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[2] (1821) Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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Verlorner Sohn.

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_Jesus nimmt die Sünder an. Luca

3. Er sagte aber zu ihnen dieß Gleichniß/ undsprach:

Welcher Mensch ist unter euch, der hundertSchafe hat, 'und so er der Eins verlieret, dernicht lasse die neun und neunzig in der i- Wüste undhingehe -r-r nach dem Verlornen, bis daß er es finde?

31, ii. 16. -j-iSam. 17, 28. -j-s-Matth. 18, 12. Lue. 19, io.

5. Und wenn er es gefunden hat, so legt eres auf seine Achseln mir Freuden.

6. Und wenn er heim kommt, ruft er seineFreunde und Nachbarn, und spricht zu ihnen:Freuet euch mit mir, denn ich * habe mein Schafgefunden, das verloren war. 'i Pu. 2,23.

7. Ich sage euch: Also wird auch Freude im

Himmel seyn über * Einen Sünder, der Bußethut, vor neun und neunzig Gerechten, die derBuße nicht bedürfen. * c. 3,32.

8. Oder, welches Weib ist, die zehn Groschenhat, so sie der Einen verlieret, die nicht ein Lichtanzünde, und kehre das Haus, und suche mitFleiß, bis daß sie ihn finde?

9. Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre* Freundinnen und Nachbarinnen, und spricht:Freuet euch mit mir, denn ich habe meinenGroschen gefunden, den ich verloren hatte.

* e. 1/ 38.

10. Also auch, sage ich euch, wird Freudeseyn vor den Engeln Gottes über einenSünder, der Buße thut.)

11. Und er sprach: Ein Mensch hatte zweenSöhne;

12. Und der jüngste unter ihnen sprach zumVater: Gib mir, Vater, das Theil der Güter,das mir gehöret. Und er theilte ihnen das Gut.

13. Und nicht lange darnach sammelte der

jüngste Sohn alles zusammen, und zog ferneüber Land; und' daselbst brachte er sein Gut ummit Prassen. * Spr. 29/ 3.

1^. Da er nun alles das Seine verzehret hatte,ward eine große Theurung durch dasselbige ganzeLand, und er fing an zu darben;

15. Und ging hin, und hängete sich an einenBürger desselbigen Landes, der schickte ihn aufseinen Acker, der Säue zu huthen.

16. Und er begehrete seinen Bauch zu füllenmit Trabern, die die Saue aßen; und Niemandgab sie ihm.

17. Da * schlug er in sich, und sprach: Wieviele Taglöhner hat mein Vater, die Brot dieFülle haben, und k ich verderbe im Hunger.

* 1 Sam. 24/ 6. -I- Spr. 23, 21.

18. Ich ' will mich aufmachen, und zu meinem

s 15.

Vater gehen, und zu ihm sagen: Vater, ich habegesündiget in den Himmel und vor dir;

" * Zer. 3, 14.

19. Und bin hinfort nicht mehr Werth, daß ichdein Sohn heisse; mache mich als einen deinerTaglöhner.

20. Und er machte sich auf, und kam zu seinemVater. Da er aber noch ferne von dannen war,sah ihn sein Vater, und jammerte ihn, lief undsiel ihm um seinen Hals, und ' küssete ihn.

* 2 Sam. 14, 33.

21. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater,ich habe gesündiget in den Himmel undvor dir; ich bin hinfort nicht mehr werth,daß ich dein Sohn heisse.

22. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten:Bringet das beste Kleid hervor, und thut ihnan, und .gebet ihm einen Fingerreif an seineHand, und Schuhe an seine Füße:

23. Und bringet ein gemästetes Kalb her, undschlachtet es, laßt uns essen und fröhlich seyn:

2^. Denn dieser mein Sohn war todt, undist wieder' lebendig geworden; er war verloren,und ist gefunden worden. Und fingen an fröhlichzu seyn. * Eph. 2,1. e. 3,14.

25. Aber der älteste Sohn war auf dem Felde,und als er nahe zum Hause kam, hörete er dasGesänge und den Reigen;

26. Und rief zu sich der Knechte einen, undfragte was das wäre.

27. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist ge-kommen, und dein Vater hat ein gemästetesKalb geschlachtet, daß er ihn gesund wieder har.

28. Da ward er zornig, und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus, und bathihn.

29. Er antwortete aber, und sprach'zum Vater:Siehe, so viele Jahre diene ich dir, und habedein Geboth noch nie übertreten; und du hast mirnie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen Freun-den fröhlich wäre.

30. Nun aber dieser dein Sohn gekommen ist,' der sein Gut mit Huren verschlungen hat, hastdu ihm ein gemästetes Kalb geschlachtet.

« Spr. 29, 3.

31. Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, dubist allezeit bey mir, und alles, was mein ist,das ist dein.

32. Du solltest aber fröhlich und gutes Muthsseyn; denn dieser dein Bruder war todt, undist wieder lebendig geworden, er war verloren,und ist wieder gefunden.