Marcus 9.
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Sprachloser Geist.
15. Und alsobald, da alles Volk ihn sah, ent-setzten sie sich, liefen zu, und grüßten ihn.
16. Und er fragte die Schriftgelehrten: Wasbefraget ihr euch mit ihnen?
17. Einer aber aus dem Volk antwortete, und* sprach: Meister, ich habe meinen Sohn herge-bracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist;
* Matth. 17 , 14 . Luc. 9 , 38 .
18. Und wo er ihn erwischet, so reißt er ihn,und schäumet, und knirschet mit den Zähnen, undverdorret. Ich habe mit deinen Jüngern geredet,daß sie ihn austrieben, und sie können es nicht.
19. Er antwortete ihm aber, und sprach: * Odu ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich beyeuch seyn? Wie lange soll ich mich mit euch lei-den? Bringet ihn her zu mir. * MM. 17,17.
20. Und sie brachten ihn her zu ihm. Und also-bald , da ihn der Geist sah; riß er ihn, und fielauf die Erde, und wälzte sich und schäumete.
21. Und er fragte seinen Vater: Wie lange istes, daß ihm dieses widerfahren ist? Er sprach:Von Kind auf;
22. Und oft hat er ihn ins Feuer und Wassergeworfen, daß er ihn umbrächte. Kannst du aberwas, so erbarme dich unser, und hilf uns.
23. Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du könn-test glauben. * Alle Dinge sind möglichdem, der da glaubet. *«»c. 17, 6 .
2^. Und alsobald schrie des Kindes Vater mitThränen, und sprach: Ich glaube, lieber Herr,hilf meinem Unglauben.
25. Da nun Jesus sah, daß das Volk zulief;bedrohete er den unsauber» Geist, und sprach zuihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebie-the dir, daß du von ihm ausfahrest, und fahresthinfort nicht in ihn.
26. Da schrie er, und riß ihn sehr, und fuhraus. Und er ward, als wäre er todt, daß auchviele sagten: Er ist todt.
27. Jesus aber ergriff ihn bey der Hand, und.richtete ihn auf, und er stand auf.
28. Und da er heim kam, * fragten ihn seine Jün-
ger besonders: Warum konnten wir ihn nichtaustreiben ? * MM. 17,19.
29. Und er sprach: Diese Art kann mit Nichtenausfahren, denn durch Bethen und Fasten.
30. Und sie gingen von dannen hinweg, undwandelten durch Galiläam; und er wollte nicht,daß es Jemand wissen sollte.
31. Er lehrete aber seine Jünger, und sprachzu ihnen: * Des Menschen Sohn wird überant-wortet werden in der Menschen Hände, und sie
Lehre von der Demuth. -49
werden ihn tödten; und wenn er getödtet ist, sowird er am dritten Tage auferstehen.
* MM 17 , 22 .
32. Sie aber vernahmen das Wort nicht, undfürchteten sich, ihn zu fragen.
33. Und er kam gen Capernaum. Und da erdaheim war, fragte er sie: Was handeltet ihrmit einander auf dem Wege?
32,. Sie aber schwiegen; denn sie hatten miteinander auf dem Wege gehandelt, * welcher derGrößeste wäre. * ME 18,1. «uc. 9, 46 . «. 22,24.
35. Und er setzte sich, und rief die Zwölfe,
und sprach zu ihnen: * So Jemand will derErste seyn, der soll der Letzte seyn vor allen,und aller Knecht. *«. 10,4z.
36. Und er nahm ein Kindlein, und stellete es
mitten unter sie, und * herzte dasselbige, undsprach zu ihnen : * c. 10,16.
37. Wer ein solches Kindlein in meinem Nah-men aufnimmt, der nimmt mich auf; und wermich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, son-dern den, der mich gesandt hat.
38. Johannes aber antwortete ihm, und sprach:
* Meister, wir sahen einen, der trieb Teufel indeinem Nahmen aus, welcher uns nicht nach-folgte; und wir verbothen es ihm, darum, daßer uns nicht nachfolgte. * Luc. 9,49 .4 Mos. 11,27.2z.
39. Jesus aber sprach: Ihr sollt es ihm nicht
verbiethen. Denn *- es ist Niemand, der eineThat thue in meinem Nahmen, und möge baldübel von mir reden. * 1 Cor. 12,3
^0. Wer * nicht wider uns ist, der ist für uns.
* Matth. 12, 30.
^1. ' Wer aber euch tränket mit einem BecherWasser in meinem Nahmen, darum, daß ihrChristo angehöret; wahrlich, ich sage euch, esWird ihm nicht unvergolten bleiben. * MM. 10,42.^2. Und * wer der Kleinen einen ärgert, die anmich glauben; dem wäre es besser, daß ihm einMühlstein an seinen Hals gehänget würde, under in das Meer geworfen würde. *MM.i 8 , 6 .^3. So * dich aber deine Hand ärgert, so hauesie ab. Es ist dir besser, daß du ein Krüppel zumLeben eingehest, denn daß du zwo Hände habest,und fahrest in die Hölle, in das ewige Feuer;
* Matth. 3 , 3 ». c. 1«, 8 .
* Da ihr Wurm nicht stirbt, und ihr Feuernicht verlöschet. * Es. «s, 24.
^5. Aergert * dich dein Fuß, so haue ihn ab.Es ist dir besser, daß du lahm zum Leben einge-hest , denn daß du zween Füße habest, und werdestin die Hölle geworfen, in das ewige Feuer,
* Matth. is, 8.
(G)