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3 (1809) Als Nachtrag zur Campes Wörterbuche zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke
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malf*

Mand

Maud

Mani

malhonnet, ehrwidrlg.

Malhonnetete, (spr. Malhonneteteh) Unanständigkeit,Unhöflichkeit, Grobheit; Ehrwidrigkeit; Unehrlichkeit.Malice, (spr. Malihß') Tücke, Heimtücke, Schalkheit,Schelmerei, ein tückischer Streich,rnalicieux oder rnaliciös, hämisch, tückisch.Malignität, Böslichkeit, Bosheit,malleabel, ziehbar, dehnbar, streckbar.*Malleabilität, Dehnbarkeit, Streckbarkeit/Zähigkeit,Geschmeidigkeit, (Ductilität).malpropre, schmutzig, garstig, säuisch.

*Malthacode, ein mit Wachs weich gemachtes Arznei-mittel.

*Ma 1 theser Ritter, s. Johanniter Ritter.

Malum, ein Unglück, Weh, ein Schade oder Schaden;auch eine Krankheit; malum necessarium, ein noth-wendiges Uebel, Noth-übel.

*Malve, die Rosenpappel, Gartenpappel, Stockrose, einbekanntes Gartengewächs.

*Marnu oder Marnrna, eig. weibl. Brust; (in der Spra-che der Kinder) Mutter.

* Mameluk oder Marnluk, i) ein Glaubens-Abtrün-

niger oder ein Abgefallener von der Religion, bes. derchristl. Rel. in Aegppten (Renegat); 2) ein Heuchler,Treuloser.

"Mammut, ein unbekanntes, ungeheuer großes Landthierder Vorwelt, dessen Gebeine sManiMUtsknochen)in Sibirien und bes. am Ohio in Nord-Amerika aus-gegrabcn und wie Elfenbein zu allerlei Kunstsachen ver-arbeitet werden.

^Marnser, hebr. Hurenkind.

* Manacanit oder Titansand, ein schwarzer, undurch-

sichtiger, mattglänzcnder Sand, von Manakan in Cvrn-wall, s. Htan-Metall.

*Manahin, eine Gattung Singvögel in Süd-Amerika rc.

* Manati oder Manate, die Seekuh, ein Meerkhier,

vom Geschlechte des Wallrosseö.

* Mancipation, die Uebergcbung einer Sache zum Ei-

genthum, die Zueigung.

* mancipiren, Jemanden etwas zum Eigenthum über-

geben oder zueignen, übergeben, verkaufen, verpachten.

* Mandant (mandans, mandator) , ein Auftragsgeber,

Bevollmachtiger, Sachherr.

Mandat, ein Auftrag; ex mandato oder ad manda-tum, auf Befehl, in Auftrag; mandatum inhibi-torium, Einhalts- oder Unterlassungs-befehl; mand-prohibitivnm, ober!. Verbot; mand. compulso-riale, Antreibungsbcfchl; mand. advocatorium,Herbeirufungsbefehl, wodurch auswärtige in fremdenDiensten stehende Unterthanen anfgcfordert werden sichwieder in ihr Vaterland zu begeben; mand. avoca-torium, ein Abrufungsbefehl, wodurch eine Sache

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von der unbefugten Behörde an die wahre abzugebenbefohlen wird; mand. de hon offendendo, ein Ver-bot Jemanden Schaden zuzufügen; mand. obrepti-tium , ein erschlichener Befehl.

*Mandatarius, ein Sachführer oder Auwald.*Mandoline, eine Art kleiner Zither.

*Mandore oder Pandore', eine Art kleiner Lauten,auch Randurzithcr.

^Mandril oder Maimon, eine Art Pavian auf Guinraam Cap rc.

* Manducus, Popanz, Kinderfresser.

*xManege, (spr. Manehsch) die Reitschule; Reitkunst.

* Maneli, ein Gegenstand der galanten Zeichen- und Bil-

der-sprache der Türken. Alles ist dazu anwendbar. Z.B. Man schickt einer Dame Mastip, so heißt das al-lenfalls: jch liebe dich, schönes Mädchen. Ant-wortet sie mit Honig, so sagt sie: komm und nimmBesitz von meinem Herzen.

Manön, auch, die Unterwelt oder der Aufenthalt derSchatten, das Schattenreich.

*Manequin, (spr. Manekäng) 1) Gliedermann. Figurmit beweglichen Gliedern, zum Studieren der Bewe-gungen in der Zeichenkunst ; 2) uneig. einMann ohneKops, der ssch von andern regieren laßt.*Mangonie, Arznciverfalschung, um schlechten Artikelgutes Ansehen zu geben.

*Mangosteiibslum, s. Garcinie.

* Manguste, s. Ichneumon.

"Mauiaque, Maniacus, (a kurz) ein Wahnwitziger«*Mainchord, f. Clavichord.

Manie, (spr. Manch) Wahnsinn, Wahnwitz, die Sucht(z. B. die Spielsucht), Raserei.

Maniement, (spr. Maniemang) die Verwaltung derGeschäfte.

*Manicbüer, r) ehem. eine Art sogenannter Ketzer inder ersten christl. Kirche, die zwei göttl. Grundwesen,ein gutes, und ein böses annahmen; 2) uneig. undscherzh., ungestüme Gläubiger, Mahner, Wucherer.Manier, Lebensart, Behandlungs- oder Verfahrungs-art; der Kunstgriff.

Manieren, Sitten, Betragen, Aufführung,rnanierirt, gezwungen, gekünstelt (affectirt),

* Manierist, ein Mahler, der durch seine Manier ver-

leitet, sich zu viel oder zu oft von der schonen Naturentfernt.

* Manierlich i artig, wohlgesittet, höflich, bescheiden.Manifest, eine Sraats-Erklärung; auch öffentlicheRecht-

fertigungs- oder Vertheidigungsschrist.Manifestation, Offenbarung, Entdeckung, Eröffnungeines Vorhabens.

* Manilestations - (Jib, (juramentum manifestatio-

nis), ein OffeNbarungs- Eid, daß man nichts ver-heimlicht oder wissentlich zurückbehalten habe sbeiVer-mögens-Unkersuchuugen u- dgl.).

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