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3 (1809) Als Nachtrag zur Campes Wörterbuche zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke
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mani

Manu

Mapp

Mark

manifestiren, bekannt machen, entdecken.

*Manille, (spr. Manilljc) der zweite Trumpf in l'Hombreund ähnl. Karlenspielen.

* Maniok oder Manihot, (Jatroplia iranihot) , ein

4 bis 6 Fuß hoher Strauch vom Gefchl. der Brech-nuß in Westindien und .Süd-Amerika. Seine großerüben-ähnliche Wurzel sUucca- oder Cassaoawurzel)liefert ein sehr schmackhaftes und gesundes Brod,Cassava rc.

Manipulation, die Behandlung, Betastung, bes. dasBefühlen, Betasten, Reiben der empfindlichern Theileeines nervenkranken Körpers mit der Hand eines Mag-netiseurs, um dadurch nach seinem Vorgeben heilsa-me Veränderungen in demselben zu bewirken,manipuliren, behandeln, bearbeiten, betasten, befüh-len oder befingern.

* Manipulus, eine Handvoll, (z. B. Kräuter in den

Apotheken).

*Manna, ein gelblicher, zäher, süßlicher und gelinde ab-führender Saft, saus versch. Bäumen bes. aus derManna-Esche im südl. Europas, Die Manna- oderSchwadengrütze, eine Getreide-art, von dem Man>-naschwingel, in Preußen und Lithauen.

* Mannus, altdeutsche Gottheit, der Mond , alsMitschö-

pfer der Völker.

Mauoeuvre , (spr. Manöwer) die Verrichtung, das Be-nehmen bei einer Sache.

manoevriren, Handbewegungen und Uebungen ma-chen (beim E^erciren der Soldaten); auch Vorkehrun-gen treffen, sich benehmen.

* Manometer, s. Dasymeter.manquiren, (spr. mankiren) versäumen.

*Mantelet, i) ein kleiner Mantel, ein Mäntelchen,(auch Mantelette); 2) ein Schirmleder an Kutschen;3) ein Sturmdach oder die Blendung von Holz, wel-che die Belagerer gegen das kleine Gewehr der Bela-gerten sichert.

* Manteline und Mantille, (spr. Mantillje) Frauenzim-

mer - Mäntelchen.

Manual, (bei der Orgel) das Handgetaste.

*Manu brevi, mit kurzer Hand, kürzlich.*Manucodiata, s. Paradiesoogel.

Mannduction, Anführung.

Manufactur, eine Handwirkerei, ein Handgewirk; einWirk-haus.

Manufacturist, ein Handwirker, Gewerksarbeiker.

* Mannt'aLtur-Waaren, Handgewirks-Waaren.*Mauumission, Entlassung, Freilassung oder Freige-

bung eines Sklaven oder Leibeigenen.

ManmenenL, Handhabung, Schützung, z. B. der Ge-setze.

ManmenenL-Oecret, ein Besitz-Schutzbrief oder ge-

richtlicher Befehl, wodurch Jemand in seinem Besitzgeschützt wird.

*Mappernonde, (spr. Mapp'mongd') eine Weltkarte.

*Maran Atha, insg. Maharamotha, fyr. chald. 1)eig. der Herr kommt, näml. zum Gerichte; 2) verflucht, verbannt.

*Marasmodes, Abzehrungsfiebcr, der höchste Grad derSchwindsucht.

Marasmus, (marasmus senilis), Auszehrung, Ver-wclkung, Kräftlosigkeit oder Entkraftung vor Alter.

Maraudeur, f. Marodeur.

*Marcasit, Schwefelkies, Eisenkies, ein goldgelbes, insStghlgraue spielendes Erz, was aus Eisen und Schwe-fel besteht; auch der Name des WlslMlths.

marchandiren , feilschen, Gewerbe oder Handel trei-ben; bei sich anstehen, sich lange bedenken, zaudern.

Marehandise , (spr. Marschangdife) Kaufmarinsgut.

^'Mareipan, Zuckerbrod, Zuckergebackenes.

^Mareago, (g wie ein gelindes sch) das Matrosengeld,die Miethling der Bootsknechte auf eine ganze Reise.

Marechaussde, (spr. Mareschosseh) Polizeireiter, Land-reiter.

* Marekanstein , der Perlstein, ein meist rauh grauer,etwas durchscheinender kostbarer Stein vom Kiefelge-schlcchte, bes. beim Ausfluß der Marekanka ins Ochots-kische Meer.

*Margareta, (abgek.) Grele, Gretchen, ein weibl. Na-me (von margarita, die Perle).

Marginalien (x>l.),oder Marginal-Anmerkungen,Rand-anzeigen (Rand-glossen).

*marginiren, mit einem Rande versehen, beranden.

Mariage, (spr. Mariasch') die Verbindung, Ehe, Hoch-zeit; (auch der Name eines Karken-Spiels), das Ver-mahlungs-Spiel.

*Marikina, die seiden-haarige Meerkatze, ein kleiner,niedlicher, einem Löwenhündchen ähnl. Affe in Bra-silien rc.

Marionettenfpief, das Puppenspiel oder Schaupuppen-spicl; Marionettenspieler, Puppenspieler rc.

*Maritus, Ehemann.

*Mark, 1) ein Merkzeichen, Merkmahl, bes. die Gränzeeines Gebiets oder Bezirks »nd dieser Bezirk selbst,daher Feldmark, ein Dorfschaflsbezirk; 2) ein Gold-und Silbergewicht, 16 Loth Silber und 24 KaratGold; eine feine Mark, eine Mark reines Gold oderSilber, was nicht mit andern Metallen vermischt ist;3) eine mehrenth. eingebildete Rechnungsmünze, z. B.eine Mark, oder abgekürzt Mk. in Hamburg, 8 bis9 Ggr. in Golde; eine Dänische Mark, 4 ^ Ggr.

Marke oder Marque, ein Erinnerungszeichen, (bes.beim Spiel, ein Rechenpfennig); ein Maal, (eineNarbe).

Marketender, Marketenderinn, Fcldwirth, Fcldkoch,Felbkrämerinn rc. für die Soldaten im Kriege.

Marke-