Römer 12. 13.
178 Christliche Lebensregeln.
neue. Gibt * Jemand, so gebe er einfältiglich.Regieret Jemand, so sey er sorgfältig. UebetJemand Barmherzigkeit/ so thue er es mit Luft.
* Matth. 6 / 3 . ff- 2 Cor. 8 / 2. c. 9 / 7 . 13 .
9 . Die * Liebe sey nicht falsch, -t Hasset dasArge/ hanget dem Guten an.
* 1 Tim. 1, 2. 1- Ps. 97/ 10. Amos 2/ 13.
i o. Die * brüderliche Liebe unter einander seyherzlich. Einer komme dem andern mit Ehrer-bietung zuvor. * Eph. 4 / 3 .
11. Seyd nicht träge/ was ihr thun sollt.Seyd ' brünstig im Geist. Schicket euch in die
Zeit. * Off. 8 / 12. ff- Eph. 2/ 16. (ff- Diener dem Herrn.)
12. Seyd " fröblich in Hoffnung/ geduldig inTrübsal / haltet an am Gebeth. "Luc. 10,20.
1.;. " Nehmet euch der Heiligen Nothdurft an.Herberget gerne.
* 1 Cor. 16, 1. ff- 1 Mos. 18/ 3 . e. 19 / 2 . 3 . Ebr. 13 / 2 .
12/. "Segnet/ die euch verfolgen; segnet/ und
fillchet Nicht. "Matth. 2 / 44 .
16. Freuet euch mit den Fröhlichen / und *weinet mit den Weinenden. " Ps. 32 13.
10. Habt * einerley Sinn unter einander. Trach-tet nicht nach hohen Dingen / sondern haltet euchherunter zu den Niedrigen.) " -. 12/ 2. 1 Cor. i/10.
(Epistel am 3 . Sonntage nach Epiphaniff.)
17.Haltet euch nicht selbst für klug. "VergeltetNiemand Böses mit Bösem. Fleißigeteuch der Ehrbarkeit gegen Jedermann.
* i Tbess. 2/ 12.
18. Ist es möglich/ so viel an euch ist/ "sohabt mit allen Menschen Frieden.
* Marc. 9 / 20. Ebr. 12/ 14 .
19. "Rächet euch selber nicht/ meine Liebsten/sondern gebet Raum dem Zorn; denn es steht-i-geschrieben: Die Rache ist mein/ ich will ver-gelten/ spricht der Herr * 3 Mos. 19,18. Ma»h. 2.39.
1 Cor. 6 , 7 . -j- 2 Mos. 82 / 32 . Ps. 94 / i. Ebr. 10/ 30 .
20. So nun " deinen Feind hungert/ so speiseihn; dürstet ihn / so tränke ihn. Wenn du dastbust/ so wirft du feurige Kohlen auf sein Haupt
sammeln. * Spr. 23/ 21 . 22 . Matth. 3/ 44.
21. Laß dich nicht das Böse überwinde« / son-dern " uberwinde das Böse mit Gutem.)
" i Sam. 24, 1 . 8 .
Das 13. Capitel.
Wie man sich gegen die Obrigkeit, den Nächsten / und Ach selbstverhallen soll.
i.^Vedermann * sey unterthan der Obrigkeit/^ die Gewalt über ihn hat. Denn es istkeine Obrigkeit/ ohne von Gott; wo aber Obrig-keit ist / die ist von Gott verordnet. " Ta. 3, i.
Liebe des Nächsten.
2. Wer' sich nun wider die Obrigkeit setzet /der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber wi-derstreben / werden über sich ein Urtheil empfangen.
* Spr. 24 , 21.
3. Denn die " Gewaltigen sind nicht den guten
Werken / sondern den bösen zu fürchten. Willstdu dich aber nicht fürchten vor der Obrigkeit / sothue Gutes; so wirft du Lob von derselbigenhaben. ' ruc. 22,23.
2/. Denn sie ist ' Gottes Dienerinn / dir zu gut.Thuft du aber Böses / so fürchte dich; denn sieträgt das Schwert nicht umsonst, sie ist GottesDienerinn, eine Rächerin«zur Strafe, überden,der Böses thut. " Ps. »s, 6 .
5 . So seyd nun aus Noth ' unterthan, nicht
allein um der Strafe willen, sondern auch umdes Gewissens willen. "i Per. 2,13.
6 . Derhalben müßet ihr auch Schoß geben,denn sie sind Gottes Diener, die solchen Schutzsollen handhaben.
7. So " gebet nun Jedermann, was ihr schul-dig seyd; Schoß, dem der Schoß gebühret;Zoll, dem der Zoll gebühret; Furcht, dem dieFurcht gebühret; Ehre, dem die Ehre gebühret.
" Marc. 12, 17. Luc. 20, 23.
(Epistel am 4 . Sonntage nach Epiphaniä.)
L.Seyd Niemand nichts schuldig, denn daßihr euch unter einander liebet; denn "werden Andern liebet, der hat das Gesetz erfüllet.
" Gal. 3 , 14 . Col. 3 , 14 . 1 Tim. 1, 3 .
9. Denn das da gesagt ist: Du sollst nichtehebrechen; du sollst nicht tödten; du sollst nichtstehlen; du sollst nicht falsch Zeugniß geben;dich soll nichts gelüsten; und so ein ander Gebots)mehr ist; das wird in diesem Wort verfasset:" Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst.
" Mare. 12, 31 .
10. Die " Liebe thut dem Nächsten nichts Böses,ff- So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.)
* 1 Cor. 13, 4. ff» Gal. 2 , 14.
(Epistel am 1. Sonntage des Advents.)
11.Und weil wir solches wissen, nähmlich dieZeit, daß die Stunde da ist, aufzuftehenvom " Schlaf; sintemahl unser Heil jetzt näherist, denn da wir es glaubten;
* 1 Cor. 12, 3 /. Epb. 2 , i 4 . 1 Thess. 3 , 6 . ff- Ebr. 6 , 9 .
12. Die ' Nacht ist vergangen, der Tag aberherbey gekommen: k so laßt uns ablegen dieWerke der Finfterniß, und anlegen die Waffendes Lichts. " 1 Loh. 2, s. ff- Eph. 2,11..
13. Laßt uns ehrbarlich wandeln, als am Tage;' nicht in Fressen und Saufen, nicht irr Kam-