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[2] (1821) Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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Der Heiden Beruf. Glaubensgerechtigkeit. Römer 9. 10. Herzensglaube.

denn uns? Wer kann seinem Willen wider-stehen?

20. Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, daßdu mit Gott rechten willst? Spricht auch einWerk zu seinem * Meister: Warum machst du

Mich also? * Hiob 9/ 12. Esoj. 43 / 9 .

21. Hat nicht ein Töpfer Macht aus EinemKlumpen zu machen ein Faß zu Ehren, unddas andere zu Unehren?

22. Derhalben, da Gott wollte Zorn erzeigen,und kund thnn seine Macht, hat er mit großer* Geduld getragen die Gefäße des Zorns, dieda zugerichtet sind zur Verdammniß;

* c. 2 , 4 . i Pet. 2 , 8 .

23 . Auf daß er * kund thäte den Reichthumseiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmher-zigkeit, die er bereitet hat zur Herrlichkeit,

* Epb. 1 , 7 . Col. 1 / 27 .

2^. Welche er berufen hat, nähmlich uns, nichtallein aus den Juden, sondern auch aus denHeiden.

25 . Wie er denn auch durch Hoseam * spricht:Ich will das mein Volk heissen , das nicht meinVolk war, und meine Liebe, die nicht die Liebe

war. * Hos. 2, 23. 1 Pct. 2, 10.

26. * Und soll geschehen, an dem Ort, da zu

ihnen gesagt ward: Ihr seyd nicht mein Volk,sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genanntwerden. * Hos. i/1».

27. Jesaias aber schreyet für Israel: * Wenn

die Zahl der Kinder Israel würde seyn wie derSand am Meer, so wird doch das -k Uebrigeselig werden; * Es-a. io, 22.23.1- Rom. 11, 3.

28. Denn es wird ein Verderben und Steurengeschehen zur Gerechtigkeit, und der Herr wirddasselbige Steuren thun auf Erden.

29. Und wie * Jesaias zuvor sagt: Wenn unsnicht der Herr Zebaoth hätte lassen Samen über-bleiben; so wären wir-k wie Sodoma geworden,und gleichwie Gomorra. * Eim. 1,9. 1-1 Mos. 19/24.

30 . Was wollen wir nun hier sagen? Düswollen wir sagen: * Die Heiden, die nicht habennach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Ge-rechtigkeit erlanget, ich sage aber von der Gerech-tigkeit , die ans dem Glauben kommt. * 10,20.

31. Israel 'aberhat dem Gesetz der Gerechtig-keit nachgestanden, und hat das Gesetz der Ge-rechtigkeit nicht überkommen. * c. 10,2.

32 . Warum das? Darum, daß sie es nichtaus dem Glauben, sondern als aus den Werkendes Gesetzes suchen. Denn sie ' haben sich ge-stoßen an den Stein des Anlaufens; * 1 Cor. i, 23.

33. Wie * geschrieben steht: Siehe da, ich legein Zion einen Stein des Anlaufens, und einenFels der Aergerniß; und wer an ihn glaubt,der soll nicht zu Schanden werden.

* Esaj. 8/ ist. c. 28/ 16. Matth. 21/ 42.

Das 10. Capitel.

Die Erkemitniß der Erwählung ist nicht zu finden im Gesetz / sondernim Evangelio.

1. sieben Brüder, meines Herzens Wunsch ist,^ und siehe auch Gott für Israel, daß sie

selig werden.

2. Denn ich ' gebe ihnen das Zeugniß, daß siei- eifern um Gott, aber mit Unverstand.

* Col. 4/ 13. -j- Gal. 1/ ist.

3. Denn sie * erkennen die Gerechtigkeit nicht,die vor Gott gilt, und trachten ihre eigene Ge-rechtigkeit aufzurichten, und sind also der Gerech-tigkeit, die vor Gott gilt, nicht unterthan.

* c. 9/ 30. 31. Ps. 69/ 28.

Denn Christus'ist des Gesetzes Ende,1- wer an den glaubt, der ist gerecht.

* Matth. 3/ 17. H Joh. 3/ 18.

5. Mose aber ' schreibt wohl von der Gerech-tigkeit, die aus dem Gesetz kommt: WelcherMensch dieß thut, der wird darinnen leben.

* 3 Mos. 18/ 3.

6 . Aber die Gerechtigkeit aus dem Glaubenspricht also: * Sprich nicht in deinem Herzen:Wer will hinauf gen Himmel fahren? (Das istnichts anders, denn Christum herab hohlen.)

* 3 Mos. 30/ 12.

7. Oder, wer will hinab in die Tiefe fahren?(Das ist nicht anders, denn Christum von denTodten hohlen.)

8 . Aber was sagt' sie? Das Wort ist dir nahe,

nähmlich in deinem Munde, und in deinemHerzen. *3Mos.30/ist.

(Epistel am St. Andreas.-Tage.)

Dieß ist das Wort * vom Glauben, das wirpredigen. * * T>m. 4/ 6.

9. Denn so du mit deinem Munde ' bekennestJesum, daß er der Herr sey, und glaubest indeinem Herzen, daß ihn Gott von den Todtenauferwecket hat; so wirst du selig. * Matth.w/32.

10. Denn so man von Herzen glaubt, so wirdman gerecht; und so man ' mit dem Mundebekennet, so wird man selig. * P>- 716/10.

i i. Denn die Schrift spricht: * Wer an ihnglaubt, der wird nicht zu Schanden werden.

* Lsaj. 28/ 16. Ps. 23. 3.

12. Es ist hier * kein Unterschied unter Juden