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2 (1860) Director - Globus
Entstehung
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Elementarschule.

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stellungen zu erhellen und die Kinder in den Stand zu setzen, sich über diese ihreKenntnisse verständlich auszusprechen; dagegen wäre es fehlerhaft, die Bilder als bloßeAnknüpfungspnncte für allerlei fernliegende Sachkenntnisse zu benützen. Die Bildersollen Erinnerungsmittel, nicht Belehrungsmittel sein. Desto wichtiger ist dieandere Seite dieses Unterrichtsgegenstandes, die sprachbildende. Jede gewonnene Vor-stellung soll durch das richtige Wort bezeichnet, jeder Gedanke in einem sprachrichtigenSatze ausgesprochen, Satzbau und richtige Betonung geübt werden. Besonderer Fleißist auf die Formenbildung der Wörter, namentlich der Verba zu wenden. Die letzteViertelstunde wird auf das Niederschreiben des Besprochenen nach dem Maße der Ent-wicklungsstufe, auf der die Kinder stehen, benützt. Für den Winter empfiehlt sich eineBetrachtung der Dinge nach ihrer körperlichen Form, doch wird sich dieselbe auf dieregelmäßigen Ausdehnungsverhältnisse beschränken mäßen. Einzelne Flächen mögen vor-gezeichnet und von den Kindern mit Hülfe eines auch als Zollstock brauchbaren LinealsNachgezeichnet werden.

Der Recheuunterricht hat nach G. in der Volksschule nur eine untergeordneteStelle zu beanspruchen; die Vorstellungen von dem Werthe, welchen man lange Zeitdemselben für die Geistesbildung zuschrieb, waren übertrieben. Er muß ausgehen vonsachlichen Belehrungen über gleichbenannte Theile eines Dinges. Völlig verwerflich istdie Eintheilung des Lehrstoffes in ein Rechnen mit benannten und unbenannten Zahlen,in ein Rechnen mit ganzen Zahlen und mit Brüchen. Auch die Vertheilung des Lehr-stoffes nach den vier Species ist unstatthaft, da diese verschiedenen Operationen einandergegenseitig fordern und ergänzen. Der Haupteintheilungsgrund für den ganzen Lehr-stoff in der Unterclasse kann nur die Verschiedenheit der behandelten Zahlenräume sein.Alle abstracte Belehrung über das Wesen der Zahl und alle fremden Terminologienfür die verschiedenen Operationen sind zu vermeiden. Es kommt lediglich darauf an,nach der Fassungskraft der Kinder und nach dem Wesen der Sache die Reihe der Auf-gaben zu ordnen, das klare Verständnis derselben hervorzurusen und die Lösung zu con-trolliren. Auf allen Stufen ist es von größter Wichtigkeit, das Zahlenrechnen, beiwelchem jede Zahl auf bewußte Weise in ihrer Stellung zum Zahlsystem, also sowohldie Menge als die Art der in ihr enthaltenen Einheiten, vorgestellt wird, dem Ziffer-rechnen, welches durch den Vortheil unseres Zahlbezeichnungssystemes, die Art derdekadischen Einheit durch die Stellung auszudrücken, die Aufmerksamkeit von der Artder Einheiten ganz ablenkt, vorangehen zu lassen.

Auch in diesem Unterrichtsgegenstande entstehen durch die halbjährlichen Zugängeneuer Schüler und durch die Verschiedenheit der Fortschritte viele Abtheilungen, dochsind dieselben, da es hauptsächlich auf Hebung und Anwendung ankommt, leicht zu be-schäftigen, nöthigenfalls durch Mitwirkung der vorgeschrittenen Kinder. Nothwendig alsVersinnlichungsmittel sind Würfelapparat und das sogenannte Zahlenbrett, wichtig Be-hufs rascher Stellung der nöthigen Aufgaben und zur Vermeidung des Dictirens undder Rechenhefte in den Händen der Kinder sind die Ziffernstäbe, durch welche ins-besondere die immer nöthige Wiederholung der früher erlernten Operationen leicht mög-lich gemacht und dabei der stetige Fortschritt gewahrt wird.

Das Ziel für die Unterclasse ist Sicherheit in den vier Grundrechnungsarten mitganzen benannten und unbenannten Zahlen im Zahlenraum bis 1000, der in schrift-lichen Aufgaben ein wenig überschritten werden kann, und in den Aufgaben der geradenNegeldetri mit ganzen und ungemischten Zahlen.

Der Gesangunterricht ist von G. aus Bescheidenheit nicht näher besprochenworden, sondern nur seine tiefe Bedeutung für das innere Leben des Menschen ange-deutet; doch ist sichtbar, daß er für die Unterclasse die Kenntnis der Noten als über-flüssig ansieht und die Einübung einer mäßigen Anzahl von edlen Volksmelodien undden gebräuchlichsten Chorälen nach dem Gehöre voraussetzt.

Wir haben an einem im wesentlichen mustergültigen Beispiele zur Anschauung ge-