Derer zu Gibea Sckandthat. Richter 19. 20. Israel ziehet wider Benjamin. 261
den Eseln Futter, und sie wuschen ihre Füße,und aßen und tranken.
22. Und da ihr Herz nun guter Dinge war,
siehe, da * kamen die Leute der Stadt, böseBuben, und umgaben das Haus, und pochtenan die Thür, und sprachen zu dem alten Manne,dem Hanswirth: Bringe den Mann heraus,der in dein Haus gekommen ist, daß wir ihnerkennen. *iMos. 19 , 4 .
23 . Aber der Mann, der Hauswirth, gingzu ihnen heraus, und sprach zu ihnen: Nicht," meine Brüder, thut nicht so übel; nachdemdieser Mann in mein Haus gekommen ist, thutnicht eine solche Thorheit.
* i Mos. 19, 7. 1- i Mos. 3-i, 7.
2 - 4 . Siche, ich habe eine Tochter, noch eineJungfrau, und dieser ein Kebsweib; die willich euch heraus bringen, die möget ihr zu Schan-den machen, und thut mit ihnen, was euch ge-fällt ; aber an diesem Manne thut nicht einesolche Thorheit.
2Z. Uber die Leute wollten ihm nicht gehorchen.Da fastete der Mann sein Kebsweib, und brachtesie zu ihnen hinaus. Die erkannten sie, undzerarbeiteten sich die ganze Nacht, bis an denMorgen; und da die Morgenröthe anbrach,ließen sie sie gehen.
26. Da kam das Weib hart vor Morgens,und siel nieder vor der Thür am Hause desMannes, da ihr Herr innen war, und lag da,bis es licht ward.
27. Da nun ihr Herr des Morgens aufstand,und die Thür aufthat am Hause, und herausging, daß er seines Weges zöge; siehe, da lagsein Kebsweib vor der Thür des Hauses, undihre Hände auf der Schwelle.
28. Er aber sprach zu ihr: Stehe auf, undlaß uns ziehen. Aber sie antwortete nicht. Danahm er sie auf den Esel, machte sich auf, undzog an seinen Ort.
29. Als er nun heim kam, nahm er ein Mes-ser, und fastete sein Kebsweib, und stückte sie,mit Bein und mit allem, in zwölf Stücke,und sandte sie in alle Grenzen Israels.
30 . Wer das sah, der sprach: Solches ist nichtgeschehen noch gesehen, seit der Zeit die KinderIsrael aus Egvptenland gezogen sind, bis aufdiesen Tag. Nun * bedenket euch über dem,und gebet Rath, und saget an. *«.
Das 20. Capitel.
Der Stamm Benjamin wird dey nahe gar auSgctilgct.
1. A>a zogen die Kinder Israel aus , und ver-
sammelten sich zu Haufe, wie Ein Mann,von Dan bis gen BerSeba, und vom LandeCilead, zu dem Herrn gen Mizpa,
2. Und traten zu Haufe die Obersten des gan-zen Volks aller Stämme Israels, in der GemeineGottes, vier hundert tausend Mann zu Fuß,die das Schwert auszogen.
3 . Aber die Kinder Benjamin höreten, daß dieKinder Israel hinauf gen Mizpa gezogen waren.Und die Kinder Israel sprachen: Saget, wieist das Uebel zugegangen?
^ 4 . Da antwortete der Levit, des Weibes Mann,die erwürget war, und sprach: Ich kam * genGibea in Benjamin, mit meinem Kebsweibe,über Nacht da zu bleibe«. * c. 19,15.
5. Da machten sich wider mich auf die Bürgerzu Gibea, und umgaben mich im Hause desNachts, und gedachten mich zu erwürgen; undhaben mein Kebsweib geschändet, daß sie gestor-ben ist.
6 . Da fastete ich mein Kebsweib, und zerstücklesie, und sandte es in alle Felder des Erbes Is-raels: denn sie haben einen Muthwillen undThorheit gethan in Israel.
7. Siehe, da seyd ihr Kinder Israels alle;schaffet euch Rath, und thut hierzu.
8 . Da machte sich alles Volk auf, wie EinMann, und sprach: Es soll Niemand in seineHütte gehen, noch in sein Haus kehren,
y. Sondern das wollen wir jetzt thun widerGibea;
10. Lasset uns loosen, und nehmen zehn Mannvon hundert, und hundert von Lausend, undtausend von zehn tausend, aus allen StämmenIsraels, daß sie Speise nehmen für das Volk,daß sie kommen und thun mit Gibea Benjaminnach aller ihrer Thorheit, die sie in Israel ge-than haben.
41. Also versammelten sich zu der Stadt alleMänner Israel, wie Ein Mann, und verbandensich.
12. Und die Stämme Israels sandten Männerzu allen Geschlechtern Benjamins, und ließenihnen sagen: Was ist das für eine Bosheit,die bey euch geschehen ist?
13. So gebet nun her die Männer, die bösenBuben zu Gibea, daß wir sie tödten, und dasUebel aus Israel thun. Aber die Kinder Ben-