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2 (1860) Director - Globus
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Erzieher.

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mitbedingt ist, leuchtet von selbst ein. Es giebt eine Altersgrenze, vor deren Erreichungniemand zur Mündigkeit gelangt, und da der Mensch nicht ein bloß natürliches, sondernwesentlich ein sittliches Wesen ist, so kann jene Grenze nicht etwa, wie Kant wollte,durch den Eintritt der physischen Möglichkeit, selbst Vater zu werden, bezeichnet sein,sondern zur vollen Mündigkeit gehört mit der geistigen Reife auch die selbständigeLebensstellung. Auf der andern Seite vermindert sich mit der Abgeschlossenheit, welchedie natürliche Begleiterin der vollendeten Reife des spätem Mannesalters ist, auch dieFähigkeit, sich zur Jugend herabzulassen und die Beweglichkeit, welche auf ihre mannig-faltigen Bedürfnisse eingeht und immer bereit ist, sie allseitig anzuregen, und man hatdaher wohl die Lebensperiode vom 25.-45. Jahr als diejenige bezeichnet, welche in der Regeldie tüchtigsten Erzieher liefern werde. Natürlich ist diese Regel keineswegs so gemeint,als ob sie Aelteren die Fähigkeit absprechen wolle, noch mit dem besten Erfolge pädagogischzu wirken; wohl aber will sie solche Aeltere mahnen, daß sie es sich doppelt angelegensein lassen, den Sinn für das Wesen und Streben der Jugend sich offen zu halten,auf der ja doch unsere Hoffnung ruht, und ihr nicht als grämliche lanclatorss tsmxorisaoti lästig, statt förderlich zu werden. (Vgl. Rothe's Ethik II. S. 701 f.) Amleichtesten ist jungen und älteren Erziehern die Erfüllung ihrer beiderseitigen besonderenVerpflichtungen an einer Erziehungsanstalt gemacht, wo jungen Lehrern das maßvolleWirken und die ein würdiges Alter begleitende natürliche Auctorität älterer Berufsge-uossen zur Seite steht, und wiederum diese durch die anregende Lebhaftigkeit undRührigkeit jüngerer unterstützt werden.

o) Abgesehen davon, daß die Erziehung auch auf die körperliche Gesundheit, Kraftund Gewandtheit des Zöglings hinzuarbeiten hat, mithin der vollkommene Erzieher auchin dieser Beziehung Vorbild sein muß, so wird die sich selbst vergessende Hingebungan seinen Beruf, die meist nicht unbedeutende körperliche Anstrengung, welche damit ver-bunden ist, die frische selbstvertrauende Energie, welche sich durch einzelne Hemmungenin ihrem sicheren Gange nicht stören läßt, noch weniger einzelnen Vergehen der Schülerdie Absicht zu kränken unterschiebt, endlich die Heiterkeit des Erziehers, welche für seineBerufsarbeit die gedeihliche Lebenslust bildet, durch seinen Gesundheitszustandunleugbar bedeutend gefördert. In Erwägung dieses Umstandes hat nicht nur Salzmanndie Forderung ausgesprochen: „Sei gesund!" sondern auch F. A. Wolf den oben schontheilweise angeführten Satz: „Sei immer gesund, und versteh' es wo und wann es nöthig,leidenschaftlich zu hungern." Insofern die Gesundheit zum Theil auch von der freienSelbstbestimmung abhängt, hatten die beiden Männer Recht, ihre Ansicht, daß einetüchtige Gesundheit dem Erzieher höchst wünschenswerth sei, vielmehr in ein Gebot zufassen, dieses Requisit zu erfüllen. Diese Form des Gebotes erinnert daran, daß derGeist des Mannes von einer körperlichen Verstimmung nicht vollständig abhängig seindarf, daß vielmehr der feste Vorsatz, nicht krank sein zu wollen, solcher VerstimmungenHerr werden kann, und daß der Erzieher in Bezug auf die geistige Freiheit, wozu erdie Zöglinge heranbilden soll, auch ganz besonders durch jene sokratische Herrschaft desGeistes über den Leib, in welcher z. B. Schleiermacher so musterhaft gewesen ist, einanregendes Vorbild werden kann. Mag immer einem Erzieher seine schwächere natürlicheWiderstandskraft gegen körperliche Leiden ein Anlaß werden, die Mahnung, die Fehler-feiner Zöglinge in sich selbst zu suchen, sich ganz besonders gesagt sein zu lassen, damiter nicht sie seine persönliche Verstimmung entgelten lasse, sondern aufmerksam auf sichselbst sei, um sich zu sammeln und die Herrschaft über seine Verstimmung zu gewinnen:jenes Gebot „Sei gesund!" muß ihm doch nicht wie Hohn klingen, sondern als einetröstliche Hinweisung darauf, daß auch dieses Gebiet der Kraft des Willens sich nichtvöllig entzieht und daß die wohl zu Rath gehaltene geringere physische Kraft die sichallzuviel zutrauende größere nicht bloß an Wirksamkeit übertreffeu kann, sondern selbstan Dauer (vgl. Kant's Abhandlung: „Von der Macht des Gemüths durch den bloßenVorsatz seiner krankhaften Gefühle Meister zu sein. Ein Antwortsschreiben an Hrn.