Hauptmanns Knecht.
Lucas 7.
Z. Denn er hat unser Volk lieb, und die Schulehat er uns erbauet.
/. Jesus aber ging mit ihnen hin. Da sie abernun nicht ferne von dem Hause waren, sandteder .Hauptmann Freunde zu ibm, und ließ ihmsagen: Ach Herr, bemühe dich nicht,' ich bin nichtwerth, daß du unter mein Dach gehest;
* Matth 8,. 8.
7 . Darum ich auch mich selbst nicht würdiggeachtet habe, daß ich zu dir käme. Sondernsprich ein Wort, so wird mein Knabe gesund.
8. Denn auch ich bin ein Mensch, der Obrig-keit unterthan, und habe Kriegsknechte unter mir,und spreche zu einem : Gehe hin, so gebet er hin;und zum andern: Komm her, so kommt er; undzu meinem Knechte: Thue das, so thut ers.
9 . Da aber Jesus das hörete, verwunderte ersich /einer, und wandte sich um, und sprach zudem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage euch,solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden,-io. Und da die Gesandten wiederum zu Hausekamen, fanden sie den kranken Knecht gesund.
(Evangelium am 16. Sonnt nach Trmit)
i i.^nd es begab sich darnach, daß er in eineStadt mit Nahmen Nain ging; und seinerJünger gingen viele mit ihm, und viel Volks.
12. Als er aber nahe an das Stadtthor kam,
siehe, da trug man einen Todten heraus , der ein* einiger Sohn war seiner Mutter; und sie wareine Wittwe, und viel Volks aus der Stadtging mit ihr. *i Kön. 17,17.
13 . Und da sie der Herr sah, * jammerte ihnderselbigen, und sprach zu ihr: -t Weine nicht!
* Matth. 9, 86. -j- Jcr. 31, 16.
12,. Und trat hinzu, und rührete den Sargan ; und die Träger standen. Und er sprach:Jüngling, * ich sage dir, stehe ans. *Mar-. 3 , 4 i.
15 . Und der Todte richtete sich auf, und singan zu reden. * Und er gab ihn seiner Mutter.
* 2 Kön. 4, 36.
16. Und es kam sie alle eine Furcht an, undpriesen Gott, und sprachen: Es ist ein großerProphet unter uns aufgestanden, und Gott hatfein Volk heimgesucht.
17. Und diese "Rede von ihm erschallete in das
ganze Jüdische Land, und in alle umliegendeLänder.) * M-mh. s,26.
1 8 . Und" es verkündigten Johanni seine Jüngerdas alles. Und er rief zu sich seiner Jünger zween,
* Marrl,. ii, 2.
19. Und sandte sie zu Jesu, und ließ ihm sagen:Bist du, der da kommen soll, oder sollen wireines Andern warten?
Jesus zeuget von Johanne. 71
20. Da aber die Männer zu ihm kamen, spra-chen sie: Johannes, der Täufer, hat uns zudir gesandt, und läßt dir sagen: Bist du, derda kommen soll, oder sollen wir eines Andernwarten?
21. Zu derselbigen Stunde aber machte er vielegesund von Seuchen, und Plagen, und bösenGeistern, und vielen Blinden schenkte er dasGesicht.
22. Und Jesus antwortete, und sprach zu ihnen:Gehet hin, und verkündiget Johanni, was ihrgesehen und gehöret habt: * Die Blinden sehen,die Lahmen gehen, die Aussätzigen werden rein,die Tauben hören, die Todten stehen auf, denArmen wird das Evangelium geprediget;
* E>ai 33, 3. March. 11, 3.
23. Und" selig ist, der sich nicht ärgert
an mir. "M.mh. n,6.
2>ä. Da aber die" Boten Johannis hingingen,sing Jesus an zu reden zu dem Volk von Johanne:Was seyd ihr hinaus gegangen in'die Wüste zu-sehen? Wolltet ibr ein Rohr sehen, das vomWinde beweget wird? 'Mmh.it, 7.
25. Oder was seyd ihr hinans gegangen zu sehen?Wolltet ihr einen Menschen sehen in weichen Klei-dern? Sehet, die in herrlichen Kleidern undLüsten leben, die sind in den königlichen Höfen.
2 6 . Oder was seyd ihr hinaus gegangen zusehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja,ich sage euch, der da mehr ist, denn ein Prophet.27 . Er ist es, von dem geschrieben stehet:" Siehe,ich sende meinen Engel vor deinem Angesicht her,der da bereiten soll deinen Weg vor dir.
' Mal. 3, i.
2 8 . Denn ich sage euch, daß unter denen, dievon Weibern geboren sind,' ist kein größerer Pro-phet, denn Johannes, der Täufer; der aberkleiner ist im Reich Gottes, der ist größer, denn er.
* c. i, 16.
29. Und alles Volk, das ihn hörete, und dieZöllner, gaben Gott recht, und ließen sich taufenmit der Taufe Johannis.
30. Aber die Pharisäer und Schriftgelehrten"verachteten Gottes Rath wider sich selbst, undließen sich nicht von ihm taufen. ' Gesch. 13, 4 ->.
31. Aber der Herr sprach: "Wem soll ich die
Menschen dieses Geschlechts vergleichen? Undwem sind sie gleich? *Mmh.n,i6.
32 . Sie sind gleich den Kindern, die auf demMarkt sitzen, und rufen gegen einander, undsprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr habt