492 Vom rechten Gebrauch 4 Korinther 42. der geistlichen Gaben.
Das 42. Capitel.
Wie geistliche Gaben zu gebrauchen.
(Epistel am 10 . Sonntage nach Trinitatis.)
i.I 7 on den geistlichen Gaben aber * will ich^ euch / lieben Brüder/ nicht verhalten.
* t. 16/ 1. 1 Thcss. 4/ 13.
2. Ihr "wisset/ daß ihr Heiden seyd gewesen/
und hingegangen zu den stummen Götzen/ wieihr geführet wurdet. * c. 6/ n.
3 . Darum thue ich euch kund / daß * NiemandJesum verfluchet/ der durch den Geist Gottesredet; und Niemand kann Jesum einen Herrnheissen/ ohne durch den heiligen Geist.
* Marc. 9/ 39.
(Epistel am St. Matthliustage.)
2 i.Es sind " mancherley Gaben/ aber es ist ein
Geist. * Rom. 12 ,6.
5 . Und es sind * mancherley Zlemter/ aber es
ist ein Herr. *v. 2 ». Eph. 4,n.
6 . Und es find mancherley Kräfte/ aber es istein Gott/ der da " wirket Alles in Allen.
* Eph. 1 / 23 .
7 . In einem Jeglicher» erzeigen sich die Gabendes Geistes zum gemeinen Nutzen.
8 . Einem wird gegeben durch den Geist zu re-
den von der Weisheit; dem Andern wird gege-ben zu reden von der " Erkenntniß / nach dem-selbigen Geist; * c. i, 2. c. 2, 6 .
9. Einem andern der Glaube/ in demselbigenGeist; einem Andern die Gabe gesund zu machen/in demselbigen Geist;
10. Einem Andern/ Wunder zu thun; einemAndern Weissagung; einem Andern/ Geister zuunterscheiden; einem Andern/ mancherley" Spra-chen ; einem Andern / die Sprachen auszulegen.
* v. 30. Gesch. 2, 4. c. io, 46.
11. Dieß aber alles wirkt derselbige einigeGeist / und " theilt einem Jeglichen Seines zu /nach dem er will.)
* Rom. 12 / 3. 6. 1 Cor. 7/ 7. Eph. 4/ 7.
12. Denn gleichwie ein Leib ist/ und hat dochviele Glieder; alle Glieder aber eines Leibes/wiewohl ' ihrer viele sind/ sind sie doch einLeib / also auch Christus. * c. io, 17 .
13. Denn wir sind/ durch einen Geist/ allezu einem Leibe getauft/ wir seyen Juden oderGrieche»/ Knechte oder Freye/ und sind alle zueinem Geist getränket.
1^. Denn auch der ' Leib ist nicht ein Glied/sondern viele. " v. 20 .
15. So aber der Fuß spräche: Ich bin keineHand/ darum bin ich des Leibes Glied nicht;
sollte er um deß willen nicht des Leibes Gliedseyn?
16. Und so das Ohr spräche: Ich bin keinAuge/ darum bin ich nicht des Leibes Glied;sollte es um deß willen nicht des Leibes Gliedseyn?
17. Wenn der ganze Leib Auge wäre/ wobliebe das Gehör? So er ganz das Gehör wäre/wo bliebe der Geruch?
18. Nun aber hat Gott die " Glieder gesetzt/
ein jegliches sonderlich am Leibe / wie er gewollthat. VC-r. 2,19.
19. So aber alle Glieder ein Glied wären/wo bliebe der Leib?
20. Nun aber sind " der Glieder viele / aber der
Leib ist einer. " v. n.
21. Es kann das Auge nicht sagen zu der Hand:Ich bedarf deiner nicht; oder wiederum das Hauptzu den Füßen: Ich bedarf euer nicht.
22. Sondern vielmehr die Glieder des Leibes/die uns dünken die schwächsten zu seyn / sind dienöthigsten;
23. Und die uns dünken die unehrlichsten zuseyn/ denselbigen legen wir am meisten Ehrean; und die uns übel anstehen/ die schmücktman am meisten;
2-ä. Denn die uns wohl anstehen / die bedürfencs nicht. Aber Gott hat den Leib also vermen-get / und dem dürftigen Glied am meisten Ehregegeben/
25. Auf daß nicht eine Spaltung im Leibe sey/sondern die Glieder für einander gleich sorgen.
26. Und so ein Glied leidet/ so leiden alleGlieder mit; und so ein Glied wird herrlich ge-halten/ so freuen sich alle Glieder mit.
27 . * Ihr seyd aber der Leib Christi/ undGlieder/ ein Jeglicher nach seinem Theil.
* Rom. 12 , s. Eph. 4/ 12 . c. 3/ 30.
28. Und Gott hat gesetzt in der Gemeine aufsErste ' die Apostel/ aufs Andere die Propheten/aufs Dritte die Lehrer/ darnach die Wunderthä-ter / darnach die Gaben gesund zu machen / Hel-fer / Regierer / mancherley Sprachen." Eph. 4 , n.
29. Sind sie alle Apostel? Sind sie alle Pro-pheten? Sind sie alle Lehrer? Sind sie alle Wun-derthäter?
30. Haben sie alle Gaben gesund zu machen?Reden sie alle mit mancherley Sprachen? Kön-nen sie alle auslegen?
3 1. Strebet " aber nach den besten Gaben.
Und ich will euch noch einen köstlicher« Wegzeigen. '«. ir, 1.
Das