Gott hat sein Volk nicht ganz verstoßen. Römer 11 . 12 . Christliche Lebensregeln. 177
18. So rühme dich nicht wider die Zweige.Rühmest du dich aber wider ste; so sollst duwissen, daß du die Wurzel nicht trägst, sonderndie Wurzel trägt dich.
19. So sprichst du: Die' Zweige sind zerbro-chen, daß ich hinein gepfropfet würde.
* Gesch. 13 , 46 .
20. Ist wohl geredet. Sie sind zerbrochen umihres Unglaubens willen; du stehest aber durchden Glauben: Sey nicht * stolz, sondern fürchte
dich. ' 1 Cor. 10,12.
21. Hat Gott der natürlichen Zweige * nicht
verschonet, daß er vielleicht deiner auch nichtVerschone. * 2 Pct. 2 , 4 .
22. Darum schaue die Güte und den ErnstGottes; den Ernst an denen, die gefallen sind,die Güte aber an dir, ' so ferne du an der Gütebleibest; sonst wirst du auch abgehauen werden.
' Joh. i§, 2 .
23 . Und Jene, so sie nicht bleiben in dem Un-glauben , werden sie eingepfropfet werden: Gott'kann sie wohl wieder einpfropfen. *2Cor.3,16.
2^. Denn so du aus dem Oehlbaum, der vonNatur wild war, bist ausgehauen, und widerdie Natur in den guten * Oehlbaum gepfropfet;wie vielmehr werden die natürlichen eingepfrop-fet in ihren eigenen Oehlbaum? * 8 -r. 11,16.
25. Ich will euch nicht verhalten, lieben Brü-der, dieses Geheimniß, auf daß ihr nicht stolzseyd. Blindheit ist Israel eines Theils wider-fahren , so lange', bis die Fülle der Heiden ein-gegangen sey, "Lue. 21, 24 . Hos. 3 , 4 . 3.
26. Und ' also das ganze Israel selig werde;wie geschrieben steht: " Es wird kommen ausZion, der da i- erlöse, und abwende das gottloseWesen von Jakob. '2Cor. 3,16.** Esaj. 59,20.^514,7.
27 . Und * dieß ist mein Testament mit ihnen,wenn ich ihre Sünden werde wegnehmen.
* 8 er. 31 , 33 . Ebr. 8 , 8 . c. 10, 16.
28. Nach dem Evangelio halte ich sie zwarfür Feinde, um eitert willen; aber nach derWahl habe ich sie lieb, um der Väter willen.
29. * Gottes Gaben und Berufung mögen ihn
nicht gereuen. *2 Tim. 2,1z.
30. Denn gleicher Weise, wie auch ihr wei-land nicht habt geglaubet an Gott, nun aberhabt ihr Barmherzigkeit überkommen über ihremUnglauben:
31. Also auch Jene haben jetzt nicht wollenglauben an die Barmherzigkeit, die euch wider-fahren ist, auf daß sie auch Barmherzigkeit über-kommen.
32. Denn * Gott hat alles beschlossenunter den Unglauben, auf daß er sich
aller erbarme. *G->l. 3,22. -j-Ps. 143, §.
(Epistel am Sonntage Trinitatis.)
33 .A welch ' eine Tiefe des Reichthums, bey-des der Weisheit und Erkenntniß Gottes!Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte, undunerforschlich seine Wege! * Hiob 11, r. Ps. 36 ,7.
3^. Denn * wer hat des Herrn Sinn erkannt?Oder, wer ist sein Rathgeber gewesen?
* Hiob 15 , 8 . Esaj. 4 o, 13 . 8 er. 23 , 18. 1 Cor. 2, 16.
35 . Oder, wer hat ihm etwas zuvor gegeben,das ihm werde wieder vergolten?
36 . Denn'von ihm, und durch ihn, und in
(zu) ihm sind alle Dinge. Ihm sey Ehre inEwigkeit. Amen.) * Spr. 16,4.
Das 12 . Capitel.
Christliche Lebensregeln.
(Epistel am i. Sonntage nach EpiphaoiL.)
1. ^ch ermahne euch, lieben Brüder, durch
^ die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr '
eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig,heilig und Gott wohlgefällig sey, welches seyeuer vernünftiger Gottesdienst. * c. 6 ,13.1 Thess. 4,3.
2. Und ' stellet euch nicht dieser Welt gleich,sondern verändert " euch durch Verneuerung euersSinnes, auf daß ihr prüfen möget, 7 welches dasey -er gute, der wohlgefällige, und der vollkom-mene Gotteswille.
* 1 Pet. 1, 14 . ** Eph. 4 , 23 . 1 - Eph. 5 , 17 . 1 Thrss. 4 , ,.
3 . Denn ich sage durch die Gnade, die mirgegeben ist, Jedermann unter euch, daß Nie-mand weiter von ihm halte, denn sichs gebühretzu halten; sondern daß er von ihm mäßiglichhalte, ein jeglicher, nach dem ' Gott ausgethei-let hat das Maß des Glaubens.
* i Cor. 7 , 7 . c. 12, 11. Eph. 4 , 7 .
2j. Denn gleicher Weise, als wir in * einemLeibe viele Glieder haben, aber alle Gliedernicht einerley Geschäfte haben; *iC»r.i2,i2.
5. Also sind wir viele * ein Leib in Christo,aber unter einander ist einer des andern Glied,
* 1 Cor. 12, 27.
6 . Und * haben mancherley Gaben, nach devGnade, die uns gegeben ist.) * i Cor. 12, 4 .
(Epistel am 2. Sonntage nach Epiphaniä.)
7. Hat Jemand Weissagung, so scy sie dem
Glauben ähnlich. 'Hat Jemand ein Amt,so warte er des Amts. Lehret Jemand, so warteer der Lehre. ' * Pct. 4,10. n.
s. Ermahnet Jemand, so warte er des Ermah-
(Z)