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2 (1860) Director - Globus
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Erzieher.

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Häufung mit schlecht belohnter, anstrengender Arbeit und durch die Kümmerlichkeit derÄußern Existenz. Davor aber sollte sie in jedem Falle den Erzieher schützen, daß ernicht neidische Seitenblicke wirft auf jeden, der in einem andern Berufe „mehr ver-dient." Es scheint einmal Gesetz bei der Vertheilung der äußern Glücksgüter zu sein,daß denjenigen, welche berufen sind, vorzugsweise im Gebiete des geistigen Lebens zuarbeiten, die größere innere Befriedigung, welche solche Beschäftigung gewährt, ange-rechnet wird, während die, deren Arbeit sich mehr ans das materielle Leben bezieht, fürdas, was sie an geistigem Genuß entbehren, durch äußere Güter schadlos gehaltenwerden. F. A. Wolf's Forderung selbst an den gelehrten Schulmann Deutschlands:„Versteh' es, wo und wann es nöthig, leidenschaftlich zu hungern" ist mehr ein Hiebauf die factisch vielfach so erbärmliche äußere Stellung der Erzieher; dagegen dürfensich diese in allein Ernste gesagt sein lassen, was Guizot seiner Zeit in einem Circularan die Elementarlehrer Frankreichs ausgesprochen hat (Hahn, Das Unterrichtswesen inFrankreich S. 205 f.): „Dennoch weiß ich sehr wohl, mein Herr, daß alle Fürsorge desGesetzes, alle Mittel, über welche die öffentliche Gewalt gebietet, nie dazu führenkönnen, die einfache Stellung eines Elementarlehrers so anziehend zu machen, als sienützlich ist. Die Gesellschaft kann demjenigen, welcher sich ihr widmet, nicht alles ver-gelten, was er für sie thut. In den schweren Verpflichtungen, die er übernimmt, istweder großes Vermögen noch ein weithin erschallender Nus zu erwerben. Dazu be-stimmt, sein Leben in einförmiger Beschäftigung dahin gehen zu sehen, oft sogar umsich her Ungerechtigkeit und Undankbarkeit zu finden, müßte er sich entmuthigen, Nieder-schlagen lassen, wenn er seine Kraft und seinen Muth nicht anderswo, als in den Aus-sichten persönlichen, unmittelbaren Interesses fände. Es ist nöthig, daß ein tiefes Ge-fühl von der sittlichen Bedeutung seines Werks ihn beseele und stütze, daß jenes reineVergnügen, der Menschheit zu dienen und im stillen ihre Fortschritte zu fördern, ihmder eigentliche Lohn seiner Arbeit werde. Sein Ruhm ist es, nichts über den Kreisseines verborgnen, mühsamen Daseins hinaus zu begehren, sich in Opfern zu erschöpfen,welche diejenigen, denen sie gewidmet sind, ihm kaum anrechnen, kurz für die Menschenzu arbeiten und die Belohnung nur von Gott zu erwarten. Auch sehen wir, daß sichüberall, wo der Elementarunterricht zu einem gewissen Gedeihen gelangt ist, bei den Lehrernreligiöser Sinn mit dem Sinn für Licht und Wissen gepaart hat. Möchten Sie, meinHerr, in solchen Hoffnungen, in solchem Glauben, der einem gesunden Sinn und einemreinen Herzen gemäß ist, die Genngthuung, die Ausdauer finden, welche die Vernunftallein, oder der Patriotismus allein Ihnen vielleicht nicht geben würden." Das heißtbrav gesprochen von einem Minister zu einem Schullehrer, und klingt nicht aus demMunde des hoch und glänzend Gestellten wie Hohn, sondern als der Ausdruck einerGesinnung, die zu thun bereit ist, was mit äußerer Hülfe gethan werden kann; aberdie sicherste und wirksamste Hülfe quillt freilich von innen hervor, aus der Begeisterungfür den Berns.

<l) Jenes Bildungsideal, welches ihm bei seiner pädagogischen Wirksamkeit vorschwebt,muß aber der Erzieher vor allen sich selbst als Spiegel Vorhalten. Auch er darf sichüber die Unzulänglichkeit seines Wirkens nicht etwa beruhigen durch den Hinblick aufden factisch herrschenden Schlendrian, oder auf die noch größere Untüchtigkeit dieses oderjenes Bernfsgenossen, sondern „ein solches Ideal verlang ich für das Leben und Wirkendes Lehrers, ein Musterbild, dessen Reiz ihn beständig erfüllt und nicht ruhen läßt, ihnbeständig cmporzieht; denn nur das Höchste und Beste, was andere geleistet, was zuleisten nur möglich ist, ist würdig danach zu streben, Werth, daß ein Mann sein ganzesLeben, alle seine Kraft und sein Herzblut daran setzt. Nur in diesem fortwährendenSehnen und Ringen nach größerer Vollkommenheit und Vollendung erscheint des Menschen-geistes Bestimmung und Kraft, welche nicht der treibende Hunger des Fernen, sondernder träge Genuß des schon Erlangten verzehrt. Wer mit bequemer Vorsicht nur dasbald Erreichte znni Ziel nimmt und um seiner Gemüthsrnhe Willen sich nicht an den