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Externen.
Fabrikschulen.
Extemporalien, s. Composition.
Externen, an den Fürstenschulen Extraneer, heißen diejenigen Schüler, welchean dem Unterricht einer geschlossenen Erziehungsanstalt, nicht aber an der gemeinschaft-lichen leiblichen Verpflegung Theil nehmen; nach der preußischen Abiturientenprüfungs-ordnung heißen diejenigen Externen, welche an einer Anstalt die Prüfung bestehen, ohneeben daselbst ihre Vorbildung erhalten zu haben.
F.
Fabel, s. Märchen.
Fabrikschulen, die, sind eine Frucht der Neuzeit, in welcher durch die stets ver-größerte Ausdehnung der industriellen Anstalten nicht nur ältere Personen beider Ge-schlechter zu den Arbeiten in den Fabriken gezogen worden'sind, sondern man auch an-fieng Kinder hiezu zu benützen, theils wegen der größeren Wohlfeilheit der von ihnengeleisteten Arbeit, theils weil für einzelne Fabrikgeschäfte die Arbeit von Kindern noth-wendig ist. Diese Benützung von Kindern hat sich von einem Jahre zum andern ver-mehrt, namentlich nachdem in einzelnen größeren Fabrikorten eine eigene Fabrikbevölke-rung entstanden ist, wo nicht nur Mann und Frau, sondern auch die Kinder vommöglichst frühen Alter an Verdienst machen müßen. In dem Falle, wenn die in Fab-riken verwendeten Kinder schon einen, wenn auch dürftigen Elementarunterricht vorihrem Eintritt in die Fabrik genossen haben, tritt das Misliche und Gefährliche derKinderarbeit in Fabriken nicht in dem grellsten Lichte hervor. Da jedoch dies nichtimmer der Fall ist, so mußten die Negierungen zu Präventivmaßregeln sich aufge-fordert fühlen, um die physische und moralische Deteriorirung eines Theiles ihrer
den Schülern lesen, in deren Verständnis sie der Hauptsache nach mit ihren Hülfsmitteln selbsteindringen können: wohlvorbereitete Schüler sind alsdann um so dankbarer für das Licht, dasihnen bei dem Unterricht des Lehrers über dunkel gebliebene Stellen aufgeht; übrigens verdientdie Gegenüberstellung des pro und contra a. a. O. nachgelesen zu werden. — Die Freunde der„historischen" Lesung der Schriftsteller verzichten zum Theil auf die gute deutsche Uebersetzung,Lei leichteren Schriften sogar auf die Uebersetzung überhaupt, und beschränken sich auf das sach-liche Verständnis; allein selbst für dieses gicbt denn doch die Uebersetzung die natürlichste Probe,und es möchte auf der Mittelstufe schwerlich zuläßig sein, die materiellen Kenntnisse, welche durchLectnre zu gewinnen sind, in der Art ausschließlich zu erstreben, daß der Zweck der sprachlichenBildung völlig zurncktritt. — Als eine Probe davon, wie in solchen Dingen auch die Individua-litäten einen berechtigten Spielraum haben, mag hier ans dem Brief eines gewiegten Schul-manns folgende kurze Beschreibung seines Verfahrens stehen: „Ich sondere die verschiedenenThätigkeiten sehr bestimmt. Wenn ich die Lectüre beginne und das nothwendigste Einleitnngswerkbeseitigt habe, so frage ich hinsichtlich des ersten Capitels oder Abschnittes zunächst einen schon al-teren Schüler nach dem Inhalt, lasse dann einen andern den Abschnitt lesen, um daraus denGrad seines Verständnisses zu ermitteln, darauf einen dritten übersetzen, doch so, daß ich ihn mög-lichst wenig unterbreche und mich jeder erklärenden Bemerkung völlig enthalte; nur da, wo er ohneHülse nicht weiter kann, greife ich ein. Sodann folgt die Erklärung, im Anfang des Semestersso eingehend wie möglich alle Seiten berücksichtigend. Mit der Erklärung gebe ich eine möglichstgute Uebersetzung, welche sammt der Erklärung sich zu merken nun Aufgabe für alle ist. Habenwir so einen größeren Abschnitt vollendet (anfangs 3—4 Capitel, dann mehr), so erfolgt eineWiederholung. Es wird nun eine gute fließende Uebersetzung verlangt, welcher das Lesen desLateinischen nicht voransgeht; die erklärenden Bemerkungen werden nach allgemeinen Gesichts-pnncten wiederholt, doch so, daß der Schüler nun umfassendere Fragen bekommt u. s. f. Ansdiese Weise erreiche ich, daß die Schüler sehr bald von selbst in ihrer Präparation auf eine guteund geschmackvolle Uebersetzung denken und sich Geläufigkeit aneignen, und daß ich im weiterenVerlauf des Semesters die Erklärung allgemach auf das Nothwendigste beschränken kann und eingrößeres Pensum, ohne der Gründlichkeit Eintrag zu thun, bewältige." D. Red.