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2 (1860) Director - Globus
Entstehung
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Gedike.

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Acten, Schriften und Zeitungen gleichsam vergraben." Am wichtigsten unter den vielenvon ihm unter Meierotto's Mitwirkung vorgeschlagenen und ausgearbeiteten Edicten istdas vom 23. December 1788, daß die Prüfung über die Universitätsreife auf der Schulevor der Entlassung der Schüler stattzufinden habe. Obgleich diese Verfügung sich nochnicht auf alle gelehrten Schulen ohne Ausnahme bezog und von einigen Universitätsleh-rern als Pedanterie bespöttelt wurde, so war cs doch ein heilsamer Anfang für die Rege-lung sowohl des zu erstrebenden Zieles gelehrter Schulen als auch der Grundbedingungenerfolgreicher Universitätsstudien für die Einzelnen; denn das bis dahin gültige Edict vom25. August 1708, daß Landeskinder, die K. preußische Universitäten besuchten, bei ihrerAnkunft die Isstimonia von ihrem Beichtvater und von allen Urasoextoribns unter-schrieben vorlegen und von denen Oooanis wohl examinirt werden sollten, hatte die Uni-versitäten mit misrathenen Studenten überfüllt.

Als ein Ausfluß seiner Stellung im Oberschulcollegio ist auch das für die Bildungtüchtiger Schulmänner unter ihm so wichtig gewordene am 9. Oct. 1787 gegründete undseiner persönlichen Leitung bis an seinen Tod überlassene Seminar für gelehrte Schulen zubetrachten. Das Oberschulcollegium gab jährlich 1000 Thlr. dazu her, und G. errichtete zurUebung der zuerst 5, dann 8 Seminaristen eine 6. Elaste auf dem Werder'schen Gym-nasium; 1793 nahm er das Seminar mit an das Berlinische Gymnasium hinüber.Ausführliche Nachricht davon ist in seinem Programm von 1790 enthalten. G. selbstaber machte sich nicht nur die theoretische und praktische Ausbildung der aufgenommenenMitglieder zu einer Hauptangelegenheit, sondern leitete auch die wissenschaftliche Weiter-bildung derselben durch häufige Conferenzen über die angcfcrtigten pädagogischen Ar-beiten in deutscher und über die philologischen in lateinischer Sprache in der in Ver-bindung mit dem Seminar gegründeten philologischen Societät. Es machte ihm Freude,die jungen Männer ihren Fähigkeiten gemäß in den verschiedensten Elasten und Lehr-fächern zu beschäftigen und sie durch seinen weitreichenden Einfluß in Schulstellen zubefördern; er wollte ihnen als Leiter und väterlicher Freund nützen, nicht sie für dieZwecke seiner Schule abnutzen, dabei aber behielt er stets den Grundsatz im Auge, daßsie nicht wirklich Lehrer irgend eines Gymnasiums seien, sondern es unter seiner Leitungerst werden sollten. Unter den Seminaristen, die sich in seinen Programmen erwähntfinden, sind daher viele, die später im Lehramt hcrvorgeleuchtet haben, wie Bernhardt,Spilleke, Köpke, Süvern, Gotthold, Hasselbach, Falbe, Rambach, Delbrük, Bredow,Stein und auch Schleiermacher, der als Lehrer, zwar nicht auf dem Gymnasium über-aus der Hochschule, nicht leicht erreicht, schwerlich übertroffcn sein mag.

Neben der praktischen Thätigkeit Gedike's gieng von Anfang an eine wissenschaftlicheher, die ihn zunächst und überwiegend in das pädagogische Gebiet leitete, aber dochtheilweise auch in das damals wieder erwachende Studium der alten Literatur forderndeingrisf. Obgleich er selbst sagt, daß er in die Bahn des Schulmanns mit dem Ent-schluß getreten sei, sie bei der ersten Gelegenheit wieder zu verlassen, so machte er doch,sobald er seinen Beruf erkannt hatte, pädagogische Schriften zu seiner Lieblingslectüre.Die philanthropischen Neuerer Basedow und Campe nahmen ihn zunächst für sich einund führten ihn auf die Frage:Sollte es unter den Alten gar keinen Erziehungs-philosophen wie diese gegeben haben?" Hierdurch entstand seine erste pädagogische Schrift:Aristoteles und Basedow oder Fragmente über Erziehung und Schulwesen bei denAlten und Neuern," dessen erste Abtheilung Uebersetzung der bei Aristoteles, Platon,Quintilian und Gellius enthaltenen Gedanken über Erziehung, dessen 2te eigne Aufsätzevom Lesenlernen, Sprachstudium, Erfordernisse zur Verbesserung des Schulwesens undVorschläge dazu enthält. Er gab dieselbe schon 1779 als Prorector heraus und ver-kündete schon durch dieses Interesse für allgemeine pädagogische Fragen seine höhere Be-stimmung in diesem Gebiete. Es ergriff ihn die Wahrheit von Quintilians Aeußerung,daß die Anfaugsgründe von dem geschicktesten Manne am besten beigebracht werdenkönnten, und die weitere Verfolgung dieses Gedankens veranlaßt ihn zu tieferem Ein-