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[2] (1821) Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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492 Vom rechten Gebrauch 4 Korinther 42. der geistlichen Gaben.

Das 42. Capitel.

Wie geistliche Gaben zu gebrauchen.

(Epistel am 10 . Sonntage nach Trinitatis.)

i.I 7 on den geistlichen Gaben aber * will ich^ euch / lieben Brüder/ nicht verhalten.

* t. 16/ 1. 1 Thcss. 4/ 13.

2. Ihr "wisset/ daß ihr Heiden seyd gewesen/

und hingegangen zu den stummen Götzen/ wieihr geführet wurdet. * c. 6/ n.

3 . Darum thue ich euch kund / daß * NiemandJesum verfluchet/ der durch den Geist Gottesredet; und Niemand kann Jesum einen Herrnheissen/ ohne durch den heiligen Geist.

* Marc. 9/ 39.

(Epistel am St. Matthliustage.)

2 i.Es sind " mancherley Gaben/ aber es ist ein

Geist. * Rom. 12 ,6.

5 . Und es sind * mancherley Zlemter/ aber es

ist ein Herr. *v. 2 ». Eph. 4,n.

6 . Und es find mancherley Kräfte/ aber es istein Gott/ der da " wirket Alles in Allen.

* Eph. 1 / 23 .

7 . In einem Jeglicher» erzeigen sich die Gabendes Geistes zum gemeinen Nutzen.

8 . Einem wird gegeben durch den Geist zu re-

den von der Weisheit; dem Andern wird gege-ben zu reden von der " Erkenntniß / nach dem-selbigen Geist; * c. i, 2. c. 2, 6 .

9. Einem andern der Glaube/ in demselbigenGeist; einem Andern die Gabe gesund zu machen/in demselbigen Geist;

10. Einem Andern/ Wunder zu thun; einemAndern Weissagung; einem Andern/ Geister zuunterscheiden; einem Andern/ mancherley" Spra-chen ; einem Andern / die Sprachen auszulegen.

* v. 30. Gesch. 2, 4. c. io, 46.

11. Dieß aber alles wirkt derselbige einigeGeist / und " theilt einem Jeglichen Seines zu /nach dem er will.)

* Rom. 12 / 3. 6. 1 Cor. 7/ 7. Eph. 4/ 7.

12. Denn gleichwie ein Leib ist/ und hat dochviele Glieder; alle Glieder aber eines Leibes/wiewohl ' ihrer viele sind/ sind sie doch einLeib / also auch Christus. * c. io, 17 .

13. Denn wir sind/ durch einen Geist/ allezu einem Leibe getauft/ wir seyen Juden oderGrieche»/ Knechte oder Freye/ und sind alle zueinem Geist getränket.

1^. Denn auch der ' Leib ist nicht ein Glied/sondern viele. " v. 20 .

15. So aber der Fuß spräche: Ich bin keineHand/ darum bin ich des Leibes Glied nicht;

sollte er um deß willen nicht des Leibes Gliedseyn?

16. Und so das Ohr spräche: Ich bin keinAuge/ darum bin ich nicht des Leibes Glied;sollte es um deß willen nicht des Leibes Gliedseyn?

17. Wenn der ganze Leib Auge wäre/ wobliebe das Gehör? So er ganz das Gehör wäre/wo bliebe der Geruch?

18. Nun aber hat Gott die " Glieder gesetzt/

ein jegliches sonderlich am Leibe / wie er gewollthat. VC-r. 2,19.

19. So aber alle Glieder ein Glied wären/wo bliebe der Leib?

20. Nun aber sind " der Glieder viele / aber der

Leib ist einer. " v. n.

21. Es kann das Auge nicht sagen zu der Hand:Ich bedarf deiner nicht; oder wiederum das Hauptzu den Füßen: Ich bedarf euer nicht.

22. Sondern vielmehr die Glieder des Leibes/die uns dünken die schwächsten zu seyn / sind dienöthigsten;

23. Und die uns dünken die unehrlichsten zuseyn/ denselbigen legen wir am meisten Ehrean; und die uns übel anstehen/ die schmücktman am meisten;

2-ä. Denn die uns wohl anstehen / die bedürfencs nicht. Aber Gott hat den Leib also vermen-get / und dem dürftigen Glied am meisten Ehregegeben/

25. Auf daß nicht eine Spaltung im Leibe sey/sondern die Glieder für einander gleich sorgen.

26. Und so ein Glied leidet/ so leiden alleGlieder mit; und so ein Glied wird herrlich ge-halten/ so freuen sich alle Glieder mit.

27 . * Ihr seyd aber der Leib Christi/ undGlieder/ ein Jeglicher nach seinem Theil.

* Rom. 12 , s. Eph. 4/ 12 . c. 3/ 30.

28. Und Gott hat gesetzt in der Gemeine aufsErste ' die Apostel/ aufs Andere die Propheten/aufs Dritte die Lehrer/ darnach die Wunderthä-ter / darnach die Gaben gesund zu machen / Hel-fer / Regierer / mancherley Sprachen." Eph. 4 , n.

29. Sind sie alle Apostel? Sind sie alle Pro-pheten? Sind sie alle Lehrer? Sind sie alle Wun-derthäter?

30. Haben sie alle Gaben gesund zu machen?Reden sie alle mit mancherley Sprachen? Kön-nen sie alle auslegen?

3 1. Strebet " aber nach den besten Gaben.

Und ich will euch noch einen köstlicher« Wegzeigen. '«. ir, 1.

Das