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[2] (1821) Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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209
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Rechtfertigung durch den Glauben. Galater 2. 3. Rechter Gebrauch des Gesetzes. 209

Christum, und nicht durch des Gesetzes Werke;denn durch des Gesetzes Werke wird kein Fleisch

gerecht. * Gesch. 13, 10.11. Rom. Z/ 28. c. 4,5.c. 11/ 6. Eph. 2/ 8.

17. Sollten wir aber, die* da suchen durchChristum gerecht zu werden, auch noch selbstSünder erfunden werden ; so wäre Christus einSündendiener. Das sey ferne! * Rom. 3,24.

18. Wenn ich aber das, so ich zerbrochen habe,wiederum baue, so mache ich mich selbst zu einemUebertreter.

19. Ich bin aber durchs Gesetz dem Gesetz ge-

storben, * auf daß ich Gott lebe; ich bin mitChristo gekreuziget. * Rom. 14,7.

20. Ich lebe aber, doch nun nicht ich,* sondern Christus lebet in mir. Dennwas ich jetzt lebe im Fleisch, das lebeich in dem Glauben des Sohnes Gottes,der mich geliebet hat, ff und stch selbst fürmich dargegeben. " 2 Cor. 13,3. ff Es. n,

Marc. 11, 22. Eph. 3/ 12. Off. 2, 13.

21. Ich werft nicht weg die Gnade Gottes;denn, * so durch das Gesetz die Gerechtigkeitkommt, so ist Christus vergeblich gestorben.

* Rom. 4, 14. Ebr. 7, 11.

Das 3. Capitel.

Gerechtigkeit des Glaubens bestätiget / der rechte Gebrauch des Gesetzes

gezeigct.

1. ^") ihr * unverständigen Galater, wer hat^ euch bezaubert, daß ihr der Wahrheit

nicht gehorchet? Welchen Christus Jesus vor dieAugen gemahlet war, und jetzt unter euch ge-kreuziget ist. "Lue. 24/23.

2. Das will ich allein von euch lernen: "Habtihr den Geist empfangen durch des GesetzesWerke, oder durch die Predigt vom Glauben?

* Gesetz. 2/ 38.

3. Seyd ihr so unverständig? Im Geist habtihr angefangen, wollt ihr es denn nun im Fleischvollenden?

Habt ihr denn so viel umsonst erlitten?Ist es anders umsonst!

5. Der euch nun den Geist reicht, und thut

solche Thaten unter euch, thut er es durch desGesetzes Werke, oder durch ' die Predigt vomGlaubett? " Rom 10, 8.

6. Gleichwie * Abraham hat Gott geglaubet,und das ist ihm gerechnet zur Gerechtigkeit.

* Rom. 4, 3.

7. So erkennet ihr ja nun, daß die des Glau-bens sind, das sind Abrahams Kinder.

8. Die Schrift aber hat es zuvor ersehen,

daß Gott die Heiden durch den Glauben gerechtmache. Darum verkündigt ste dem Abraham:

* In dir sollen alle Heiden gesegnet werden.

* 1 Mos. 12/ 3.

9. Also werden nun, die des Glaubens sind,gesegnet mit dem gläubigen Abraham.

10. Denn die mit des Gesetzes Werken umge-hen, die sind unter dem Fluch. Denn es stehtgeschrieben: * Verflucht sey Jedermann, dernicht bleibt in allem dem, das geschrieben stehtin dem Buch des Gesetzes, daß er es thue.

* 3 Mos. 27/ 26.

11. Daß aber durch das Gesetz Niemand ge-recht wird vor Gott, ist offenbar; denn * derGerechte wird seines Glaubens leben.

" Hab. 2/ 4. Rom. 1/ 17.

12. Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens;

sondern * der Mensch, der es thut, wird da-durch leben. "3 Mos. 18/3.

13. Christus aber hat uns erlöset vondem Fluch des Gesetzes, da er ward ein

* Fluch für uns, (denn es steht ff ge-schrieben: Verflucht ist Jedermann, deram Holz hängt,)

* Rom. 8/ 3. 2 Cor. 3/ 21. ff 3 Mos. 21/ 2Z.

I^i. Auf daß * der Segen Abrahä unter dieHeiden käme in Christo Jesu, und wir also denverheissenen Geist empfingen durch den Glauben.

" 1 Mos. 12/ 3.

(Epistel am 13 . Sonntage nach Trinitatis.)

is.Aeben Brüder, ich will nach menschlicherWeise reden: * verachtet man doch einesMenschen Testament nicht, wenn es bestätigetist, und thut auch nichts dazu. * Ebr. 17.

16. Nun ist je die Verheißung Abrahä und

seinem Samen zugesagt. Er ' spricht nicht,durch die Samen, als durch Viele, sondern alsdurch Einen, durch deinen Samen, welcherist Christus. "i Mos. 22/18.

17. Ich sage aber davon: das Testament, dasvon Gott zuvor bestätiget ist auf Christum,wird nicht aufgehoben, daß die Verheissung solltedurch das Gesetz aufhören, * welches gegeben istüber vier hundert und dreyßig Jahre hernach.

" 2 Mos. 12, 40. Gesch. 7, 6.

18. Denn so* das Erbe durch das Gesetz erwor-ben würde, so würde es nicht durch Verheissunggegeben. Gott aber hat es Abrahä durch Ver-heissung frey geschenkt. * Rom. 4,13.14.

19. Was soll denn das Gesetz? Es ist dazugekommen um der Sünden willen, bis der Samekäme, dem die Verheissung geschehen ist, und ist

(D d)