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^fjantafie.
^Dorothea ift ein treffliches ©rjeugnis ber cfaffifc^en ißhantafie, weil barin in bemSilbe einer beutfd)en £anbfcf)aft baS Sefen beS beutfdjen 23olfS aufS lebenbigfte unbauf§ ooüfommenfte »eranfdfaulidjt worben ift, fo baff man aus biefem ©ebidjte nad)3af)ttaufenben nod) wirb ertennen tonnen, was baS beutfd>e Sott war unb fein tonnte.
SEßäfyrenb bemnad) bie claffifdje ißhantafie bie bis ju ihrem ibeaten fpöljepuncteentwicfelte Sirflidjfeit als ein treues Slbbilb unb ©egenbilb beS geiftigen SefenS faßtunb barfteflt, fo erreicht bie fhmbolifirenbe i]3f)antafie nidjt bie rotte Sirfltdßeit, fonbernbegnügt ftdh einzelne ©eiten beS 3ßitflid)en herauS^unet)men, um Sinologien für basgeiftige Sefen ju gewinnen; wä^renb bie romantifdje ißh anta 9 e gegebene 2Birftid)=feit überfliegt, fei eS, baß biefe ju fd)led)t unb ju oerfümmert ift, um ein wahres 2X6=bitb ber im (Seifte gegenwärtigen 3bee fein ju fönnen ober baff bie ifhantafie ju fet)rin ihrer ©ubjectioität »erftriebt ift, a(S baß fie ben reinen unb ooHen Slicf für benSerif) unb bie Sefd)affenl)eit beS Dbjectioen h^ben tonnte.
Sowohl bie fhmbolifirenbe als bie romantifdie ißhantafie t£)un ber gegebenenSBirflidjfeit ©ewatt an, nur in »erfchiebener Seife; bie fhmbolifirenbe -ßhantafie ba=burd), baß fie oon einem Sirflid)en- nur eine ©eite ober (Sigenfdjaft auffaßt unb jurSarfteKung einer 3bee benu^t; bie romantifdje ‘ißhantafie aber baburd), baß fie bie ge*fammte Sirflid)feit aud) in ihrer Sotlenbung für fein würbigeS 2lbbitb ber 3bee hältunb fid) baher gegen biefelbe tranSfcenbent »erhält. ©rflärt man baS 3beale in berobigen Seife, baß eS baS Sirflid)e in feiner Sahrheit ift, fo erftrebt bie fhmbolifirenbeißhantafw baS 3beate, ohne eS ju erreichen; bie romantifdje -ßhantafie aber überfdjreitetbaSfelbe unb fällt baher in baS ©ebiei ber fubjectioen 3nnetlid)leit jurücf. Seifpietewerben biefe abStracten Seftimmungen anfdjaulid) machen. Senn j. 23. ber gud)S jum©innbiib ber Sift gemadjt wirb, fo ift biefeS ein Serf ber fhmbotifirenben ‘phantafie.'Der gud)S ift noch etwas ganj anbereS, als ein Sräger ber fift, bie Sift ift nur eineber riefen @igenfd)aften beS gudjfeS; eS wirb ihm baher ©ewalt angethan, inbem manihn als ©anjeS pm fftepräfentanten ber bloßen üüft mad)t. Senn ber 2M)iinger berbrahmanifchen Religion ben ©angeS als etwas göttliches oerehrt, fo ift baS eineShätigfeit ber fhmbotifirenben -ßhantafie. ©S wirb hidei eine Oigenfdjaft beS ©angeS,etwa feine ©röße ober auch feine ffrudit bringenbe traft, herausgenommen, um baSabfolut ©roße unb Üebenbige ju oerfinnlid)en. ®er ©angeS ift nod) etwas ganj anbereSals groß unb frudjtbringenb, aber alles anbere wirb außer Sicht getaffen unb ber ganjegluß wirb nur als 9tepräfentant ber ©röße ©otteS gefaßt, aber aud) in biefer Raffungbleibt er unenblid) hinter bem jurüd, weiches er oerfinnlid)en feil. ©d)on bie ©röße©otteS ift hoch etwas unenblich höheres, als ber ©angeS unb alles anbere große, waSbie Statur barbieten fann, unb ©ott iß hoch auch noch nnenblid) oieleS anbere, alsgroß. Sürbe ber ©angeS als baS gefaßt, was er wirflid) ift, nämlich als ein auS=gejeidjneter ©trom, unb fchilberte ihn ein ®id)ter fo, baß alle ©igenfdjaften einesgroßen Stromes in ein flareS Sicht träten, fo wäre baS ein Serl ber ctaffifcf)enSh^ntafie, benn eS wäre bann im ©angeS baS 23ilb eines ibeaten ©tromeS gegebenworben. 3nbem bie fhmbolifirenbe pl)antafie ben ©angeS ju einem Slbbilbe ©otteS
macht, fo weicht fie aifo nicht bloß baburd) oon ber claffifcfien iPh a ntafie ab, baß fienur einzelne ©igenfdjaften beS ©angeS h eta uSl)ebt, fonbern auch baburd), baß fie bierein geiftige 3bee ©otteS burdj etwas rein natürliches ;u oeranfdjaulidjen fudjt. ®od)läßt eS fich ber SÖtenfd) nid)t nehmen, gewiße geiftige 3been unb gewiße geiftige fßroceffeburch 9 et»iße iRaturanfdjauungen unb Siaturproceffe ju oerfinnlichen, unb er thut rechtbaran, weil jwifdjen gewißen ©eifteSproceffen unb gewißen SSaturproceffen in ber ®l) atunoerfennbare Sinologien ftattfinben. ®aS Sluffinben unb ®arfteüen fotdjer Sinologienjwifdjen bem ©eifte unb ber ÜJiatur ift fo red)t bie Slufgabe ber fhmbolifd)en ißhantafieunb in biefer f$orm iß unb bleibt fie ein feljr fdjähbareS §ülfSmittel nidjt bloß fürbie cfaffifdje ^3b)antcifte, fonbern für alle 2krnunfttt)ätigfeit beS 5Dienfd)en. Senn ber£err ©hriftuS boS Verhältnis beS menfd)Iid)en §erjenS ju bem Sorte ©otteS mit bem