48 Petrus bestraft. M ürcUs 8. 9 . Verklärung Christi.
seine Augen, und hieß ihn abermahl sehen; under ward wieder zurechte gebracht, daß er allesscharf sehen konnte.
26. Und er schickte ihn heim, und sprach: Gehe
nicht hinein in den Flecken, und * sage es auchNiemand darinnen. *e. 7,36.
27. Und * Jesus ging aus, und seine Jünger,in die Märkte der Stadt Cäsarea Philippi. Undauf dem Wege fragte er seine Jünger, und sprachzu ihnen: Wer sagen die Leute, daß ich sey?
* Matth. 16, 13.
28. Sie antworteten: Sie sagen, du seyst *Johannes, der Täufer; etliche sagen, du seystElias; etliche, du seyst der Propheten Einer.
* Matth. 14, 2.
29. Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wersaget ihr, daß ich sey? Da antwortete Petrus,und sprach zu ihm: 'Du bist Christus.' s°h.i/49.
30. Und'er bedrohete sie, daß sie Niemand von
ihm sagen sollten. * Matth. 16,20.
31. Und hob an sie zu lehren: 'DesMenschen
Sohn muß viel leiden, und verworfen werdenvon den Aelteften, und Hohenpriestern, undSchriftgelehrten, und getödtet werden, und überdrey Tage auferstehen. "Matth. 17,22.
32. Und er redete das Wort frey offenbar.
Und Petrus ' nahm ihn zu sich, fing an ihm zuwehren. "MM. 16,22.
33. Er aber wandte sich um, und sah seine Jün-ger an, und bedrohete Petrum, und sprach:"Gehe hinter mich, du Satan; denn du meynestnicht das göttlich, sondern das menschlich ist.
* 2 Sam. 19, 22.
3^. Und er rief zu sich das Volk, samt seinenJüngern, und sprach zu ihnen: ' Wer mir willNachfolgen, der verläugne sich selbst, und nehmesein Kreuz auf sich, und folge mir nach.
" Matth. 16, 24.
36. Denn'wer sein Leben will behalten, derwird es verlieren; und wer sein Leben verlieretum meinet und des Evangelii willen, der wirdes behalten. * Ma«h. 10,39.
36. Was' hülfe es dem Menschen, wenn er die
ganze Welt gewönne, und nähme an seiner SeeleSchaden? ' Matth. 16,26.
37. Oder was kann der Mensch geben, damit
er seine ' Seele löse ? " Ps. 49,9.
38. Wer sich aber meiner ' und meiner Worteschämet unter diesem ehebrecherischen und sündigenGeschlecht; deß wird sich auch des Menschen Sohnschämen, wenn er kommen wird in der Herrlich-keit seines Vaters, mit den heiligen Engeln.
" Luc. 26 .
Das 9 . Capitel.
Von Christi Verklarung und dem Mondsiichtigeir Sohne. Lehre vo»der Demuth und Aergermß.
1. Nnd er sprach zu ihnen: 'Wahrlich, ich sage" euch, es stehen etliche hier, die werden
den Tod nicht schmecken, bis daß sie sehen dasReich Gottes mit Kraft kommen.
* Matth. 16, 28. Lue. 9 , 27.
(Anfang deS 9 . Capitels.)
2. Md * nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich
Petrum, Jacobum und Johannen;, undführete sie auf einen hohen Berg besonders allein,und verklärte sich vor ihnen. *Lue. 9, 28 .
3. Und seine Kleider wurden hell, und' sehr weiß,wie der Schnee, daß sie kein Färber auf Erdenkann so weiß machen. " Matth. 28,3.
Und es erschien ihnen Elias mit Mose, undhatten eine Rede mit Jesu,s. Und Petrus antwortete, und sprach zu Jesu:Rabbi, hier ist gut seyn; laßt uns drey Hüttenmachen, dir eine, Mosi eine, und Elia eine.
6 . Er wußte aber nicht, was er redete, denn sie
waren ' bestürzt. " Ps. 126,1.
7. Und es kam eine Wolke, die überschattete sie.Und eine Stimme fiel aus der Wolke, und sprach:* Das ist mein lieber Sohn, den sollt ihr hören.
* Matth. 3 , 17 . e. 17 , L.
8 . Und bald darnach sahen sie um sich, und sa-hen Niemand mehr, denn allein Jesum bey ihnen.
9. Da sie aber vom Berge herab gingen; ver-both ihnen Jesus, daß sie Niemand sagen sollten,was sie gesehen hatten, bis des Menschen Sohnauferftünde von den Todten.
10. Und sie behielten das Wort bey sich, undbefragten sich unter einander: Was ist doch dasAuferstehen von den Todten?
11. Und siefragten ihn, und sprachen: Sagendoch die Schriftgelehrten, daß' Elias müße zuvor
kommen. ' Matth. 11, 14 .
12. Er antwortete aber, und sprach zu ihnen:Elias soll ja zuvor kommen, und alles wiederzurecht bringen; dazu des Menschen Sohn sollviel leiden, und verachtet werden, wie denn ge-schrieben stehet.
13. Aber ' ich sage euch: Elias ist gekommen,und sie haben an ihm gethan, was sie wollten,nach dem von ihm geschrieben stehet.
* Matth. 11, 14 .
1^. Und er kam zu seinen Jüngern, und sahviel Volks um sie, und Schriftgelehrte, die sichmit ihnen befragten.
15. Und