Jothams Gleichnißrede.
Richter 9.
Der Sichemiter Aufstand. 249
hin und machten AbiMelech zum Könige beyder hohen * Eiche, die zu Sichern stehet.
* Jos. 24, 26.
7. Da das angesagt war- dem Iotham, ginger hin, und trat auf die Höhe des BergesGrifim, und hob auf feine Stimme, rief undsprach zu ihnen: Höret mich, ihr Männer zuSichern, daß euch Gott auch höre.
8. Die Bäume gingen hin, daß sie einen Kö-nig über sich salbeten, und fprachen zum Oehl-baurn: Sey unser König.
9. Aber der Oehlbaum antwortete ihnen:Soll ich meine Fettigkeit lassen, die beyde,Götter und Menschen, an mir preisen; und hin-gehen, daß ich schwebe über den Bäumen?
10. Da sprachen die Bäume zum Feigenbaum:Komm du, und sey unser König.
i i. Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen:Soll ich meine Süßigkeit und meine gute Fruchtlassen, und hingehen, daß ich über den Bäumenschwebe?
12. Da sprachen die Bäume zum Weinstock:Komm du, und sey unser König.
13. Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Sollich meinen Most lassen, der Götter und Men-schen fröhlich macht, und hingehen, daß ichüber den Bäumen schwebe?
i^. Da sprachen alle Bäume zum * Dorn-busch : Komm du, und sey unser König.
* 2 Kön. 14, S.
15. Und der Dornbusch sprach zu den Bäu-
men : Ist es wahr, daß ihr mich zum Königesalbet über euch, so kommt und vertrauet euchunter meinen Schatten; wo nicht, so gehe * Feueraus dem Dornbusch und verzehre die Cedern Li-banons. * Ezcch. iS, i4.
16. Habt ihr nun recht und redlich gethan,daß ihr AbiMelech zum Könige gemacht habt?Und habt ihr wohlgethan an JerubBaal undan seinem Hause; und habt ihm gethan, wieer um euch verdienet hat,
17. Daß mein Vater um euert willen gestrittenhat, und * seine Seele dahin geworfen von fich,daß er euch errettete von der Midianiter Hand?
* c. 5, 18. c. 12 , 3.
18. Und ihr lehnet euch auf heute wider mei-nes Vaters Haus, und erwürget seine Kinder,fiebenzig Männer, auf Einem Stein; und macheteuch einen König, AbiMelech, seiner MagdSohn, über die Männer zu Sichern, weil ereuer Bruder ist.
is. Habt ihr nun recht und redlich gehandelt
an JerubBaal, und an seinem Hause, an die-sem Tage; so seyd fröhlich über dem AbiMelech,und er sey fröhlich über euch.
20. Wo nicht, fo gehe Feuer aus von Abi-Melech , und verzehre die Männer zu Sichern,und das Haus Millo; und gehe auch Feueraus von den Männern zu Sichern, und vomHause Millo, und verzehre AbiMelech.
21. Und Iotham sioh, und entwich, und ginggen Ber, und wohnete daselbst vor seinem Bru-der AbiMelech.
22. Als nun AbiMelech drey Jahre über Is-rael geherrscht hatte:
23. Sandte Gott einen bösen Willen zwischenAbiMelech, und den Männern zu Sichern. Denndie Männer zu Sichern versprachen (handelten Bund-brüchig an) AbiMelech;
2^. Und zogen an den Frevel, an den siebenzigSöhnen JerubBaals begangen; und legten der-selben Blut auf AbiMelech, ihren Bruder,der sie erwürget hatte, und auf die Männer zuSichern, die ihm seine Hand dazu gestärkthatten, daß er seine Brüder erwürgte.
25. Und die Männer zu Sichern bestellteneinen * Hinterhalt auf den Spitzen der Berge,und raubten alle, die auf der Straße zu ihnenwandelten. Und es ward AbiMelech angesagt.
* Jos. 8, 2 .
26. Es kam aber Gaal, der Sohn Ebeds,und seine Brüder, und gingen zu Sichern ein.Und die Männer zu Sichern verließen sich aufihn,
27. Und zogen heraus auf das Feld, und lasenab ihre Weinberge, und kelterten, und machteneinen Tanz und gingen in ihres Gottes Haus,und aßen und tranken, und fluchten dem Abi-Melech.
28. Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach:Wer ist AbiMelech? Und was ist Sichern, daßwir ihm dienen sollten? Ist er nicht JerubBaals Sohn, und hat Sebul, seinen Knecht,hergesetzt über die Leute * Hemors, des VatersSichems? Warum sollen wir ihm dienen?
* 1 Mos. 34, 2.
29. Wollte Gott, das Volk wäre unter meinerHand, daß ich den AbiMelech vertriebe. Undes ward AbiMelech gesagt: Mehre dein Heer,und ziehe aus.
30. Denn Sebul, der Oberste in der Stadt,da er die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds,hörete, ergrtmmete er in seinem Zorn,
31. Und sandte Botschaft zu AbiMelech heim-