72 Sündermn salbet Jesum. Lut
nicht getanzet; wir haben euch geklaget, und ihrhabt nicht geweinet.
33. Denn " Johannes, der Täufer, ist gekom-men , und aß nicht Brot, und trank keinen Wein;so sagt ihr: Er hat den Teufel. * ME. 3, 4 .3 - 4 . Des Menschen Sohn ist gekommen, issetund trinket; so sagt ihr: Siehe, der Mensch istein Fresser und Weinsäufer, der Zöllner und Sün-der Freund.
3S. Und die Weisheit muß sich rechtfertigenlassen von allen ihren Kindern.
(Evangelium am Tage Mari« Magdalena.)
36 .Es bath ihn aber der Pharisäer einer, daß ermit ihm äße. Und er ging hinein in desPharisäers Haus, und setzte sich zu Tische.
37. Und siehe, ein Weib war in der Stadt,die war eine Sünderinn. Da die vernahm, daßer zu Tische saß in des Pharisäers Hause, brachtesie ein Glas mit Salben,
38. Und trat hinten zu seinen Füßen, und wei-nete, und fing an seine Füße zu netzen mit Thrä-nen, und mit den Haaren ihres Haupts zu trocknen,und küssete seine Füße, und salbte sie mit Salben.
39. Da aber das der Pharisäer sah, der ihngeladen hatte, sprach er bey sich selbst, und sagte:Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüßte er,wer und welch ein Weib das ist, die ihn anrüh-ret ; denn sie ist eine * Sünderinn. * c. 13,2.
^0. Jesus antwortete, und sprach zu ihm:Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er abersprach: Meister, sage an.
2,1. Es hatte ein Wucherer zween Schuldner.Einer war schuldig fünf hundert Groschen, derandere fünfzig.
^2. Da sie aber nicht hatten zu bezahlen, schenkteer es beyden. Sage an, welcher unter denenwird ihn am meisten lieben?
^3. Simon antwortete, und sprach: Ich achte,dem er am meisten geschenket hat. Er aber sprachzu ihm: Du Haft recht gerichtet.
2^. Und er wandte sich zu dem Weibe, undsprach zu Simon: (Ziehest du dieß Weib? Ichbin gekommen in dein Haus, du hast mir * nichtWasser gegeben zu meinen Füßen; diese aber hatmeine Füße mit Thränen genetzet, und mit denHaaren ihres Haupts getrocknet. *1 Mos"/ 4 .^s. Du Haft mir keinen "Kuß gegeben; dieseaber, nachdem sie herein gekommen ist, hat sienicht abgelassen meine Füße zu küssen.
* Rom. 16/ 16.
2,6. Du hast mein Haupt nicht mit Oehl gesal-bet; sie aber hat meine Füße mit Salben gesalbet.
s 7. 8. Jesus vergibt die Sünde.
^ 7 . Derbalben sage ich dir: Ihr sind viele Sün-den vergeben, denn sie hat viel geliebet; welchemaber wenig vergeben wird, der liebet wenig.
^8. Und er sprach zu ihr: * Dir sind deineSünden vergeben. * ME. 9,2.
>9. Da singen an, die mit zu Tische saßen,und sprachen bey sich selbst: "Wer ist dieser, derauch die Sünden vergibt? * ME. s, 3.
so. Er aber sprach zu dem Weibe: "Dein Glaubehat dir geholfen; gehe hin mit Frieden.)
* Marc. L, 34 .
Das 8. Capitel.
Vom Samen des Worts Gottes, Meeres Ungestüm, Besessenen,kranken Weibe/ und Jam Töchterlein.
1 Nnd es begab sich darnach, daß er reifete" durch Städte und Märkte, und predigteund verkündigte das " Evangelium vom ReichGottes; und die Zwölfe mit ihm. *-. 4 / 43 .
2. Dazu" etliche Weiber, die er gesund hat!^gemacht von den bösen Geistern und Krankheiten,nemlich Maria, die da Magdalena heißt, vonwelcher waren sieben Teufel ausgefahren,
* Mare. 13 / 4 o.
3 . Und Johanna, das Weib Chusä, des PflegersHerodis, und Susanns, und viele andere, dieihm Handreichung thaten von ihrer Habe.
(Evangelium am Sonntage Sexagesimä )
nun viel Volks bey einander war, und ausden Städten zu ihm eileten, sprach er" durch
ein Gleichniß: *ME. 13 / 3 . Marc. 4 / 2 .
s. Es ging ein Säemann aus zu säen seinenSamen; und indem er säete, fiel etliches anden Weg, und ward vertreten, und die Vögelunter dem Himmel fraßen es auf.
6 . Und etliches fiel auf den Fels; und da esaufging, verdorrete es, darum, daß es nichtSaft hatte.
7 . Und etliches fiel mitten unter die Dornen;und die Dornen gingen mit auf, und erstickten es.
8 . Und etliches fiel auf ein gutes Land; und es
ging auf, und trug " hundertfältige Frucht. Daer das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören,der höre! * * Mos. 26,12.
9. Es fragten ihn aber seine Jünger und spra-chen, was dieses Gleichniß wäre?
10. Er aber sprach: Euch ist es gegeben, zuwissen das Geheimniß des Reichs Gottes; denandern aber in Gleichnissen, " daß sie es nichtsehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen,ob sie es schon hören. " Es-a. 6 / s. 10 ME. ",
Marc. 4 / 12. Zoh. 12, 4 o. Gesch. 28/ 26 . Rom. 11 / 8 .
11. Das