260
Levitischer Mann.
Richter 19.
Einkehrnng zu Gibea.
niter , bis an die Zeit, da sie aus dem Landegefangen geführet worden.
* 1 Kön. 12 , 2 S. 2 Kün. 17, 16 . 29.
31 . Und setzten also unter sich das Bild Micha,das er gemacht hatte, so lange, als das HausGottes war zu Silo.
Das 19. Capitel.
Die zu Gibca begehen eine schändliche und höchWrästiche Thal.
1. Du der Zeit war ' kein König in Israel.^ Md ein Levitischer Mann war Fremd-ling an der Seite des Gebirges Ephraim, undhatte ihm ein Kebsweib zum Weibe genommenvon Bethlehem Juda. * c. 17 ,6.
2. Und da sie hatte neben ihm gehuret; liefsie von ihm zu ihres Vaters Hause gen Beth-lehem Juda, und war daselbst vier Monathelang.
3. Und ihr Mann machte sich auf, und zogihr nach, daß er * freundlich mit ihr redete undsie wieder zu sich hohlete; und hatte einen Kna-ben und ein paar Esel mit sich. Und sie führeteihn in ihres Vaters Haus. Da ihn aber derDirne Vater sah, ward er froh, und empfing ihn.
* 1 Mos. 34, 3.
Und sein Schwäher, der Dirne Vater,hielt ihn, daß er drey Tage bey ihm blieb;aßen und tranken, und blieben des Nachts da.
5. Des vierten Tages machten sie sich desMorgens frühe auf, und er stand ans, undwollte ziehen. Da sprach der Dirne Vater zuseinem Eidam: Labe dein Herz zuvor mit einemBissen Brot, darnach sollt ihr ziehen.
6 . Und sie setzten sich, und aßen beyde miteinander und tranken. Da sprach der DirneVater zu dem Manne: Lieber, bleibe über Nacht,und laß dein Herz guter Dinge seyn.
7 . Da aber der Mann aufstand, und wollteziehen, nöthigte ihn sein Schwäher, daß erüber Nacht da blieb.
8 . Des Morgens am fünften Tage machte ersich frühe auf, und wollte ziehen. Da sprachder Dirne Vater: Lieber, labe dein Herz, undlaß uns verziehen, bis sich der Tag neiget. Undaßen also die beyde mit einander.
9. Und der Mann machte sich auf, und wollteziehen, mit seinem Kebsweibe, und mit seinemKnaben. Aber sein Schwäher, der Dirne Va-ter, sprach zu ihm: Siehe, "der Tag läßt ab,und will Abend werden; bleibe über Nacht.Siehe, hier ist Herberge noch diesen Tag, bleibehier über Nacht und laß dein Aerz guter Dinge
seyn; morgen so stehet ihr frühe auf, und zieheteuers Weges zu deiner Hütte.
* Jcr. 6, 4. Luc. 24, 29.
10. Aber der Mann wollte nicht über Nachtbleiben, sondern machte sich auf, und zog hin,und kam bis vor * Zebus, das ist Jerusalem,und sein paar Esel beladen, und sein Kebsweib
Mit ihm. * i Chr. 12 , 4.
11. Da sie nun bey Jebus kamen, siel derTag fast dahin. Und der Knabe sprach zu sei-nem Herrn: Lieber, ziehe, und laß uns indiese Stadt der Jebusiter einkehren, und überNacht darinnen bleiben.
12. Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir wol-len nicht in der Fremden Stadt einkehren, dienicht sind von den Kindern Israel; sondernwollen hinüber gen Gibea.
13. Und sprach zu seinem Knaben: Gehe fort,daß wir hinzu kommen an einen Ort, und überNacht zu Gibea, oder zu Rama bleiben.
i^. Und sie zogen fort, und wandelten, unddie Sonne ging ihnen unter, hart bey Gibea,die da liegt unter Benjamin.
i Z. Und sie kehreten daselbst ein, daß sie hin-ein kämen, und über Nacht * zu Gibea blieben.Da er aber hinein kam, setzte er sich in derStadt Gasse; denn es war Niemand, der siedie Nacht im Hause Herbergen wollte. ' -. 20 ,4.
16. Und siehe, da kam ein alter Mann vonseiner Arbeit vom Felde gm Abend; und erwar auch vom Gebirge Ephraim, und ein Fremd-ling zu Gibea; aber die Leute des Orts warenKinder Jemini.
17. Und da er seine Augen aufhob, und sahden Gast auf der Gasse, sprach er zu ihm: ' Wowillst du hin? Und wo kommst du her?
* 1 Mos. 16 , 8.
18. Er aber antwortete ihm: Wir reisen vonBethlehem Juda, bis wir kommen an die Seitedes Gebirges Ephraim, daher ich bin; und bingen Bethlehem Juda gezogen, und ziehe jetztzum Hause des Herrn, und Niemand will michHerbergen.
19. Wir haben Stroh und Futter für unsereEsel, und Brot und Wein für mich und deineMagd, und für den Knaben, der mit deinemKnechte ist, daß uns nichts gebricht.
20. Der alte Mann sprach: * Friede sey mitdir! Alles, was dir mangelt, findest du beymir, bleibe nur über Nacht nicht auf der Gasse;
* e. 6, 23. 1 Sam. 23, 6.
21. Und führete ihn in sein Haus, und gab