Vom Ehestände. 1 Korinther 7 . Vom ledigen und ehelichen Stande. 48 /
8 . Ich sage zwar den Ledigen und Witwen: Esist ihnen gut, wenn sie auch bleiben wie ich.
9 . So sie aber sich ' nicht enthalten, so laß siefreyen; es ist besser freyen, denn Brunst leiden.
* t Tim. 14 .
10. Den Ehelichen aber gebiethe nicht ich,sondern * der Herr, daß das -!- Weib sich nichtscheide von dem Manne; * i Theff. 4 , 13. s ME. 32.
11. So sie sich aber scheidet, daß sie ohne Ehebleibe, oder sich mit dem Manne versöhne, unddaß der Mann das Weib nicht von sich lasse.
12. Den andern aber sage ich, nicht der Herr:So ein Bruder ein ungläubiges Weib hat, unddieselbige läßt es ihr gefallen, bey ihm zu woh-nen; der scheide sich nicht von ihr.
13. Und so ein Weib einen ungläubigen Mannhat, und er läßt es ihm gefallen, bey ihr zuwohnen; die scheide sich nicht von ihm.
1^. Denn der ungläubige Mann ist geheiligetdurch das Weib, und das ungläubige Weibwird geheiliget durch den Mann. Sonst wäreneure Kinder unrein; nun * aber sind sie heilig.
* Rom. 11, 16.
1 Z. So aber der Ungläubige sich scheidet, solaß ihn sich scheiden. Es ist der Bruder oderdie Schwester nicht gefangen in solchen Fällen.Im * Frieden aber hat uns Gott berufen.
* Eph. 2 , 14 . 17 .
16. Was weißt du aber, du * Weib, ob du
den Mann werdest selig machen? Oder du Mann,was weißt du, ob du das Weib werdest seligmachen? * 1 Pu. 3.1.
1 7 . Doch wie einem Jeglichen Gott hat ausge-theilet; * ein Jeglicher, wie ihn der Herr beru-fen hat, also wandle er. Und also schaffe iches in allen Gemeinen. *». 20. 24.
1 8 . Ist Jemand beschnitten berufen, der zeugekeine Vorhaut. Ist Jemand berufen in derVorhaut, der lasse sich nicht beschneiden.
19. Die ' Beschneidung ist nichts, und dieVorhaut ist nichts; sondern Gottes Geboth halten.
* Gal. 3 , 6 . o. 6 , 13 .
20. * Ein Jeglicher bleibe in dem Beruf, dar-innen er berufen ist. ' E»h. 4/ 1 .
21. Bist du ein Knecht berufen, ' sorge dir
nicht; doch, kannst du frey werden, so brauchedeß viel lieber. * 1 Tim. 6 ,2.
22. Denn wer ein Knecht berufen ist in demHerrn, der ist ein Gefreyter des Herrn; dessel-bigen gleichen wer ein Freyer berufen ist, der istein Knecht Christi.
23. Ihr * seyd theuer erkauft, werdet nichtder Menschen Knechte. * c. 6 ,20.
22,. Ein Jeglicher, lieben Brüder, '.worinnener berufen ist, darinnen bleibe er bey Gott.
* v. 17.20.
25. Von den Jungfrauen aber habe ich keinGeboth des Herrn; ich sage aber meine Meinung,als der ich Barmherzigkeit erlanget habe vondem Herrn, treu zu seyn.
26. So meine ich nun, solches * sey gut, umder 1 - gegenwärtigen Noth willen, daß es demMenschen gut sey, also zu seyn.
* 1 Mos. 2 / 18. -I- Jer. 16, 2.
27. Bist du an ein Weib gebunden, so suchenicht los zu werden; bist du aber los vom Weibe,so suche kein Weib.
28. So du aber freyest, sündigest du nicht;und so eine Jungfrau freyet, sündiget sie nicht:doch werden solche leibliche Trübsal haben. Ichverschonte aber euer gerne.
29. Das sage ich aber, lieben Brüder, die 'Zeit ist kurz. Weiter ist das die Meinung: Dieda Weiber haben, daß sie seyen, als hätten siekeine; und die da weinen, als weineten sie nicht;
* Rom. 13 , 11.
30. Und die sich freuen, als freueten sie sichnicht; und die da kaufen, als besäßen sie esnicht;
31. Und die dieser Welt brauchen, daß sie der-
selbigen nicht mißbrauchen: * denn das Wesendieser Welt vergehet. * 1 J°h. 2,17.
32. Ich wollre aber, daß ihr ohne Sorgewäret. Wer * ledig ist, der sorget, was demHerrn angehöret, wie er dem Herrn gefalle.
* 1 Tim. 3 , 3 .
33. Wer aber freyet, der sorget, was derWelt angehöret, wie * er dem Weibe gefalle.Es ist ein Unterschied zwischen einem Weibeund einer Jungfrau. * «pH. 29.
3^. Welche nicht freyet, die sorget, was demHerrn angehöret, daß sie heilig sey, beydes amLeibe und auch am Geiste: die aber freyet, diesorget, was der Welt angehöret, wie sie demManne gefalle.
35. Solches aber sage ich zu euerm Nutzen;nicht daß ich euch einen Strick an den Halswerfe, sondern dazu, daß es fein ist, und ihrstets und ungehindert dem Herrn dienen könnet.
36 . So aber Jemand sich läßt dünken, eswolle sich nicht schicken mit seiner Jungfrau,weil sie eben wohl mannbar ist, und es will nichtanders seyn, so thue er, was er will; er sün-diget nicht, er lasse sie freyen.
37. Wenn einer aber ihm fest vornimmt, weil
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