218 Jericho gewonnen, Josuä Fluch darüber. I
daß ihr euch nicht verbannet, so ihr des Ver-banneten etwas nehmet, und machet das LagerIsraels verbannet, und bringet es in Unglück.
* 3 Mos. 27/ 28.
i Aber alles Silber und Gold sammt demehernen und eisernen Geräthe,' soll dem Herrngeheiliget seyn, daß es zu des Herrn Schatz
komme. * Mich. 4/ 13.
2». Da machte das Volk ein Feldgeschrey,und bliesen die Posaunen. Denn als das Volkden Hall der Posaunen hörete, machte es eingroßes Feldgeschrey. Und die * Mauern fielenum, und das Volk erstieg die Stadt, ein Jeg-licher stracks vor fich. Also gewannen fie die
Stadt, "Ebr.ii/30.
21. Und * verbanneten alles, was in der Stadtwar, mit' der Schärfe des Schwerts, bcydeMann und Weib, jung und alt, Ochsen,Schafe und Esel. "i Sam. 13,3.
22. Aber Josua sprach zu den zween Männern,
die das Land verkundschaftet hatten: Gehet indas Haus der Hure, und führet das Weib vondannen heraus mit Allem, das fie hat, * wie ihrgeschworen habt. ' c. 2/12.
23. Da gingen die Jünglinge, die Kundschaf-
ter, hinein, und führeten " Rahab heraus,sammt ihrem Vater und Mutter, und Brüdern,und Alles, was fie hatte, und alle ihre Geschlech-ter , und ließen fie draußen, außer dem LagerIsraels. * vers 17.
2^1. Aber die Stadt verbrannten fie mit Feuer,und Alles, was darinnen war. Allein das Sil-ber und Gold, und eherne und eiserne Geräthethaten fie zum Schatz in das Haus des Herrn.
25. * Rahab aber, die Hure, sammt dem Hause
ihres Vaters, und Alles, was fie hatte, ließJosua leben. Und fie wohnet in Israel bis aufdiesen Tag, darum, daß fie die Bothen verbor-gen hatte, die Josua zu verkundschaften gesandthatte gen Jericho. * Nicht, i, 23.
26. Zu der Zeit schwur Josua, und sprach:Verflucht sey der Mann vor dem Herrn, derdiese Stadt Jericho aufrichtet und bauet. Wenner * ihren Grund leget, das koste ihm seinenersten Sohn; und wenn er ihre Thore setzet,das koste ihm seinen jüngsten Sohn. *1 Kon. 16/34.
27. Also war der Herr mit Josua, daß manvon ihm sagte in allen Landen.
Das 7. Capitel.
AchanS frecher Diebstahl bringt Unglück über das Volk/ nnd wird bestraft.
i.Hlber die Kinder Israel vergriffen fich an^ dem Verbanneten; denn ' Achan, der
sua 6. 7. Bann in Israel.
Sohn Charmi, des Sohnes Sabdi, des Soh-nes Serah, vom Stamm Juda, nahm des tVerbanneten etwas. Da ergrimmete der Zorndes Herrn über die Kinder Israel.
* c. 22/ 20. 1 Chr. 2/7. -s 3 Mos. 13/ 17.
2. Da nun Josua Männer aussandte von Je-
richo gen Ai, die bey Beth Aven liegt, gegendem Morgen vor Beth-El, und sprach zu ihnen:* Gehet hinauf, und verkundschaftet das Land;und da fie hinauf gegangen waren, und Ai ver-kundschaftet hatten ; * c. 2, i.
3. Kamen fie wieder zu Josua, und sprachenzu ihm : Laß nicht das ganze Volk hinauf zie-hen, sondern bey zwey oder drey tausend Mann,daß fie hinauf ziehen und schlagen Ai, daß nichtdas ganze Volk fich daselbst bemühe, denn ihrerist wenig.
Also zogen hinauf des Volks bey drey tausendMann, und fie flohen vor den Männern zu Ai.
5. Und die von Ai schlugen ihrer bey sechs unddreyßig Mann, und jagten sie vor dem Thorbis gen Sabarim, und schlugen sie den Wegherab. Da ward dem Volk das Herz verzagt,und ward zu Wasser.
6. Josua aber "zerriß seine Kleider, und fielauf sein Angesicht zur Erde, vor der Lade desHerrn, bis auf den Abend, sammt den AeltestenIsraels, und warfen Staub auf ihre Häupter.
* 1 Mos. 37/ 34. 4 Mos. 14/ 6.
7. Und Josua sprach: Ach Herr, Herr, wa-rum hast du dieß Volk über den Jordan gefüh-ret, daß du uns in die Hände der Amoritergäbest, uns umzubringen? O daß wir wärenjenseit des Jordans geblieben, wie wir angefan-gen hatten!
8. Ach mein Herr, was soll ich sagen, weilIsrael seinen Feinden den Rücken kehret?
9. Wenn das die * Cananiter und alle Ein-wohner des Landes hören; so werden fie unsumgeben, und auch unfern Nahmen ausrottcnvon der Erde. Was willst du denn bey deinemgroßen Nahmen thun? * 2 Ms. 32/12. 4 Ms. 14/13.
10. Da sprach der Herr zu Josua: Stehe auf,warum liegest du also auf deinem Angesicht?
11. Israel hat sich versündiget, und habenmeinen Bund übergangen, den ich ihnen ge-boten habe; dazu haben sie des Verbannetengenommen, und gestohlen, und verläugnet, undunter ihre Geräthe geleget.
12. Die Kinder Israel mögen nicht stehen vorihren Feinden, sondern müßen ihren Feindenden Rücken kehren; denn sie sind im Bann.