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[2] (1821) Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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Heuchelglaube.

Iac 0 bi 2. 3. Gebrauch und Mißbrauch der Zunge.

Sünde, und werdet gestraft vom Gesetz, alsdie Uebertreter. * 3 Mos. is,13. § Mos. 1, 17.

so. Denn' so Jemand das ganze Gesetz hält,und sündiget an Einem; der ist es ganz schuldig.

* 5 Mos. 2/, 26 . Matth. 6 / IS.

11 . Denn der da gesagt hat: 'Du sollst nichtehebrechen, der hat auch gesagt: Du sollst nichttödtcn. So du nun nicht ehebrichst, tobtestaber; bist du ein Uebertreter des Gesetzes.

* 2 Mos. 20, 13. 14 .

12. Also redet, und also thut, als die da

sollen durch das Gesetz * der Freyheit gerichtetwerden. ' c. i/ 2s.

13. Es wird * aber ein unbarmherziges Ge-richt über den gehen, der nicht Barmherzigkeitgethan hat: und die Barmherzigkeit rühmetsich wider das Gericht. * Ma«h. 3, 7. c. is, 30.34.

1^. Was ' hilft es, lieben Brüder, so Je-mand sagt, er habe den Glauben, und hat dochdie Werke nicht? Kann auch der Glaube ihnselig machen? * Matth. 7,26.

is. So aber ein Bruder oder eine Schwester' bloß wäre, und Mangel hätte der täglichenNahrung; * Luc. 3,11.

16. Und Jemand unter euch ' spräche zu ihnen:Gott berathe euch, wärmet euch, und sättigeteuch; gäbet ihnen aber nicht, was des LeibesNothdurft ist: was hülfe ihnen das?*iJoh. 3,18.

17. Also auch der Glaube, wenn er nichtWerke hat, ist er todt an ihm selber.

1 8 . Aber es möchte Jemand sagen: Du Haft den

Glauben, und ich habe die Werke; zeige mir *deinen Glauben mit deinen Werken, so will ichauch meinen Glauben dir zeigen mit meinenWerken. ' Gal. 3, 6 .

19. Du glaubst, daß ein einiger Gott ist:du thust wohl daran; die Teufel glauben esauch, und zittern.

20. Willst du aber wissen, du eitler Mensch,daß der Glaube ohne Werke todt sey?

2t. Ist nicht Abraham, unser Vater, durchdie Werke gerecht geworden, da er' seinen SohnIsaak auf dem Altar opferte?

* 1 Mos. 22, s, 10. 12.

22. Da 'stehest du, daß der Glaube mit ge-wirkt hat an seinen Werken; und durch dieWerke ist der Glaube vollkommen geworden.

* Ebr. 11, i 7 .

23 . Und ist die Schrift erfüllet, die da'spricht:

Abrabam hat Gott geglaubet, und ist ihm zurGerechtigkeit gerechnet, und ist ein Freund Gottesgeheissen. ' Rom. 4, 3.

2^. So sehet ihr nun, daß der Mensch durchdie' Werke gerecht wird, nicht durch den Glau-ben allein. ' § Mos. 24,13.

2s. Desselbigen gleichen die Hure ' Rahab,ist sie nicht durch die Werke gerecht geworden,da sie die Bothen aufnahm, und ließ sie einenandern Weg hinaus? ' Ebr. n, 3>.

26. Denn gleichwie der Leib ohne Geist todtist, also auch ' der Glaube ohne Werke ist todt.

* verö 17 .

Das 3. Capitel.

Von Gebrauch und Mißbrauch der Zunge.

i.Ojeben Brüder, ' unterwinde sich nicht Je-^ dermann, Lehrer zu seyn; und wisset,daß i- wir desto mehr Urtheil empfangen werden.

* Matth. 23 , 8 . -j- Rom. 2, 1.

2. Denn wir ' fehlen alle mannigfalriglich.Wer aber auch in keinem Wort fehlet, der istein vollkommener Mann, und kann auch denganzen Leib im Zaum halten. * Sor. 20, s.

3. Siehe, ' die Pferde halten wir in Zäumen,

daß sie uns gehorchen, und lenken den ganzenLeib. ' Ps- 32, s.

2,. Siehe, die Schiffe, ob sie wohl sogroß findund von starken Winden getrieben werden; wer-den sie doch gelenket mit einem kleinen Rn-er,wo der hin will, der es regieret.

s. Also ist auch ' die Zunge ein kleines Glied,und richtet große Dinge an. Siehe, ein kleinesFeuer, welch einen Wald zündet es an?

' Ps. 12 , 4 . 3 . Ps. 37 , 3 .

6. Und die Zunge ist auch ein Feuer, einsWelt voll Ungerechtigkeit. ' Also ist die Zungeunter unfern Gliedern, und beflecket den ganzenLeib, und zündet an allen unfern Wandel, wennsie von der Hölle entzündet ist.

* Spr. 18 , 21. Matth. 13 , 11. 18. 19.

7. Denn alle Natur der Thiere, und der Vögel,und der Schlangen, und der Meerwnnder wer-den gezähmet, und sind gezähmet von der mensch-lichen Natur;

8. Aber die Zunge kann kein Mensch zähmen,

> das unruhige Uebel, voll tödlichen Gifts.

9. Durch sie loben wir Gott den Vater, unddurch sie fluchen wir den Menschen, nach dem' Bilde Gottes gemacht. *1 Mos. 1,27.

10. Aus einem Munde gehet Loben und Flu-chen. Es soll nicht, lieben Brüder, also seyn.

11. O.uillet auch ein Brunnen aus einemLoch süß und bitter?

12. Kann auch,, lieben Brüder, ein Feigenbaum