258 Christi ewiges Prlesterthmn. Ebräer 8 . 9 .
Stiftshütte.
Das 8. Capitel.
Begleichung des PriesterthumS Chrifii mit dem Pnesictthum derLeviten.
^.^>as ist nun die Summa, davon wir reden:^ Wir haben einen solchen * Hohenprie-ster, der da sitzet zu der Rechten, auf demStuhl der Majestät im Himmel; * c. 4,14.
2. Und ist ein Pfleger der heiligen Güter undder' wahrhaftigen Hütte, welche Gott aufgerich-tet hat, und kein Mensch. "Off. 21,3.
3 . Denn ein jeglicher Hoherpriester wird ein-gesetzt zu opfern Gaben und Opfer. Darummuß auch * dieser etwas haben, das er opfere.
«. 9 7. c. 12, 14. Eph. 2, 2.
Wenn er nun auf Erden wäre, so wäreer nicht Priester, dieweil da Priester sind, dienach dem Gesetz die Gaben opfern,
Z. Welche dienen ' dem Vorbilde, und demSchatten der himmlischen Güter, wie die gött-liche Antwort zu Mose sprach, da er sollte dieHütte vollenden: Schaue zu, sprach er, -t daßdu machest alles nach dem Bilde, das dir aufdem Berge gezeiget ist.
* Col. 2, 17. -j-, 2 Mos. 23, 40. Gosch. 7, 44.
6 . Nun aber hat er ein besseres Amt erlanget,als der eines ' bessern Testaments Mittler ist,welches auch auf bessern Verheißungen stehet.
* c. 7, 22. c. 12, 24. 2 Cor. 3, 6.
7 . Denn so jenes, das erste, untadelich gewe-sen wäre; würde nicht Raum zu einem anderngesucht.
8 . Denn er tadelt sie, und sagt: ' Siehe, eskommen die Tage, spricht der Herr, daß ichüber das Haus Israel, und über das Haus Judaein neues Testament machen will;
* Jcr. 31, 31. Ebr. io, 16.
s. Nicht nach dem Testament, das ich * ge-macht habe mit ihren Vätern an dem Tage,da ich ihre Hand ergriff, sie auszuführen ausEgyptenland. Denn sie sind nicht geblieben inmeinem Testament; so habe ich ihrer auch nichtwollen achten, spricht der Herr. *2M°s. 19,3.
10. Denn das ist das Testament, dasich 'machen will dem Hause Israel nachdiesen Tagen, spricht der Herr: Ichwill * geben meine Gesetze in ihrenSinn, und in ihr Herz will ich sie schrei-ben; und will ihr Gott seyn, und siesollen mein Volk seyn.
» Esaj. 34, 13. Jor. 31, 33. 34.
11. Und soll nicht lehren Jemand seinen Näch-sten, noch Jemand seinen Bruder, und sagen:
Erkenne den Herrn. Denn sie sollen mich allekennen, von dem Kleinsten an bis zu dem Grö-ßesten.
12. Denn * ich will gnädig seyn ihrer Untu-gend, und ihren Sünden, und ihrer Ungerech-tigkeit will ich nicht mehr gedenken.
* Zcr, 31, 34. Rom. 11, 27.
1 3 . Indem er sagt: Ein Neues; macht er dasErste alt. Was aber alt und überjahret ist,das ist nahe bey seinem Ende.
Das 9. Capirel.
Die CtistShüttc und lcvilische Opfer, ein Vorbild auf Christi hohe-priesterlichcS Amt.
1. ^s hatte "zwar auch das Erste seine Rechte
^ des Gottesdienstes und äußerliche Heilig-keit. * 2 Mos. 23, 8.
2. Denn es war da aufgerichtct das Vorder-theil der Hütte, darinnen ' war der Leuchter,und der Tisch, und die Schaubrote; und dieseheißt das Heilige. * 2 Mos. 23,23.31.
3. Hinter dem andern Vorhang aber war dieHütte, die da heißt" das Allerheiligste.
* 2 Mos. 26, 33.
Die hatte das goldene Räuchfaß, und dieLade des Testaments, allenthalben mit Goldüberzogen, in welcher war die goldene Gelte,die * das Himmelbrot hatte, und die ff RutheAarons, die gegrünet hatte, und die Tafelndes Testaments. * 2 Mos. 16,33.14 Mos. 17, io.s. Oben * darüber aber waren Cherubim derHerrlichkeit, die überschatteten den ff Gnadcn-stuhl; von welchen jetzt nicht zu sagrn ist in-sonderheit. * 2 Mos. 23, 18. ff 2 Mos. 26. 34.
6 . Da nun solches also zugerichtet war, *gingen die Priester allezeit in die vorderste Hütte,und richteten aus den Gottesdienst. *4 Mos 18,3.
7. In die andere aber ging nur' einmahl imJahr allein der Hohepriester, nicht ohne Blut,das er opferte für sein selbst und des Volks
Unwissenheit. « 2 Mos. 30,10. 3 Mos. 15, L
8. Damit der heilige Geist deutete, daß nochnicht geoffenbaret wäre der Weg * zur Heilig-keit, so lange die irste Hütte stünde, * c. 10,19.
9. Welche mußte zu derselbigen Zeit ein Vor-bild seyn, in welcher Gaben und Opfer geop-fert wurden, und konnten nicht vollkommenmachen nach dem Gewissen den, der da Gottes-dienst thut,
10. Allein mit "Speise und Trank, und man-cherlcy Taufen, und äußerlicher Heiligkeit, diebis auf die Zeit der Besserung sind aufgelegt.
* 3 Mos. il, 22. 3 Mos. 14, 3.