Druckschrift 
[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
250
Einzelbild herunterladen
 

250

Sichern wird besaqert

Richter 9. und erobert. AbiMelech getödtet.

lieh, und ließ ihm sagen: Siehe, Gaal, derSohn Ebeds, und seine Brüder, sind gen Si-chern gekommen, und machen dir die Stadtwiderwärtig.

32 . So mache dich nun auf bey der Nacht,du und dein Volk, das bey dir ist, und macheeinen Hinterhalt auf sie im Felde.

33. Und des Morgens, wenn die Sonne auf-gehet , so mache dich frühe auf und überfalle dieStadt. Und wo er und das Volk, das bey ihmist, zu dir hinaus ziehet; so thue mit ihm, wiees deine Hand findet.

34. AbiMelech stand auf bey der Nacht, undalles Volk, das bey ihm war, urrd hielt aufSichern mit vier Haufen.

35. Und Gaal, der Sohn Ebeds, zog heraus,und trat vor die Thür an der Stadt Thor.Aber AbiMelech machte sich auf aus dem Hin-terhalt sammt dem Volk, das mit ihm war.

36 . Da nun Gaal das Volk sah, sprach erzu Sebul: Siehe, da kommt ein Volk von derHöhe des Gebirges hernieder. Sebul aber sprachzu ihm: Du stehest die Schatten der Berge fürLeute an.

37 . Gaal redete noch mehr, und sprach: Siehe,ein Volk kommt hernieder aus dem Mittel desLandes, und ein Haufe kommt auf dem Wegezur Zaubereiche.

38. Da sprach Sebul zu ihm: Wo ist nunhier dein Maul, das da sagte: Wer ist Abi-Melech , daß wir ihm dienen sollten? Ist dasnicht das Volk, das du verachtet hast? Ziehenun aus, und streite mit ihm.

39 . Gaal zog aus vor den Männern zu Si-chern her, und stritte mit AbiMelech.

40. Aber AbiMelech jagte ihn, daß er flohvor ihm; und fielen viele Erschlagene bis andie Thür des Thors.

41. Und AbiMelech blieb zu Aruma. Sebulaber verjagte den Gaal und seine Brüder, daßsie zu Sickern nicht mußten bleiben.

42. Auf den Morgen aber ging das Volk her-aus auf das Feld. Da das AbiMelech wardarrgesagt:

43. Nahm er das Volk, und theilete es in

drey Haufen, und machte einen ' Hinterhaltauf sie im Felde. Als er nun sah, daß dasVolk aus der Stadt ging; erhob er sich über sie,und schlug sie. *so, 2 s.

44. AbiMelech aber und die Haufen, die beyihm waren, überfielen sie, und traten an dieThür der Stadl Thor; und zweeu der Haufen

überfielen alle, die auf dem Felde waren, undschlugen sie.

45. Da stritt AbiMelech wider die Stadt den-selben ganzen Tag, und gewann sie, und erwür-gete das Volk, das darinnen war, und zerbrachdie Stadt, und säete Salz darauf.

46. Da das höreten alle Männer des Thurmszu Sichem, gingen sie in die Festung des Hausesdes Gottes Berith.

47 . Da das AbiMelech hörete, daß sich alleMänner des Thurms zu Sichem versammelthatten;

48 . Ging er auf den Berg Zalmon, mit allemseinem Volk, das bey ihm war, und nahmeine Axt in seine Hand, und hieb einen Astvon Bäumen, und hob ihn auf, und legte ihnauf seine Achsel, und sprach zu allem Volk, dasmit ihm war: * Was ihr gesehen habt, dasich thue, das thut auch ihr eilend, wie ich.

* c. 7, 17.

49 . Da hieb alles Volk ein Jeglicher einenAst ab, und folgten AbiMelech nach, und leg-ten sie an die Festung, und steckten sie mitFeiler an, daß auch alle Männer des Thurmszu Sichem starben, bey tausend, Mann undWeib.

50. AbiMelech aber zog gen Thebez, und be-lagerte sie, und gewann sie.

51. Es war aber ein starker Thurm mittenin der Stadt, auf welchen flohen alle Männerund Weiber, und alle Bürger der Stadt, undschloßen hinter sich zu, und stiegen auf das Dachdes Thurms.

62 . Da kam AbiMelech zum Thurm, und strittdawider, und nahete sich zur Thür des Thurms ,daß er ihn mit Feuer verbrennete.

53. Aber ein Weib warf* ein Stück von einemMühlstein AbiMelech auf den Kopf, und zer-brach ihm den Schedel. ' - Sam. n, 21.

54. Da rief AbiMelech eilend den Knaben,

der seine Waffen trug, und sprach zu ihm?' Ziehe dein Schwert aus, und tödte mich, daßman nicht von mir sage: Ein Weib hat ihnerwürget. Da durchstach ihn sein Knabe, under starb. *1 Sam. 31, 4 .

55 . Da aber die Jftaeliter, die mit ihm wa-ren, sahen, daß AbiMelech todt war; ging rinJeglicher an seinen Ort.

56. Also* bezahlte Gott AbiMelech das Uebel,das er an seinem Vater gethan hatte, da erseine siebenzig Brüder erwürgete.

*».i, 7 . Zer. so, 29.