Der Galater Unbeständigkeit. Galater 4 . 5 .
Christliche Freyheit.
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20. Ich wollte aber, daß ich jetzt bey euchwäre, und meine Stimme wandeln könnte, dennich bin irre an euch.
(Epistel am 4 . Sonntage in der Fasten, Lätare.)
21.Sagt mir, die ihr * unter dem Gesetz seynwollt, *habt wr das Gesetz nicht gehöret?
22. Denn es steht geschrieben, daß Abrahamzween Sohne hatte; * einen von der Magd,den andern von der Freyen.
* 1 M»s. 16 , 15 . 1 - 1 Mos. 21, 2 .
23. Aber der von der Magd war, ist nachdem Fleisch geboren; der * aber von der Freyen,ist durch die ff Verheißung geboren.
* Job. 8 , 39 . -i- Gal. 4 , 28 .
2^. Die Worte bedeuten etwas. Denn dassind die zwey Testamente, Eins von dem BergeSina, das * zur Knechtschaft gebieret, welchesist die Agar. * c. 5,1.
25. Denn Agar heißt in Arabia der BergSina, und langet bis gen Jerusalem, das zudieser Zeit ist, uud ist dienstbar mit seinen Kinderu.
26. Aber das 'Jerusalem, das droben ist, dasist die Freye, die ist unser Aller Mutter.
' Off. 3, 12. c. 21, 2. 10.
27. Denn es ' steht geschrieben: Sey fröhlich,du Unfruchtbare, die du nicht gebierest, undbrich hervor, und rufe, die du nicht schwangerbist; denn die Einsame hat viel mehr Kinder,denn die den Mann hat. * Es. - 4 ,1.
28. Wir aber, lieben Brüder, sind, Isaak 'nach, der Verheißung Kinder. * Rom. 9,7.
29. Aber gleichwie zu der Zeit, ' der nach demFleisch geboren war, verfolgte den, der nachdem Geist geboren war; also geht es jetzt auch.
* 1 Mos. 21, 9.
30. Aber was ' spricht die Schrift? Stoß dieMagd hinaus mit ihrem Sohne; denn der MagdSohn soll nicht erben mit dem Sohne der Freyen.
* 1 Mos. 21, 10. 12.
31 . So sind wir nun, lieben Brüder, nichtder Magd Kinder, sondern der Freyen.)
Das 5. Capitel.
Vermahnung zum rechten Gebrauch der christlichen Freyheit, undguten Werken.
1. A0 besteht nun in der * Freyheit, damit^ uns Christus befreyet hat, und laßt
euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen.
' Joh. 8 , 32 .
2. Siehe, ich Paulus sage euch: * Wo ihreuch beschneiden laßt, so ist euch Christus kein
NÜtze. * Gesch. 15 , 1.
3 . Ich zeuge abermahl einem Jeden, der sichbeschneiden läßt, daß er noch'das ganze Gesetzschuldig ist zu thun. ' Ja-. 2,10.
Ihr' habt Christum verloren, die ihr durchdas Gesetz gerecht werden wollt, und seyd vonder Gnade gefallen. ' -. 2,21.
5. Wir aber ' warten im Geist durch den Glau-ben der Gerechtigkeit, der man hoffen muß.
* 2 Tim. 4 , 8 .
6 . Denn ' in Christo Jesu gilt weder Beschnei-dung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube,der durch die Liebe thätig ist. » 1 Cor. 7,19.
7 . Ihr ' liefet fein. Wer hat euch aufgehal-ten, der Wahrheit nicht zu gehorchen?
* c. 3 , 1. 1 Cor. 9 , 24 .
8 . Solches ' Ueberreden ist nicht von dem,der euch berufen hat. * i, 6 .
9. Ein ' wenig Sauerteig versäuert den
ganzen Teig. 'iCor. 5, 6 .
10. ' Ich versehe mich zu euch iu dem Herrn,ihr werdet nicht anders gesinnet seyn. Wereuch aber ff irre macht, der wird sein Urtheil tra-gen, er sey, wer er wolle.
* 2 Cor. 2 , 3 . c. 7 , 16. ff Gal. 1 , 7 .
11. Ihr aber, lieben Brüder, so ich die Be-
schneidung noch predige, warum leide ich dennVerfolgung? So ' hätte das Aergerniß des Kreu-zes aufgehöret. "i Cor. 1 - 23 .
12. Wollte Gott, daß sie auch ausgerottet wür-den, die euch verstören.
13 . Ihr aber, lieben Brüder, seyd zur Frey-heit berufen. Allein sehet zu, daß ihr durchdie ' Freyheit dem Fleisch nicht Raum gebet;sondern durch die Liebe diene Einer dem Andern.
* i Cor. 8 , 9 .
i^. Denn alle Gesetze werden in einem Worteerfüllet, in dem: ' Liebe deinen Nächsten als
dich selbst. * Marc. 12,31.
is. So ihr euch aber unter einander ' beissetund fresset; so sehet zu, daß ihr nicht untereinander verzehret werdet. *2 Cor. 12,20.
(Epistel am 14 . Sonntage nach Trinitatis.)
i 6 .Ich sage aber: Wandelt'im Geist, so werdet^ ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen.
* Rom 6 , 12.
17. Denn das ' Fleisch gelüstet wider den
Geist, und den Geist wider das Fleisch. Diesel-bige sind wider einander, daß ihr nicht thut,was ihr wollt. * Rom. 7,15.2z.
18. Regieret euch aber der Geist, so seyd ihrnicht unter dem Gesetz.
19. Offenbar ' sind aber die Werke des
(D d 2)