Bileams Eselin».
4 M 0 se 22. Bileams Eselinn redet. 157
mit ihnen; verfluche das Volk auch nicht / dennes ist gesegnet.
13 . Da stand Bileam des Morgens auf, undsprach zu den Fürsten Balaks: Gehet hin ineuer Land; denn der Herr wills nicht gestatten,daß ich mit euch ziehe.
i^. Und die Fürsten der Moabiter machtensich auf, kamen zu Balak, und sprachen: Bi-leam weigert sich mit uns zu ziehen.
iZ. Da sandte Balak noch größere und herr-lichere Fürsten, denn jene waren.
16. Da die zu Bileam kamen, sprachen sie zuihm: Also lasset dir sagen Balak, der SohnZipors: Lieber, wehre dich nicht, zu mir zuziehen;
1 7 . Denn ich will dich hoch ehren, und wasdu mir sagest, das will ich thun: Lieber, kommund fluche mir diesem Volk.
18. Bileam antwortete und sprach zu denDienern Balaks: * Wenn mir Balak seinHaus voll Silbers und Goldes gäbe; so könnteich doch nicht übergehen das Wort des Herrn,meines Gottes, Kleines oder Großes zu thun.
* c. 24, 13. 1- 1 Kön. 13, 8.
is. So bleibet doch nun hier auch ihr dieseNacht, daß ich erfahre, was der Herr weitermit mir reden werde.
20. Da kam Gott des Nachts zu Bileam, undsprach zu ihm: Sind die Männer gekommen
- dir zu rufen, so mache dich auf, und * ziehe mitihnen; doch, was ich dir sagen werde, sollst du
thUN. * v. 33.
21. Da stand Bileam des Morgens auf, undsattelte seine Eselinn, und zog mit den Fürstender Moabiter.
22. Aber der Zorn Gottes ergrimmete, daß erhinzog. Und der Engel des Herrn trat in denWeg, daß er ihm widerstünde. Er aber rittauf seiner Eselinn, und zween Knaben warenmit ihm.
23. Und die Eselinn sah den Engel des Herrnim Wege stehen, und * ein bloßes Schwert inseiner Hand. Und die Eselinn wich aus demWege, und ging auf dem Felde; Bileam aberschlug sie, daß sie in den Weg sollte gehen.
* i Mos. 3, 24.
2^. Da trat der Engel des Herrn in denPfad, bey den Weinbergen, da auf beyden Sei-ten Wände waren.
25 . Und da die Eselinn den Engel des Herrnsah, drängele sie sich an die Wand, und klemmete
Bileam den Fuß an der Wand; und er schlugsie noch mehr.
26. Da ging der Engel des Herrn weiter,und trat an einen engen Ort, da kein Weg warzu weichen, weder zur Rechtön, noch zur Linken.
27 . Und da die Eselinn den Engel des Herrnsah, fiel fie auf ihre Knie unter dem Bileam.Da ergrimmete der Zorn Bileams, und schlugdie Eselinn mit dem Stabe.
28. Da that der Herr der * Eselinn den Mund
auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ichdir gethan, daß du mich geschlagen hast nundreymahl? * 2 Pct. 2, 16. Ep. Sud. v. 11.
29. Bileam sprach zur Eselinn: Daß du michhöhnest; ach daß ich jetzt ein Schwert in derHand hätte, ich wollte dich erwürgen.
30. Die Eselinn sprach zu Bileam: Bin ichnicht deine Eselinn, darauf du geritten hast zudeiner Zeit, bis auf diesen Tag? Habe ich auchje gepfleget dir also zu thun? Er sprach: Nein.
31. Da öffnete der Herr Bileam die Augen,daß er den Engel des Herrn sah im Wege stehen;und ein * bloßes Schwert in seiner Hand; under neigete und bückte sich mit seinem Angesicht.
* Jos. 3, 13.
32 . Und der Engel des Herrn sprach zu ihm:Warum hast du deine Eselinn geschlagen nundreymahl? Siehe, ich bin ausgegangen, daßich dir widerstehe; denn der Weg ist vor mirverkehrt.
33. Und die Eselinn hat mich gesehen, uydist mir dreymahl gewichen; sonst, wo fie nichtvor mir gewichen wäre, so wollte ich dich auchjetzt erwürget, und die Eselinn lebendig behaltenhaben.
3^. Da sprach Bileam zu dem Engel desHerrn: Ich habe gesündiget, denn ich habe esnicht gewußt, daß du mir entgegen stündest imWege; und nun, so dirs nicht gefällt, will ichwieder umkehren.
35. Der Engel des Herrn sprach zu ihm: Ziehehin mit den Männern; aber nichts anders,denn was ich zu dir sagen werde, sollst du reden.Also zog Bileam mit den Fürsten Balaks.
36 . Da Balak hörete, daß Bileam kam, zoger aus ihm entgegen in die Stadt der Moabiter,die da lieget an der Grenze Arnons, welcher istan der äußersten Grenze.
37. Und sprach zu ihm: Habe ich nicht zu dirgesandt, und dich fordern lassen? Warum bistdu denn nicht zu mir gekommen? Meinest du,ich konnte dich nicht ehren?