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[2] (1821) Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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70
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70 Feinde zu lieben. Lttcas 6. Balte und Splitter im Auge.

26. Wehe euch, wenn euch Jedermann wohlredet. Deßgleichen thaten ihre Väter den fal-schen Propheten auch.

27. Aber ich sage euch, die ihr zuhöret: * Liebeteure Feinde; thut denen wohl, die euch hassen;

* Matth. 5, 4L.

28. Segnet'die, so euch verfluchen ; bittet fürdie, so euch beleidigen. "Mm. 12, ia.

29. Und wer * dich schlägt auf einen Backen,dem biethe den andern auch dar; und wer dir denMantel nimmt, dem wehre nicht auch den Rock.

* Matth, s, W.

30. Wer * dich bittet, dem gib, und wer dirdas Deine nimmt, da fordere es nicht wieder.

* s Mos. iS, 7. Matth. S, 42.

31. Und ' wie ihr wollt, daß euch dieLeute thun sollen; also thut ihnen gleich

auch ihr. "Matth. 7,12.

32 . Und * so ihr liebet, die euch lieben; was

Danks habt ihr davon? Denn die Sünder liebenauch ihre Liebhaber. "Matth s, 46.

33. Und wenn ihr euern Wohlthätern wohlthut; was Danks habt ihr davon? Denn dieSünder thun dasselbige auch.

3 > 4 . Und ' wenn ihr leihet, von denen ihr hoffetzu nehmen; was Danks habt ihr davon? Denndie Sünder leihen den Sündern auch, auf daßsie gleiches wieder nehmen.

* 3 Mos. 2S, 3S. s Mos. IS, 7. 8. Matth, s, 42.

35 . Doch aber liebet eure Feinde; thut wohlund * leihet, daß ihr nichts dafür hoffet: so wirdeuer Lohn groß seyn, und werdet Kinder desAllerhöchsten seyn. Denn er ist gütig über dieUndankbaren und Boshaftigen. * Ps 37,26.

(Evangelium am 4. Sonnt, nach Trinit)

36.^arum seyd barmherzig, wie auch euer Vaterbarmherzig ist.

37. * Richtet nicht, so werdet ihr auch nichtgerichtet. Verdammet nicht, so werdet ihr auchnicht verdammet. Vergebet, so wird euch vergeben.

* Rom. 2, 1.

38 . Gebet, so wird euch gegeben. Ein voll,gedruckt, gerüttelt und überflüßig Maß wird manin euern Schooß geben: denn ' eben mit demMaß, da ihr mit messet, wird man euch wieder

Messen. * Marc.,4, 24.

39 . Und er sagte ihnen ein Gleichniß: * Magauch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen?Werden sie nicht alle beyde in die Grube fallen?

" Matth. iS 14.

^o. Der * Jünger ist nicht über seinen Meister;wenn der Jünger ist wie sein Meister, so ist ervollkommen. *J»h. is, 20.

2.1. " Was stehest du aber einen Splitter indeines Bruders Auge, und des Balkens in dei-nem Auge wirst du nicht gewahr? «Matth. 7,3.

2.2. Oder wie kannst du sagen zu deinem Bru-der: Halt stille, Bruder, ich will den Splitteraus deinem Auge zieben; und du stehest selbstnicht den Balken in deinem Auge? Du ' Heuch-ler , ziehe zuvor den Balken aus deinem Auge;und besiehe dann, daß du den Splitter aus dei-nes Bruders Auge ziehest.) " Matth. 7, s.

2.3. Denn es * ist kein guter Baum, der faule

Frucht trage; und kein fauler Baum, der guteFrucht trage. "Matth. 12,33.

Ein jeglicher Baum wird an seiner eigenenFrucht erkannt. Denn man liefet nicht Feigenvon den Dornen, auch so'liefet man nicht Trau-ben von den Hecken.

2,5. Ein * guter Mensch bringet Gutes hervoraus dem guten Schatz seines Herzens; und einboshaftiger Mensch bringet Böses hervor aus dembösen Schatz seines Herzens. Denn wcß dasHerz voll ist, deß gehet der Mund über.

" Matth. 12, 3S.

^ 6 . Was * heißt ihr mich aber Herr, Herr,und thut nicht, was ich euch sage? ' Matth. 7,21.

2.7. Wer zu mir kommt, und höret meineRede, und ' thut sie, den will ich euch zeigen,wem er gleich ist. * Mm. 2,13. J«c. 1,22.

2.8. Er ist gleich einem Menschen, der ein Hausbauete, und grub tief, und legte den Grundauf den Fels. Da aber Gewässer kam, da rißder Strom zum Hause zu, und mochte es nichtbewegen; denn es war auf den Fels gegründet.

^9. Wer aber höret, und nicht thut, der istgleich einem Menschen, der ein Haus bauete aufdie Erde ohne Grund; und der Strom riß zuihm zu, und es fiel bald, und das Haus gewanneinen großen Riß.

Das 7 . Capitel.

Von des Hauptmanns Knechte, dem Jüngling tu Rain, Johanne undseinen Jüngern, und der großen Sündcrinn.

1. Nachdem er aber vor dem Volk ausgeredet

hatte, ging er gen Capernaum.

2. Und eines * Hauptmanns Knecht lag todt-krank, den er werth hielt. 'Matth 8,s.

3. Da er über von Jesu hörete, sandte er dieNettesten der Juden zu ihm, und bath ihn, daßer käme und seinen Knecht gesund machte.

> 4 . Da sie aber zu Jesu kamen, bathen sie ihnmit Fleiß, und sprachen: Er ist es werth, daßdu ihm das erzeigest;