Vergleichung Christi Ebraer 7 . mit Melchisedek. 257
D as 7 . Cap i te l.
Vcrgleichung Christi mit Mclchisedck.
1. Dieser * Melchisedek aber war ein König^ zu Salem, ein Priester Gottes, des
Allerhöchsten, der Abraham entgegen ging, daer von der Könige Schlacht wiederkam, undsegnete ihn; *iMos.i4,i8.
2. Welchem auch Abraham gab den Zehntenaller Güter. Aufs erste wird er verdolmetschetein König der Gerechtigkeit; darnach aber ist erauch ein König zu Salem, das ist, ein Königdes Friedens;
3 . Ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlecht,und hat weder Anfang der Tage, noch Endedes Lebens: er ist aber verglichen dem SohneGottes, und bleibet Priester in Ewigkeit.
^i. Schauet aber, wie groß ist der, dem auchAbraham, der Patriarch, den Zehnten gibt vonder eroberten Beute.
s. Zwar die Kinder Levi, da sie das Priester-thum empfangen, haben sie * ein Geboth denZehnten vom Volk, das ist, von ihren Brü-dern, zu nehmen, nach dem Gesetz, wiewohlauch dieselben aus den Lenden Abrahams ge-kommen sind. * 2 Mos. 14 / 28. 29.
6 . Aber der, deß Geschlecht nicht genannt
wird unter ihnen, der nahm den Zehnten vonAbraham, und * segnete den, der die Verheis-sung hatte. * i Mos. 14.19 20.
7 . Nun ist es ohne alles Widersprechen also,daß das Geringere von dem Bessern gesegnetwird.
8 . Und hier nehmen den Zehnten die sterben-den Menschen; aber dort bezeuget er, daß erlebe.
9 . Und daß ich also sage, es ist auch Levi, derden Zehnten nimmt, verzehntet durch Abraham.
10. Denn er war je noch in den Lenden desVaters, da ihm * Melchisedek entgegen ging.
* 1 Mos. 14/ 18 .
11. Ist nun die * Vollkommenheit durch das
Levitische Priesterthum geschehen, (denn unterdemselbigen hat das Volk das Gesetz empfan-gen,) was ist denn weiter noth zu sagen, daßein anderer Priester auskommen solle, nach derOrdnung Melchisedeks, und nicht nach der Ord-nung Aarons? * v. i8.19. Gal. 2/ 21.
12. Denn wo das Priesterthum verändertwird , da muß auch das Gesetz verändert werden.
13. Denn von dem solches gesagt ist, der ist
aus einem andern Geschlecht, aus welchem niekeiner des Altars gepfleget hat.
12,. Denn es ist ja offenbar, daß "von Judaaufgegangen ist unser Herr; zu welchem Ge-schlecht Moses nichts geredet hat vom Priester-thum. * t Mos. 49 / 10. Esaj. ii/ i.
16. Und es ist noch klärlicher, so nach derWeise Melchisedeks ein anderer Priester aufkommt.
16. Welcher nicht nach dem Gesetz des fleischli-chen Geboths gemacht ist, sondern nach derKraft des unendlichen Lebens.
17. Denn er bezeuget: * Du bist ein Priesterewiglich, nach der Ordnung Melchisedeks.
* c. 6, e.
18. Denn damit wird das vorige Gesetz auf-gehoben, darum, daß es zu schwach, und nichtnütze war;
19. (Denn das Gesetz konnte nichts * vollkom-men machen;) und wird eingeführet eine bessereHoffnung, durch welche wir zu Gott nahen;
* Gcsch. 12 / 38 .
20. Und dazu, das viel ist, tticht ohne Eid.Denn jene sind ohne Eid Priester geworden;
21. Dieser aber mit dem Eide, durch den,der zu ihm spricht: * Der Herr hat geschworenund wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priesterin Ewigkeit, nach der Ordnung Melchisedeks.
* Ps. 110 / 4 .
22. Also gar viel eines bessern TestamentsAusrichter ist Jesus geworden.
23. Und jener sind viele, die Priester wurden,darum, daß sie der Tod nicht bleiben ließ;
2^. Dieser aber darum, daß er bleibet ewig-lich, hat er ein unvergängliches Priesterthum.
2Z. Daher er auch selig machen kann immer-dar- die' durch ihn zu Gott kommen, und lebetimmerdar, -k und bittet für sie.
* Joh, 14 / 6 . -j- 1 Job. 2 / 1.
26. Denn einen solchen Hohenpriester solltenwir haben, der da wäre heilig, unschuldig,unbefleckt, von den Sündern abgesondert, undhöher, denn der Himmel ist;
27. Dem nicht täglich noth wäre, wie jenenHohenpriestern, * zuerst für eigene SündenOpfer zu thun, darnach für des Volks Sün-den ; denn das hat er gethan i- einmahl, da ersich selbst opferte. * 2 Mos. 16 / 3. 6. 1 - Rom. 6/ 10 .
28. Denn das ' Gesetz macht Menschen zu
Hohenpriestern, die da Schwachheit haben; dießWort aber des Eides, das nach dem Gesetzgesagt ist, setzt den Sohn ewig und vollkom-men. * c. 3 /1. 2.
(K k)