210 Rechter Gebrauch des Gesetzes. Galater 3 . 4 .
Erlösung vom Gesetz.
geftellet von den Engeln durch die Hand * desMittlers. * 2 Mos. 19, 3.
20. Ein Mittler aber ist nicht eines EinigenMittler; * Gott aber ist einig.
* 6 Mos. 4, 39. c. 6/ 4.
2t. Wie? Ist denn das Gesetz wider GottesVerheissungen? Das sey ferne! Wenn aber einGesetz gegeben wäre, das da könnte' lebendig ma-chen ; so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig ausdem Gesetz. * Mm. 8 ,2.3. 4 .
22. Aber die * Schrift hat es alles be-schlossen unter die Sünde, auf daß dieVerbeissung käme durch den Glaubenan Jesum Christum, gegeben denen, dieda glaube n.) * Rom. 3, s. n, 32 .
(Epistel am neuen Lahrstage.)
23 .Ehe denn aber der Glaube kam, wurdenwir unter dem Gesetz ' verwahret und ver-schlossen auf den Glauben, der da sollte geoffen-baret werden. * <. 4,3.
2^. Also ist das * Gesetz unser Zuchtmeiftergewesen auf Christum, daß wir durch den Glau-ben gerecht würden. * Mm. io, 4.
25. Nun aber der Glaube gekommen ist, sindwir nicht mehr unter dem Zuchtmeifter.
26. Denn* ihr seyd Alle Gottes Kinder,durch den Glauben an Christo Jesu.
* Es 36, 3. Loh. 1, 12. Rom. 8, 17.
27. Denn wie viele euer * getauft sind,die-i-haben Christum angezogen.
* Rom. 6, 3, -j- Rom. 13, 14.
28. Hier * ist kein Jude noch Grieche, hier istkein Knecht noch Freyer, hier ist kein Mannnoch Weib; denn ihr seyd allzumahl Einer
in Christo Jesu. * Rom. 10 , 12 . 1 Cor. 12 , 13.
29. Seyd ihr aber Christi; so seyd ihr ja *
Abrahams Samen, und nach der VerheißungErben.) '«.3,7. Mm. s, 7 .
Das 4. Capitel.
Fernere Erklärung der Gerechtigkeit des Glaubens.
(Epistel am Sonntage nach dem Christtage.)
t.^ch sage aber, so lange der Erbe ein Kind^ ist, so ist unter ihm und einem Knechtekein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist allerGüter
2. Sondern er ist unter den Vormündern undPsiegern, bis auf die bestimmte Zeit vom Vater.
3. Also auch wir, da wir Kinder waren, warenwir * gefangen unter den äußerlichen Satzungen.
* c. 3 , 1 . Cvl. 2 , 20 .
2,. Da * aber die Zeit erfüllet ward,
sandle Gott seinen Sohn, geboren voneinem Weibe, und unter das Gesetzgethan, "1 Mos. 49 , 10 .
5. Auf daß er * die, so unter dem Ge-
setz waren, erlösete, daß wir die Kind-schaft empfingen. "c. 3 , 13.
6 . Weil ihr denn Kinder seyd, hat Gott ge-
sandt * den Geist seines Sohnes in eure Herzen,der schreyet: Abba, lieber Vater! * Mm. 8 ,13.
7. Also ist nun hier kein Knecht mehr, son-dern eitel Kinder. Sind es * aber Kinder, sosind es auch Erben Gottes durch Christum.)
» c. 3 , 29. Rom. 8 , 16. 17 .
8 . Aber zu der Zeit, da ihr Gott nicht erkann-
tet, * dienetet ihr denen, die von Natur nichtGötter sind. * 1 Cor. 12,2.
9. Nun ihr aber Gott erkannt habt, ja viel-mehr von Gott erkannt seyd; wie wendet ihreuch denn um wieder zu den schwachen und dürf-tigen Satzungen, welchen ihr von neuem andienen wollt?
10. Ihr * haltet Tage, und Monathe, undFeste, und Jahrszeiten. --Mm. 14,3. Col. 2,16.
11. Ich fürchte euer, daß ich nicht vielleichtumsonst habe an euch gearbeitet.
12. Seyd doch wie ich; denn ich bin wie ihr.Lieben Brüder, ich bitte euch; ihr habt mir keinLeid gethan.
13 . Denn ihr wisset, daß ich euch in Schwach-heit nach dem Fleisch das Evangelium gepredigethabe zum ersten Mahl.
1^. Und meine Anfechtungen, die ich leide nachdem Fleisch, habt ihr nicht verachtet noch ver-schmähet ; sondern als einen * Engel Gottes näh-met ihr mich auf, ja als Christum Jesum.
* 1 Sam. 29 , 9. Mal. 2 , 7.
15 . Wie wäret ihr dazumahl so selig? Ichbin euer Zeuge, daß, wenn es möglich gewesenwäre, ihr hättet eure Augen ausgerissen undmir gegeben.
16. Bin ich denn also euer Feind geworden,* daß ich euch die Wahrheit Vorhalte?
* Ainos 3 , 1».
1 7 . Sie eifern um euch nicht fein; sondern siewollen euch von mir abfällig machen, daß ihrum sie sollt eifern.
18. Eifern ist gut, wenn es immerdar geschiehtum das Gute, und nicht allein, wenn ich gegen-wärtig bey euch bin.
19. Meine lieben Kinder, * welche ich abermahlmit Acugsten gebäre, bis daß Christus in eucheine Gestalt gewinne. * i-Cor. 4,13.