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[2] (1821) Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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84
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84 Christi Gastpredigt. Ltttas

9. Und so dann kommt, der dich und ihn gela-den hat, spreche zu dir: Weiche diesem; und dumäßest dann mit Scham unten an sitzen.

10. Sondern wenn du geladen wirst, so gehehin, und setze dich unten an, auf daß, wenn dakommt, der dich geladen hat, spreche zu dir:Freund, rücke hinauf. Dann wirst du Ehrehaben vor denen, die mit dir zu Tische sitzen.

i i. Denn * wer sich selbst erhöhet, der soll er-niedriget werden; und wer sich selbst erniedriget,der soll erhöhet werden.) * Svr. - 9 , n. M-mh. 23 / 12 .

12. Er sprach auch zu dem, der ihn geladenhatte: * Wenn du ein Mittags-oder Abendmahlmachest, so lade nicht deine Freunde, noch deineBruder, noch deine Gefreundten, noch deineNachbarn, die da reich sind; auf daß sie dich nichtetwa wieder laden, und dir vergolten werde.

* c. 6, 33.

13. Sondern wenn du ein Mahl machest; *solade die Armen, die Krüppel, die Lahmen, die

Blinden : * Sir. 4/ 1 . k. 14/ 13. Tob. 4/ 7.

I2j. So bist du selig; denn sie haben es dirnicht zu vergelten, es wird dir aber vergoltenwerden ' in der Auferstehung der Gerechten.

' Job. 11, 24.

15. Da aber solches hörete einer, der mit zuTische saß, sprach er zu ihm: Selig ist, der dasBrot isset im Reich Gottes.

(Evangelium am 2. Sonntage nach Trinitatis.)

i s.Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch,der machte ein * großes Abendmahl, undlud Viele dazu. ' Smüchw. s, 1.12.

17. Und sandte seinen Knecht aus, zur Stundedes Abendmahls, zu sagen den Geladenen: *Kommt, denn es ist alles bereit. "Svr. 9,2.3.

18. Und sie fingen an alle nach einander fichzu entschuldigen. Der Erste sprach zu ihm: Ichhabe einen Äcker gekauft, und muß hinaus gehen,und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.

19. Und der andere sprach: Ich habe fünfJoch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, siezu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.

20. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weibgenommen, darum kann ich nicht kommen.

21. Und der Knecht kam, und sagte das seinem§>crrn wieder. Da ward der Hausherr zornig,und sprach zu seinem Knechte: Gehe ans baldauf die Straßen und Gassen der Stadt, undführe die Armen, und Krüppel, und Lahmen,und Blinden herein.

22. Und der Knecht sprach: Herr, es ist ge-

44. 45. Vom großen Abendmahl.

schehen, was du befohlen hast; es ist aber nochRaum da. * EM. 9,11.

23. Und der Herr sprach zu dem Knechte:Gehe aus auf die Landstraßen, und an die Zäune,und nöthige sie herein zu kommen, auf daß meinHaus voll werde.

2-4. Ich sage euch aber, daß der Männer kei-ner, die geladen sind, mein Abendmahl schmeckenwird.)

25. Es ging aber viel Volks mit ihm. Under wandte sich, und sprach zu ihnen:

26. So Jemand zu mir kommt, und * hassetnicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder,Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigenesLeben; der kann nicht mein Jünger seyn.

* 3 Mos. 33 / 9 . Matth. 10 / 37.

27 . Und * wer nicht sein Kreuz trägt und mirnachfolgt; der kann nicht mein Jünger seyn.

* Matth. 10/ 38 . c. 16 / L 4 .

28. Wer ist aber unter euch, der einen Thurmbauen will, und sitzt nicht zuvor, und überschlägtdie Kosten, obljer es habe hinaus zu führen?

29. Äuf daß nicht, wo er den Grund gelegthat, und kann es nicht hinaus führen, alle, diees sehen, fangen an seiner zu spotten,

30. Und sagen: Dieser Mensch hob an zubauen, und kann es nicht hinaus führen.

31. Oder, welcher König will sich begeben ineinen Streit wider einen andern König, undsitzt nicht zuvor, und rathschlagt, ob er könnemit zehn tausend begegnen dem, der über ihnkommt mit zwanzig tausend?

32. Wo nicht, so schickt er Bothschaft, wennjener noch ferne ist, und bittet um Frieden.

33. Also auch ein jeglicher unter euch, vernichtabsagt allem, das er hat, kann nicht mein Jün-ger seyn.

3^. Das * Salz ist ein gutes Ding; wo aberdas Salz dumm wird, womit wird man würzen?

* Matth. 3/ 13. Mare. 9/ 30.

35 . Es ist weder auf das Land, noch in denMist nütze; sondern man wird es wegwerfen.Wer ' Ohren hat zu hören, der höre.

* c. «/ 8. Matth. "/ is.

Das 45 . Capitel.

Preis göttlicher Barmherzigkeit durch Gleichnisse.

(Evangelium am 3. Sonnt, nach Trinitatis.)

1. As naheten aber zu ihm ' allerlei) Zöllner und^ Sünder, daß sie ihn höreten. * Matth, 9/10.

2. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten mur-reten, und sprachen: ' Dieser nimmt die Sünderan, und t isset mit ihnen. *-. 7 / 39. 1-Matth.1i/ 19