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[1] (1821) [Altes Testament]
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197
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Von gefangenen Weibern. 5 Mose 21. 22. Mancherlei) Geseke. 197

waschen über die junge Kuh, welcher im Grundder Hals abgehauen ist,

7 . Und sollen antworten, und sagen: UnsereHände haben dieß Blut nicht vergossen, sv Ha-bens auch unsere Augen nicht gesehen;

8 . Sey gnädig deinem Volk Israel, das du,der Herr, erlöset Haft, lege nicht das unschul-dige Blut auf dein Volk Israel. So werdensie über dem Blut versöhnet seyn.

9 . Also sollst du das unschuldige Blut von dirthun, daß du thust, was recht ist vor den Augendes Herrn.

10. Wenn du in einen Streit ziehest widerdeine Feinde, und der Herr, dein Gott, gibtsie dir in deine Hände, daß du ihre Gefange-nen wegführeft;

i i. Und siehest unter den Gefangenen ein schö-nes Weib, und hast Lust zu ihr, daß du siezum Weibe nehmest:

12. So führe sie in dein Haus, und laß ihrdas Haar abscheren, und ihre Nägel beschneiden,

13 . Und die Kleider ablegen, darinnen siegefangen ist, und laß sie sitzen in deinem Hause,und beweinen einen Monath lang ihren Vaterund ihre Mutter; darnach schlaf bey ihr, undnimm sie zur Ehe, und laß sie dein Weib seyn.

i^. Wenn du aber nicht Lust zu ihr hast: sosollst du sie auslassen, wohin sie will, und nichtum Geld verkaufen, noch versetzen; darum, daßdu sie gedemüthiget hast.

i Z. Wenn Jemand zwey Weiber hat, eine die* er lieb hat, und eine die er hasset; und sie ihmKinder gebären, beyde die Liebe, und die Feind-selige, daß der Erstgeborne der Feindseligen ist;

* 1 Mos. 29, 30.

16. Und die Zeit kommt, daß er seinen Kinderndas Erbe austheile: so kann er nicht den Sohnder Liebsten zum erftgebornen Sohn machen,für den erftgebornen Sohn der Feindseligen;

17 . Sondern er soll den Sohn der Feindseligen

für den ersten Sohn erkennen, daß er ihmzwey-fältig gebe alles, das vorhanden ist ; denn der-selbe ist seine * erste Kraft, und der ErstgeburtRecht ist sein. *i Mos. 49 ,3.

18. Wenn Jemand einen eigenwilligen undungehorsamen Sohn hat, der seines Vaters undseiner Mutter Stimme nicht gehorchet, undwenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchenwill:

19. So soll ihn sein Vater und seine Muttergreiffen, und zu den Aeltesten der Stadt führen,-und zu dem Thor desselben Orts,

20. Und zu den Aeltesten der Stadt sagen:Dieser unser Sohn ist eigenwillig und ungehor-sam, und gehorchet unserer Stimme nicht, undist ein Schlemmer und Trunkenbold.

21. So sollen ihn'steinigen alle Leute derselbi-gen Stadt, daß er sterbe; und sollst -r also denBösen von dir thun, daß es ganz Israel höre,und sich fürchte. * c. 13, w. 1- c. 19,19.

22. Wenn Jemand eine Sünde gethan hat,die des Todes würdig ist, und wird also ge-tödtet, daß man ihn an ein Holz hänget:

23 . So soll sein Leichnam nicht' über Nachtan dem Holz bleiben , sondern sollst ihn dessel-ben Tages begraben, denn -t ein Gehenkter istverflucht bey Gott; auf daß du dein Land nichtverunreinigest, das dir der Herr, dein Gott,gibt zum Erbe. * sos. 10,27. i- Gal. 3,13.

Das 22. Capitel.

Mancherley Gesetze verzeichnet.

1. >f^enn du deines Bruders Ochsen oder

Schaf'siehest irre gehen; so sollst dudich nicht entziehen von ihnen, sondern sollstsie wieder zu deinem Bruder führen.

* 2 Mos. 23 , 4 .

2. Wenn aber dein Bruder dir nicht nahe ist,und kennest ihn nicht; so sollst du sie in deinHaus nehmen, daß sie bey dir seyen, bis siedein Bruder suche, und dann ihm wieder gebest.

3. Also sollst du thun mit seinem Esel , mitseinem Kleide, und mit allem Verlornen, dasdein Bruder verlieret, und du es findest; dukannst dich nicht entziehen.

Wenn du deines Bruders * Esel oder Ochsensiehest füllen auf dem Wege; so sollst du dichnicht von ihm entziehen, sondern sollst ihm auf-helfen. * 2 Mos. 23 , L.

ö. Ein Weib soll nicht Mannsgeräthe tragen,und ein Mann soll nicht Weiberkleider anthun;denn wer solches thut, der ist dem Herrn, dei-nem Gott, ein Gräuel.

6 . Wenn du auf dem Wege findest ein Vogel-

nest , auf einem Baum oder auf der Erde, mitJungen oder mit Evern, und daß die Mutterauf den Jungen oder auf den Eyern sitzet: sosollst du nicht die Mutter mit den Jungennehmen; M M

7. Sondern sollst die' Mutter fliegdn lassen,und die Jungen nehmen, auf daß dirs wohlgehe, und lange lebest. * 3 Mos. 22,28.

8. Wenn du ein ' neues Haus bauest, so macheeine Lehne darum auf deinem Dach, auf daß