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5 (1883) Nachahmung - Philologenverein
Entstehung
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ißbautafic. 795

SSerhältniS beS SlderS gu bem ©amen ßergleidjt unb oier Sitten beS SldetS mit oieranalogen Sitten beS menfd)lid)en §erjenS äufammenfteßt, fo ift baS ein Sßetf bet ft)tn=bolifirenben ^Ijantafte.

Sie romantifdje ^^antafie ttitt befonberS in folgen gefdjichtlidjen -Perioben inUebung, mo in einer cerfommenen unb intern Untergange fid) natjernben £eit unenb=lic^e Obeen auftteten, bie auf eine ganj neue SBeltßeriobe binmeifen unb eben batumin ben ©ebilben unb ©rfdjeinungen bet unmittelbaten 2Birtlid)teit leinen intern SBefenentff>red)enben SluSbrud finben lönnen. -Sn fotzen feiten greift bie $h an i a fi e begabterSJtänner, um baS in ihnen mirlfame ©mige barjufteßen, nad) S3ilbetn, 33orfteßungen,©agen, bie übet bie gegebene 2Birltid)teit binauSgreifen, unb biefeS §inauSget)en überbie gegebene Sirttid)teit in ein ©ebiet, mag junädjft nur im ©eifte lebt, ift eben einSBerf bet romantifdjen ißbantafie. Sähet hat oornehmlich bag ©hriftenthum bet roman=tifd)en ^ßbjatttafie SSaljtung gegeben, als ed in bie @efd)icf)te einttat. Senn obgleid^baS ©hriftenthum nid)t jo einfeitig ift, ©ott nur als ein bet Seit enthobenes, als einbloß tranSjccnbenteS Sefen ju faffen, fonbetn eben fo beftimmt bie anbete ©eite betont,baff ©ott in bet Seit gegenmärtig unb mirffam ift unb baljer in SBaljrbeit baS tranS=feenbente unb baS immanente ißrincip, baS 9tomantifd)e unb baS ©laffifd)e oereinigt, fomußte bod) bei feinem Eintritt in bie Seit baS SranSfcenbente betont merben, ba bieSeit in ihren finnigen unb irbifdjen Senbenjen fo gang aufgegangen mat, baß fie bieunenblidje ©eljnfudjt nach einem bet Seit abfolut enthobenen Sefen fühlen unb bähetauch baS ©hriftenthum bon biefer ©eite faffen mußte. Sie ooße ©nimidlung biefeSüberfd)mänglid)en, auf ein -SenfeitS unb bie gufanft h^beutenben gactorS bet djrift=liehen 3bee finbet man im SOSittelalter unb bähet h a * aud) nur im SDSittelalter bietomantifche ihh an tafie ih* en sollen unb eben batum einfeitigen SluSbtud gefunben.SanteS göttliche ^omöbie fann als ein großartiger unb bemunbernsmerther SluSbrudbet romantifdjenßbantafie angefehen merben. 3e nähet mit aber ber neueren £eitlommen, befto mehr macht fid) bie clafftfdje ißhnntafie öneber geltenb, befonberSfeit ber $eit, dtö fi<h ba§ ©tubium mit aller 50lad)t mieber bem claffifd)en Sllterthum5 umanbte. ©d)on bie großen italienifdjen ÜJfaler mürben baburch ba§, als maS mitfte bemunbetn, baß fie bet claffifdjen flunft ber ©riechen ihr eifrigfteS ©tubium ju=manbten, unb bie oortrefflid)ften biefer ©emälbe mirb man als eine SSetföhnung beSSRomantifdjen unb ©laffifdjen anfehen lönnen, mie alle nacbfolgenben, (Spotte madjenbenSerie aller fünfte. (SSgl. bie 2l6f)anbl. beS SSerf. in ber berliner .ßeitfehrift für baS©tymnafialmefen, 1865 Slpril. S. Sieb.)

3. SSon ben Mitteln, bie ^ß^antafie ju bilben. 9?adj ben bisherigenSBemerfungen übet bie $h anta P e tofrb fdjmerlid) jemanb leugnen lönnen, baß bie ißhan=tafie eine bet midjtigften ®ruttbthätigleiten beS ©eifteS ift, bie in aßeS, maS betSftenfd) benlt unb tljut, aufs lebenbigfte eingreift unb fid) übetaß geltenb mad)t. ©Smuß bähet auch jebem ©rjieher unb Sehtet bie Stage fehlt nahe liegen: meldje ÜJiittelhat man benn anjumenben, bamit bie iUhatvtafie ber £inbet unb ©djüler recht, b. h- fogebilbet metbe, baß fie fid; mitfliih lebenbig entmidele unb hoch auch leine abnormenSiidjtungen einfdjlage unb nid)t jut fßhantaflerei toetbe? Sie Slntmort auf biefe Stagebraucht hie* nid)t auSführlid) gegeben ju merben, ba bie ©a<he f<hon in mehrerenanbeten krtileln bet ©ncqtlopäbie behanbelt motben ift. SBit oetmeifen 5 . S3. auf benSlrtifel übet äßhetifche Silbung, in meinem fich oiele auf biefen ©egenftanb begügXicßeS3emet!ungen finben. Sßit befdjtanlen uns bähet hie* auf menige Slnbeutungen, biefid) auf ben ©d)ulunterricht beziehen. Senn je^t aßgemein jugegeben mirb, baß aßetUnterricht Silbung bejmedt unb baß aße mähte S3ilbung nidd ein bloßes Siffen,fonbetn ein Sßiffen unb können, theoretifd) unb praltifdj ift, fo ift bamit au^ juge=geben, baß bie ^5h an i a fieBitbmrg in jebem SilbungSgefdjäft eine bet miöbtigften 9ioßenffiielt unb bie praftifdje ©eite bet SSilbung oertritt. Senn baS Siffen ift oorjugsmeife©ache beS S3erftanbeS, aber baS können fe^t ftets eine -ßhantafietbätigteit oorauS unb