Mannes Hause, undküssete sie. Da hoben sie ihre Stimme auf,und weineten,
10. Und sprachen zu ihr: Wir wollen mit dirzu deinem Volk gehen.
11. Aber Naemi sprach: * Kehret um, meineTöchter; warum wollt ihr mit mir gehen? Wiekann ich forthin Kinder in meinem Leibe haben,die eure Männer seyn möchten? .'2 Sam. 3,16.
12. Kehret um, meine Töchter, und gehet hin;denn ich bin nun zu alt, daß ich einen Mannnehme. Und wenn ich spräche, es ist zu hoffen,
daß